Russische Armee testete bizarre Pinguin-Tarnung - mit tödlichen Folgen
Um für Infrarot unsichtbar zu werden, setzen russische Einheiten auf voluminöse Isolationsanzüge. Was in der Theorie Tarnung verspricht, endet in der Praxis fatal: Die Montur schränkt Bewegungen ein und macht die Soldaten erst recht für Drohnen sichtbar.
Aufnahmen der 120. Brigade der ukrainischen Territorialverteidigung dokumentierten Soldaten, die in riesigen, unförmigen weißen Schutzanzügen das Gelände durchquerten. Aufgrund ihrer watschelnden Gangart und der bizarren Silhouette etablierte sich schnell die Bezeichnung Pinguin für diese Truppen. Das Ziel der voluminösen Hüllen ist die thermische Abschirmung, um für Infrarotsensoren (IR) unsichtbar zu werden.
Die praktische Umsetzung scheitert jedoch oft an elementarer Physik und Ergonomie. Damit eine Tarnung im Infrarotbereich funktioniert, muss sie die vom Körper abgestrahlte Wärmeenergie isolieren oder streuen. Das führt bei den improvisierten Pinguin-Anzügen zu einem massiven Hitzestau im Inneren, was die physische Leistungsfähigkeit der Träger schnell herabsetzt und Schutzbrillen beschlagen lässt.
Zudem schränken die übergroßen Dimensionen die Bewegungsfreiheit drastisch ein. Ein schnelles Ausweichen bei Beschuss wird fast unmöglich. Hinzu kommt das visuelle Spektrum: Schwarze Ausrüstungsgegenstände oder Waffen heben sich kontrastreich von der weißen Tarnung ab und machen die Soldaten für optische Kameras trotz aller Bemühungen leicht erkennbar.
Wie Defense Blog schreibt, folgt der Einsatz dieser unausgereiften Ausrüstung einem bekannten Muster. Das Portal führt aus, dass russische Einheiten experimentelle Systeme direkt an der Frontlinie testen würden, ohne dass diese vorherigen Prüfverfahren unterzogen wurden. Die Soldaten fungieren dabei faktisch als Testsubjekte unter scharfen Kampfbedingungen.
Ukrainische Militärquellen bestätigten gegenüber der Publikation, dass die Tarnung in der Praxis oft versagte. Anstatt mit der Umgebung zu verschmelzen, zogen die unförmigen Gestalten die Aufmerksamkeit der Drohnenpiloten erst recht auf sich - mit tödlichen Folgen, wie man in Videos sehen kann (Achtung, Trigger-Warnung: Krieg und Tod).
Das Problem liegt jedoch in der fehlenden Konvektion und der Komplexität moderner Aufklärung. Billige Folien knistern, glänzen oft im UV-Licht und besitzen keine strukturbrechenden Eigenschaften. Selbst wenn die thermische Signatur kurzzeitig unterdrückt würde, verraten sich die Einheiten durch ihre Interaktion mit der Umwelt. Ukrainische Drohnenpiloten haben ihre Taktik längst angepasst und achten verstärkt auf indirekte Spuren.
Ein entscheidender Faktor ist hierbei der Schnee selbst. Komprimierter Schnee in Fußstapfen besitzt eine andere Dichte als die lockere Umgebung. Das verändert die thermische Trägheit und die Lichtreflexion. Ein Pfad aus Fußspuren erscheint im Wärmebild oft als kontrastreiche Linie, die direkt zum Versteck der Soldaten führt.
Da Drohnenteams meist simultan visuelle und thermische Kanäle nutzen, bleiben Versuche, nur einen Spektralbereich zu täuschen, wirkungslos. Das Resultat ist, dass die Soldaten in ihrer Pinguin-Montur trotz der Isolierungsversuche präzise lokalisiert und bekämpft werden können.
Glaubt ihr, dass solche Low-Tech-Lösungen gegen moderne Sensortechnik überhaupt eine Chance haben? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Improvisierte Tarnung gegen Drohnen
Die Überlebensfähigkeit auf dem modernen Schlachtfeld hängt maßgeblich davon ab, unentdeckt zu bleiben. Im Ukraine-Krieg stehen russische Infanteristen unter ständiger Beobachtung durch hochauflösende Drohnenoptiken. Um der Erfassung durch Wärmebildkameras zu entgehen, griffen Einheiten zuletzt zu extremen und sicherlich auch kuriosen Mitteln.Aufnahmen der 120. Brigade der ukrainischen Territorialverteidigung dokumentierten Soldaten, die in riesigen, unförmigen weißen Schutzanzügen das Gelände durchquerten. Aufgrund ihrer watschelnden Gangart und der bizarren Silhouette etablierte sich schnell die Bezeichnung Pinguin für diese Truppen. Das Ziel der voluminösen Hüllen ist die thermische Abschirmung, um für Infrarotsensoren (IR) unsichtbar zu werden.
Die praktische Umsetzung scheitert jedoch oft an elementarer Physik und Ergonomie. Damit eine Tarnung im Infrarotbereich funktioniert, muss sie die vom Körper abgestrahlte Wärmeenergie isolieren oder streuen. Das führt bei den improvisierten Pinguin-Anzügen zu einem massiven Hitzestau im Inneren, was die physische Leistungsfähigkeit der Träger schnell herabsetzt und Schutzbrillen beschlagen lässt.
Zudem schränken die übergroßen Dimensionen die Bewegungsfreiheit drastisch ein. Ein schnelles Ausweichen bei Beschuss wird fast unmöglich. Hinzu kommt das visuelle Spektrum: Schwarze Ausrüstungsgegenstände oder Waffen heben sich kontrastreich von der weißen Tarnung ab und machen die Soldaten für optische Kameras trotz aller Bemühungen leicht erkennbar.
Wie Defense Blog schreibt, folgt der Einsatz dieser unausgereiften Ausrüstung einem bekannten Muster. Das Portal führt aus, dass russische Einheiten experimentelle Systeme direkt an der Frontlinie testen würden, ohne dass diese vorherigen Prüfverfahren unterzogen wurden. Die Soldaten fungieren dabei faktisch als Testsubjekte unter scharfen Kampfbedingungen.
Ukrainische Militärquellen bestätigten gegenüber der Publikation, dass die Tarnung in der Praxis oft versagte. Anstatt mit der Umgebung zu verschmelzen, zogen die unförmigen Gestalten die Aufmerksamkeit der Drohnenpiloten erst recht auf sich - mit tödlichen Folgen, wie man in Videos sehen kann (Achtung, Trigger-Warnung: Krieg und Tod).
Physik: Sensorik trifft auf Isolierung
Der technische und ökonomische Hintergrund dieser Improvisationen ist signifikant. Während professionelle multispektrale Tarnsysteme oft Tausende Dollar pro Garnitur kosten, greifen die russischen Truppen auf Billiglösungen zurück. Zum Einsatz kommen Thermoponchos für etwa 75 Dollar oder sogar zweckentfremdete Toilettenzelte für 40 Dollar. Diese bestehen häufig aus Mylar-ähnlichen Materialien, wie sie auch in zivilen Rettungsdecken verwendet werden. Das Prinzip basiert auf der Reflexion der körpereigenen Infrarotstrahlung nach innen. Theoretisch sollte die Außenhaut des Anzugs dadurch die Umgebungstemperatur annehmen.Das Problem liegt jedoch in der fehlenden Konvektion und der Komplexität moderner Aufklärung. Billige Folien knistern, glänzen oft im UV-Licht und besitzen keine strukturbrechenden Eigenschaften. Selbst wenn die thermische Signatur kurzzeitig unterdrückt würde, verraten sich die Einheiten durch ihre Interaktion mit der Umwelt. Ukrainische Drohnenpiloten haben ihre Taktik längst angepasst und achten verstärkt auf indirekte Spuren.
Ein entscheidender Faktor ist hierbei der Schnee selbst. Komprimierter Schnee in Fußstapfen besitzt eine andere Dichte als die lockere Umgebung. Das verändert die thermische Trägheit und die Lichtreflexion. Ein Pfad aus Fußspuren erscheint im Wärmebild oft als kontrastreiche Linie, die direkt zum Versteck der Soldaten führt.
Da Drohnenteams meist simultan visuelle und thermische Kanäle nutzen, bleiben Versuche, nur einen Spektralbereich zu täuschen, wirkungslos. Das Resultat ist, dass die Soldaten in ihrer Pinguin-Montur trotz der Isolierungsversuche präzise lokalisiert und bekämpft werden können.
Glaubt ihr, dass solche Low-Tech-Lösungen gegen moderne Sensortechnik überhaupt eine Chance haben? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Russische Soldaten nutzen voluminöse weiße Anzüge gegen Infraroterkennung
- Die sogenannten Pinguin-Anzüge behindern die Bewegungsfreiheit erheblich
- Hitzestau im Inneren des Anzugs reduziert die Leistungsfähigkeit
- Schwarze Ausrüstungsgegenstände kontrastieren stark mit der weißen Tarnung
- Russland testet experimentelle Systeme direkt an der Frontlinie
- Anstatt zu tarnen ziehen die unförmigen Gestalten mehr Aufmerksamkeit auf sich
- Billige Materialien wie Thermoponchos oder Toilettenzelte finden Verwendung
- Fußspuren im Schnee verraten die Position trotz thermischer Abschirmung
Siehe auch:
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