Elon Musk fordert astronomische 134 Mrd. $ von OpenAI und Microsoft
Elon Musk verschärft den juristischen Druck auf OpenAI und Microsoft massiv und fordert nun Schadensersatz in Rekordhöhe. Der Tech-Milliardär verlangt bis zu 134 Milliarden Dollar, da er sich durch die Abkehr von der Non-Profit-Mission betrogen sieht.
Der geforderte Betrag stützt sich auf komplexe Berechnungen des Finanzökonomen C. Paul Wazzan, der in dem Verfahren als Gutachter für Musk fungiert. Wazzan beziffert die sogenannten unrechtmäßigen Gewinne von OpenAI auf eine Summe zwischen 65,5 und 109,4 Milliarden Dollar (etwa 56 bis 94 Milliarden Euro). Microsoft, das mittlerweile einen Anteil von 27 Prozent an dem KI-Unternehmen hält, soll laut der Klageschrift durch die Partnerschaft zwischen 13,3 und 25,1 Milliarden Dollar (etwa 11 bis 22 Milliarden Euro) zu Unrecht erwirtschaftet haben. Das Verfahren wird im April vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, verhandelt.
Musk hatte in der Anfangsphase etwa 38 Millionen Dollar (etwa 33 Millionen Euro) als Startkapital bereitgestellt, was damals rund 60 Prozent der Seed-Finanzierung ausmachte. Zusätzlich habe er technisches Know-how eingebracht und bei der Rekrutierung von Schlüsselpersonal maßgeblich geholfen. Musk betont oft, dass er den Namen OpenAI erfand, um den Open-Source-Charakter zu unterstreichen, und kritisiert, dass aus der offenen Forschungseinrichtung eine De-facto-Tochtergesellschaft von Microsoft geworden sei.
Das Anwaltsteam vergleicht Musks Situation mit der eines frühen Investors in ein Startup, dessen Rendite das ursprüngliche Investment oft um ein Vielfaches übersteigt. Die Verteidigung weist diese Rechnung jedoch strikt zurück. Anwälte von OpenAI und Microsoft bezeichneten die Methodik des Gutachters in einer Erwiderung als erfunden, unverifizierbar und die Ergebnisse als unplausibel.
Sie argumentieren, dass Musk faktisch das bis zu 2900-Fache seines ursprünglichen Einsatzes zurückfordert. Das sei für eine Spende an eine Non-Profit-Organisation, als die OpenAI im Jahr 2015 startete, präzedenzlos. OpenAI wandelte sich bereits 2019 in ein Unternehmen mit begrenzter Gewinnorientierung (Capped Profit) um, um die immensen Rechenkosten für moderne Sprachmodelle decken zu können.
Ein Bundesrichter hat den Weg für einen Geschworenenprozess geebnet. Neben den rein finanziellen Forderungen behält sich Musk vor, auch Strafschadenersatz ("Punitive Damages") und Unterlassungsansprüche geltend zu machen.
Haltet ihr Musks Forderung für gerechtfertigt oder ist das reines Taktieren gegen die Konkurrenz? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Musk fordert absurden Schadenersatz
In einem am Freitag eingereichten Gerichtsdokument fordert der Tech-Milliardär Elon Musk Schadensersatzzahlungen in einer bemerkenswerten Spanne von 79 bis 134 Milliarden Dollar (etwa 68 bis 115 Milliarden Euro). Der zentrale Vorwurf wiegt schwer: Musk sieht sich durch die Abkehr OpenAIs von dessen ursprünglicher Non-Profit-Mission hin zu einem gewinnorientierten Unternehmen betrogen. Er verlangt nun einen Anteil an den daraus resultierenden Gewinnen, die er als unrechtmäßig ansieht.Der geforderte Betrag stützt sich auf komplexe Berechnungen des Finanzökonomen C. Paul Wazzan, der in dem Verfahren als Gutachter für Musk fungiert. Wazzan beziffert die sogenannten unrechtmäßigen Gewinne von OpenAI auf eine Summe zwischen 65,5 und 109,4 Milliarden Dollar (etwa 56 bis 94 Milliarden Euro). Microsoft, das mittlerweile einen Anteil von 27 Prozent an dem KI-Unternehmen hält, soll laut der Klageschrift durch die Partnerschaft zwischen 13,3 und 25,1 Milliarden Dollar (etwa 11 bis 22 Milliarden Euro) zu Unrecht erwirtschaftet haben. Das Verfahren wird im April vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, verhandelt.
Hintergründe der Rekordsumme
Die Argumentation der Klägerseite beruht im Wesentlichen auf Musks frühen Investitionen und Leistungen für das Unternehmen. Wie Bloomberg berichtet, argumentieren Musks Anwälte, dass ihr Mandant Anspruch auf einen signifikanten Teil der aktuellen OpenAI-Bewertung von rund 500 Milliarden Dollar (etwa 431 Milliarden Euro) habe.Musk hatte in der Anfangsphase etwa 38 Millionen Dollar (etwa 33 Millionen Euro) als Startkapital bereitgestellt, was damals rund 60 Prozent der Seed-Finanzierung ausmachte. Zusätzlich habe er technisches Know-how eingebracht und bei der Rekrutierung von Schlüsselpersonal maßgeblich geholfen. Musk betont oft, dass er den Namen OpenAI erfand, um den Open-Source-Charakter zu unterstreichen, und kritisiert, dass aus der offenen Forschungseinrichtung eine De-facto-Tochtergesellschaft von Microsoft geworden sei.
Das Anwaltsteam vergleicht Musks Situation mit der eines frühen Investors in ein Startup, dessen Rendite das ursprüngliche Investment oft um ein Vielfaches übersteigt. Die Verteidigung weist diese Rechnung jedoch strikt zurück. Anwälte von OpenAI und Microsoft bezeichneten die Methodik des Gutachters in einer Erwiderung als erfunden, unverifizierbar und die Ergebnisse als unplausibel.
Sie argumentieren, dass Musk faktisch das bis zu 2900-Fache seines ursprünglichen Einsatzes zurückfordert. Das sei für eine Spende an eine Non-Profit-Organisation, als die OpenAI im Jahr 2015 startete, präzedenzlos. OpenAI wandelte sich bereits 2019 in ein Unternehmen mit begrenzter Gewinnorientierung (Capped Profit) um, um die immensen Rechenkosten für moderne Sprachmodelle decken zu können.
Rivalität zwischen Musk und Altman
Der Rechtsstreit, der bereits im März 2024 begann, ist mehr als nur eine finanzielle Auseinandersetzung unter Milliardären. Musk, dessen persönliches Vermögen derzeit auf etwa 700 Milliarden Dollar (etwa 603 Milliarden Euro) geschätzt wird, gründete mittlerweile sein eigenes KI-Unternehmen xAI. Mit dem Chatbot Grok versucht er, eine Alternative zu schaffen, die explizit als weniger politisch korrekt vermarktet wird. OpenAI bezeichnet die Klage daher als Teil einer Kampagne zur Belästigung eines direkten Wettbewerbers.Ein Bundesrichter hat den Weg für einen Geschworenenprozess geebnet. Neben den rein finanziellen Forderungen behält sich Musk vor, auch Strafschadenersatz ("Punitive Damages") und Unterlassungsansprüche geltend zu machen.
Haltet ihr Musks Forderung für gerechtfertigt oder ist das reines Taktieren gegen die Konkurrenz? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Musk fordert bis zu 134 Milliarden Dollar Schadensersatz von OpenAI
- Kläger sieht Abkehr von ursprünglicher Non-Profit-Mission als Betrug
- Gutachter beziffert unrechtmäßige Gewinne auf 56 bis 94 Milliarden Euro
- Musks Anwälte betonen seine frühen Investitionen von 33 Millionen Euro
- Musk erfand den Namen OpenAI und kritisiert nun Microsofts Einfluss
- Verteidigung bezeichnet Forderungen als erfunden und unplausibel
- Prozess wird im April vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandelt
Siehe auch:
- Nach Deepfake-Skandalen: Elon Musk schränkt Grok-Bildgenerator ein
- Tesla Roadster: Sicherheit spielt laut Musk eine untergeordnete Rolle
- Grok-Pornografie: Epic-Chef Sweeney springt Elon Musk zur Seite
- Nach Deepfake-Skandal: Erste Länder blockieren Elon Musks Grok-KI
- Elon Musks KI Grok wegen sexualisierter Deepfakes in der Kritik
Thema:
Teslas Aktienkurs unter Elon
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