Direkt im Browser integriert:
Mozilla testet kostenlosen Firefox VPN

Mozilla startet ein zweites VPN-Projekt - diesmal kostenlos und nur für Firefox. Während das kostenpflichtige Mozilla VPN ganze Geräte schützt, beschränkt sich die neue Firefox VPN-Version auf den Brow­ser. Aktuell läuft die Beta-Phase, eine Ausweitung ist denkbar.
Datenschutz, Privatsphäre, Vpn, Virtual Private Network, VPN-Anbieter

Mozilla testet kostenlosen Browser-VPN

Mozilla hat die Beta-Testphase für Firefox VPN gestartet, ein kostenloses VPN-Feature, das direkt in den Firefox-Browser integriert werden soll. Das Unternehmen wählt über die kommenden Monate zufällig Nutzer für die Testphase aus, wie aus einem Beitrag auf Mozilla Connect, der Ideenaustausch-Plattform des Unternehmens, hervorgeht.

Das neue Feature positioniert sich neben der Suchleiste in Firefox und leitet den Web-Traffic durch Mozilla-verwaltete VPN-Server. Dadurch wird die echte IP-Adresse verborgen und eine Verschlüsselungsebene für die Kommunikation hinzugefügt. Firefox VPN verschlüsselt und routet ausschließlich den Traffic, der durch Firefox läuft, anstatt das gesamte Gerät zu schützen. 20 Jahre FirefoxDas kostenlose Firefox VPN wird einfach über die Menüleiste aktiviert

Unterschiede zum kostenpflichtigen Mozilla VPN

Firefox VPN ist ein völlig anderes Projekt als Mozilla VPN, ein separates, kostenpflichtiges Produkt. Die Firefox-Version wird kostenlos nutzbar sein und auf den Browser beschränkt bleiben, während Mozilla VPN auf bis zu fünf Geräten gleichzeitig verwendet werden kann. Mozilla VPN kostet mindestens 4,99 Euro monatlich und bietet vollständigen Geräteschutz für bis zu fünf Geräte auf allen wichtigen Betriebssystemen.

Ein Mozilla-Mitarbeiter des Produktteams erklärte zum anstehenden Beta-Test: "Wir werden einfach anfangen und dann schrittweise neue Funktionen hinzufügen, während wir lernen, wie sich das auf das Browsen, die Nutzung und die allgemeine Zufriedenheit auswirkt." Das Unternehmen plant also, mit einem grundlegenden VPN-Service zu beginnen und die Funktion dann basierend auf Nutzerfeedback weiterzuentwickeln.


Eingeschränkte Serverauswahl

Die kleine Gruppe von Firefox-Nutzern, die für das Feature ausgewählt wird, benötigt ein Mozilla-Konto. Der VPN-Standort wird standardmäßig auf den Server mit der besten Leistung eingestellt. Das bedeutet, dass US-Nutzer auf US-Server zugreifen werden. Mozilla hat nicht angegeben, ob geplant ist, Nutzern später in der Beta-Phase oder bei der offiziellen Einführung die Wahl des VPN-Server-Standorts zu ermöglichen.

Bezüglich der Datensammlung speichert Mozilla Nutzerlogs drei Monate lang und sammelt ausschließlich "die technischen Daten, die nötig sind, um Firefox VPN zuverlässig und sicher zu halten". Beispielsweise könnte protokolliert werden, ob eine Verbindung erfolgreich war oder fehlgeschlagen ist, oder dass ein Konto an einem bestimmten Tag zwei GB Daten verwendet hat.

Nach drei Monaten werden mit dem Konto verknüpfte Logs automatisch gelöscht. Mozilla wird jedoch niemals die besuchten Websites oder den Inhalt der Kommunikation protokollieren - so das Unternehmen. Mozilla folgt mit diesem Ansatz einer ähnlichen Strategie wie Opera, das seit Jahren einen integrierten VPN anbietet.

Was haltet ihr von Mozillas neuem Firefox VPN? Seht ihr darin eine sinnvolle Ergänzung oder bevorzugt ihr separate VPN-Lösungen?

Download Mozilla Firefox - Open-Source-Webbrowser
Zusammenfassung
  • Mozilla testet kostenloses VPN im Firefox-Browser
  • Feature verschlüsselt nur Firefox-Traffic und verbirgt IP-Adressen
  • Unterscheidet sich vom kostenpflichtigen Mozilla VPN Komplettpaket
  • Zufällig ausgewählte Testnutzer benötigen Mozilla-Konto
  • Nutzungsdaten für drei Monate gespeichert, keine Inhaltsprotokollierung
  • Schrittweise Weiterentwicklung basierend auf Nutzerfeedback geplant

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