Sony stellt den Verkauf von Blu-ray-Rekordern nun endgültig ein
Sony besiegelt das endgültige Aus für seine Blu-ray-Rekorder und reagiert damit auf den Siegeszug des Streamings. Ab Februar 2026 werden nur noch Restbestände abverkauft, da die Produktion der Hardware bereits stillsteht.
Das bedeutet faktisch, dass nur noch Lagerbestände abverkauft werden und keine neuen Geräte mehr in den Handel gelangen. Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte Sony die Produktion der Hardware sowie der beschreibbaren Rohlinge eingestellt, womit das Ende der Sparte bereits vorprogrammiert war.
Wichtig ist hier allerdings die Unterscheidung zwischen Rekordern und reinen Abspielgeräten. Während die Rekorder-Sparte, die vor allem in Japan traditionell für das Aufzeichnen von TV-Programmen genutzt wurde, komplett wegfällt, werden reine Blu-ray- und 4K-Player vorerst weiterhin ausgeliefert. Das Unternehmen betonte, dass es keinen direkten Nachfolger für die eingestellten Modellreihen geben wird. Zu den betroffenen Geräten zählen unter anderem Modelle wie der BDZ-ZW1900 aus dem Jahr 2024 sowie diverse Serien aus dem Jahr 2023.
Wie Mainichi Shimbun berichtet, ist der Rückzug eine direkte Folge der weitverbreiteten Verfügbarkeit von Streaming-Diensten, die die Nachfrage erstickt haben. Die Nachfrage nach den Speichermedien ist zuletzt stetig gesunken, da Video-Streaming-Dienste wie Netflix und das japanische TVer aufgekommen sind. Daten der Japan Electronics and Information Technology Industries Association zeigen zudem, dass die inländischen Auslieferungen von Blu-ray-Rekordern von einem Höchststand von 6,39 Millionen Einheiten im Jahr 2011 auf weniger als zehn Prozent dieses Wertes, nämlich 620.000 Einheiten, im Jahr 2025 gefallen sind.
Die Geschichte dieser Geräteklasse bei Sony reicht weit zurück. Im April 2003 brachte der Konzern mit dem BDZ-S77 den weltweit ersten Blu-ray-Rekorder auf den japanischen Markt. Das Gerät war damals eine technologische Sensation, aber mit einem Preis von 450.000 Yen (etwa 2427 Euro) für den Massenmarkt kaum erschwinglich. Die Technologie basierte auf einem blau-violetten Laser mit einer Wellenlänge von 405 Nanometern, was eine deutlich höhere Datendichte als bei der DVD mit ihrem roten Laser (650 Nanometer) ermöglichte.
Trotz des Sieges im Formatkrieg konnte die Technologie den späteren Wandel hin zum rein digitalen Vertrieb nicht aufhalten. Während Blu-ray-Discs als Medium für Sammler von Filmen und Serien in hoher Bitrate weiterhin eine Nische besetzen, hat die Funktion des Selbstbrennens und Archivierens von TV-Inhalten fast vollständig an Bedeutung verloren.
Nutzt ihr noch physische Medien zur Archivierung oder habt ihr euch komplett auf Streaming verlegt? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in den Kommentaren mit der Community.
Siehe auch:
Das Aus für Sonys Blu-ray-Rekorder
Die Sony Corporation hat das endgültige Aus für ihre Blu-ray-Rekorder besiegelt. Das Unternehmen reagiert damit auf die massiven Veränderungen im Konsumverhalten der Nutzer, die sich zunehmend von physischen Speichermedien abwenden und Streaming-Diensten zuwenden. Wie der Konzern am Montag bekannt gab, werden die letzten Auslieferungen der Rekorder im Februar beginnen.Das bedeutet faktisch, dass nur noch Lagerbestände abverkauft werden und keine neuen Geräte mehr in den Handel gelangen. Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte Sony die Produktion der Hardware sowie der beschreibbaren Rohlinge eingestellt, womit das Ende der Sparte bereits vorprogrammiert war.
Wichtig ist hier allerdings die Unterscheidung zwischen Rekordern und reinen Abspielgeräten. Während die Rekorder-Sparte, die vor allem in Japan traditionell für das Aufzeichnen von TV-Programmen genutzt wurde, komplett wegfällt, werden reine Blu-ray- und 4K-Player vorerst weiterhin ausgeliefert. Das Unternehmen betonte, dass es keinen direkten Nachfolger für die eingestellten Modellreihen geben wird. Zu den betroffenen Geräten zählen unter anderem Modelle wie der BDZ-ZW1900 aus dem Jahr 2024 sowie diverse Serien aus dem Jahr 2023.
Wie Mainichi Shimbun berichtet, ist der Rückzug eine direkte Folge der weitverbreiteten Verfügbarkeit von Streaming-Diensten, die die Nachfrage erstickt haben. Die Nachfrage nach den Speichermedien ist zuletzt stetig gesunken, da Video-Streaming-Dienste wie Netflix und das japanische TVer aufgekommen sind. Daten der Japan Electronics and Information Technology Industries Association zeigen zudem, dass die inländischen Auslieferungen von Blu-ray-Rekordern von einem Höchststand von 6,39 Millionen Einheiten im Jahr 2011 auf weniger als zehn Prozent dieses Wertes, nämlich 620.000 Einheiten, im Jahr 2025 gefallen sind.
Die Geschichte dieser Geräteklasse bei Sony reicht weit zurück. Im April 2003 brachte der Konzern mit dem BDZ-S77 den weltweit ersten Blu-ray-Rekorder auf den japanischen Markt. Das Gerät war damals eine technologische Sensation, aber mit einem Preis von 450.000 Yen (etwa 2427 Euro) für den Massenmarkt kaum erschwinglich. Die Technologie basierte auf einem blau-violetten Laser mit einer Wellenlänge von 405 Nanometern, was eine deutlich höhere Datendichte als bei der DVD mit ihrem roten Laser (650 Nanometer) ermöglichte.
Sieg gegen HD DVD
Das Format musste sich in den ersten Jahren gegen starke Konkurrenz durchsetzen. In einem erbitterten Formatkrieg trat die Blu-ray Disc gegen die von Toshiba entwickelte HD DVD an. Entscheidend für den Sieg der Blu-ray war unter anderem die Integration des Laufwerks in die PlayStation 3. Das machte die Konsole zu einem der günstigsten Blu-ray-Player auf dem Markt und sorgte für eine schnelle Verbreitung der Technologie in den Wohnzimmern. Im Jahr 2008 gab Toshiba schließlich auf, womit sich Sonys Format als Standard für hochauflösende physische Medien etablierte.Trotz des Sieges im Formatkrieg konnte die Technologie den späteren Wandel hin zum rein digitalen Vertrieb nicht aufhalten. Während Blu-ray-Discs als Medium für Sammler von Filmen und Serien in hoher Bitrate weiterhin eine Nische besetzen, hat die Funktion des Selbstbrennens und Archivierens von TV-Inhalten fast vollständig an Bedeutung verloren.
Nutzt ihr noch physische Medien zur Archivierung oder habt ihr euch komplett auf Streaming verlegt? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in den Kommentaren mit der Community.
Zusammenfassung
- Sony beendet Produktion von Blu-ray-Rekordern aufgrund des Streaming-Booms
- Ab Februar 2026 werden nur noch vorhandene Lagerbestände verkauft
- Reine Blu-ray- und 4K-Player bleiben vorerst weiter im Sortiment
- Der erste Blu-ray-Rekorder von Sony kam 2003 für etwa 2427 Euro auf den Markt
- Absatz sank von 6,39 Millionen Einheiten im Jahr 2011 auf 620000 im Jahr 2025
- Blu-ray setzte sich gegen HD DVD durch, vor allem dank der PlayStation 3
- Selbstbrennen und Archivieren von TV-Inhalten hat fast komplett an Bedeutung verloren
Siehe auch:
- Nach Windows-10-Ende: Japaner kaufen massenhaft Blu-ray-Laufwerke
- Ex-PS-Manager erklärt, warum Sony auch die PS 6 mit Blu-ray bringt
- Blu-ray, DVD & Co: Verbatim will auch weiter optische Medien liefern
- Aus für Blu-ray: Sony stellt Produktion im Februar 2025 endgültig ein
- LG macht Schluss: Produktion von Blu-ray-Playern läuft aus
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