Frankreich und der Jugendschutz:
Droht ein Verbot von VPNs?
In Frankreich steht die Regierung kurz vor der Einführung eines Mindestalters für die Nutzung von sozialen Netzwerken in Höhe von 15 Jahren. Weil VPNs dazu verwendet werden können, derartige Maßnahmen zu umgehen, geraten sie jetzt ebenfalls ins Visier einiger Politiker.
Die Plattformen sollen gezwungen werden, eine Altersprüfung der Nutzer vorzunehmen, wobei sich nur Personen anmelden können sollen, die mindestens 15 Jahre alt sind. In einem Interview mit dem Fernsehsender FranceInfo hat die seit 2025 tätige Ministerin für Künstliche Intelligenz und Digitale Dienste, Anne Le Hénanff, jetzt deutlich gemacht, dass man mittelfristig auch die Nutzung von Virtual Private Networks (VPNs) prüfen will.
Sie erklärte, dass man mit der Einführung eines Mindestalters für die Nutzung von Social-Media-Diensten schon mal einen großen Schritt macht, was den Jugendschutz angeht. Damit würden 70 bis 80 Prozent der jungen Menschen besser vor den negativen Auswirkungen wie einer möglichen Abhängigkeit geschützt.
VPNs seien aber der nächste Punkt auf ihrer Liste, so Le Hénanff in dem Gespräch, womit sie klar machte, dass man das Thema zu einem späteren Zeitpunkt angehen will. Zuvor war sie von dem Moderator des Senders gefragt worden, wie sie die Möglichkeiten einschätze, dass Kinder und Jugendliche die neuen Vorgaben mithilfe eines VPNs umgehen könnten.
Le Hénanff sagte als Reaktion darauf auch, dass es wohl eher unwahrscheinlich sei, dass Kinder im Alter ab etwa acht Jahren tatsächlich mit VPNs beschäftigen würden, um sich auf diesem Weg Zugriff auf bestimmte Webdienste zu verschaffen. Kritiker sehen in den neuen Vorschriften, die zumindest offiziell stets im Namen des Jugendschutzes geschaffen werden, eine Entwicklung zu einer staatlichen Überwachung des Internets und zu autoritären Regierungsformen.
Siehe auch:
Mindestalter für soziale Medien noch im Sommer geplant
Die französische Regierung versucht derzeit, noch vor Beginn des neuen Schuljahres gegen Ende des Sommers ein neues Gesetz auf den Weg zu bringen, das den Zugang zu sozialen Netzwerken und ähnlichen Plattformen wie Facebook, X (Twitter), TikTok & Co. für Minderjährige stark einschränken soll.Die Plattformen sollen gezwungen werden, eine Altersprüfung der Nutzer vorzunehmen, wobei sich nur Personen anmelden können sollen, die mindestens 15 Jahre alt sind. In einem Interview mit dem Fernsehsender FranceInfo hat die seit 2025 tätige Ministerin für Künstliche Intelligenz und Digitale Dienste, Anne Le Hénanff, jetzt deutlich gemacht, dass man mittelfristig auch die Nutzung von Virtual Private Networks (VPNs) prüfen will.
Sie erklärte, dass man mit der Einführung eines Mindestalters für die Nutzung von Social-Media-Diensten schon mal einen großen Schritt macht, was den Jugendschutz angeht. Damit würden 70 bis 80 Prozent der jungen Menschen besser vor den negativen Auswirkungen wie einer möglichen Abhängigkeit geschützt.
VPNs seien aber der nächste Punkt auf ihrer Liste, so Le Hénanff in dem Gespräch, womit sie klar machte, dass man das Thema zu einem späteren Zeitpunkt angehen will. Zuvor war sie von dem Moderator des Senders gefragt worden, wie sie die Möglichkeiten einschätze, dass Kinder und Jugendliche die neuen Vorgaben mithilfe eines VPNs umgehen könnten.
Le Hénanff sagte als Reaktion darauf auch, dass es wohl eher unwahrscheinlich sei, dass Kinder im Alter ab etwa acht Jahren tatsächlich mit VPNs beschäftigen würden, um sich auf diesem Weg Zugriff auf bestimmte Webdienste zu verschaffen. Kritiker sehen in den neuen Vorschriften, die zumindest offiziell stets im Namen des Jugendschutzes geschaffen werden, eine Entwicklung zu einer staatlichen Überwachung des Internets und zu autoritären Regierungsformen.
Zusammenfassung
- Frankreich plant Mindestalter von 15 Jahren für soziale Netzwerke
- Gesetz soll noch vor dem neuen Schuljahr im Spätsommer eingeführt werden
- Plattformen müssen künftig eine Altersprüfung ihrer Nutzer durchführen
- Ministerin Le Hénanff sieht VPNs als nächstes Regulierungsziel
- Die Maßnahmen sollen 70 bis 80 Prozent der Jugendlichen besser schützen
- Regierung bezweifelt, dass jüngere Kinder VPNs zur Umgehung nutzen
- Kritiker befürchten zunehmende staatliche Überwachung des Internets
Siehe auch:
- Teure Folgen: Juristischer Streit um VPNs und territoriale Lizenzen
- Windows 11: Jüngste Updates können VPN-Verbindungen stören
- Direkt im Browser integriert: Mozilla testet kostenlosen Firefox VPN
- YouTube Premium: Härtere Regeln gegen VPN-Nutzer ab September
- Britische Regierung: Kinder sollen gefälligst keine VPNs nutzen
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