Nvidia-Chefs sollen Nutzung illegaler Kopien für die KI genehmigt haben
Bei Nvidia soll man zum Training von KI-Modellen nicht nur auf illegale Kopien von Millionen Büchern zurückgegriffen haben. Das Management habe sogar aktiv Kontakt zu den Betreibern einer Schattenbibliothek aufgenommen, um an die Inhalte zu kommen.
Nvidia zählt zu den größten Profiteuren des anhaltenden KI-Booms. Die Nachfrage nach spezialisierten Hochleistungsprozessoren für maschinelles Lernen und Rechenzentren hat die Umsätze des Unternehmens in den vergangenen Jahren stark ansteigen lassen. Parallel dazu entwickelt der Konzern eigene große Sprachmodelle wie NeMo, Megatron oder Retro-48B, die mit riesigen Datenmengen trainiert werden.
Genau hier setzt die Kritik der Kläger an. Bereits Anfang 2024 hatten Autoren Nvidia verklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, urheberrechtlich geschützte Werke aus der sogenannten Books3-Datenbank genutzt zu haben. Der Konzern verteidigte sich damals mit dem Argument der "Fair Use"-Regelung und erklärte, Texte würden für KI-Systeme lediglich als statistische Muster dienen.
Anna's Archive soll dem Konzern daraufhin Zugriff auf bis zu 500 Terabyte Daten angeboten haben, darunter Millionen Bücher, die sonst nur über eingeschränkte digitale Leihsysteme zugänglich sind. Ob Nvidia für diesen Zugang bezahlt hat, bleibt unklar. Zusätzlich werfen die Autoren dem Unternehmen vor, auch Inhalte von LibGen, Sci-Hub und Z-Library genutzt zu haben.
Brisant ist zudem der Vorwurf, Nvidia habe seinen Geschäftskunden Werkzeuge bereitgestellt, mit denen diese selbst auf problematische Datensätze wie "The Pile" zugreifen konnten. Damit, so die Kläger, habe der Konzern nicht nur selbst Urheberrechte verletzt, sondern auch indirekt davon profitiert.
Siehe auch:
Sammelklage wird verschärft
Das wird dem Unternehmen zumindest in einer Sammelklage vorgeworfen, hinter der sich diverse Autoren versammeln, deren Werke von der Sache betroffen sind. Interne Dokumente sollen demnach belegen, dass Nvidia-Führungskräfte direkten Kontakt zu "Anna's Archive" aufgenommen habe, um sich Zugang zu deren umfangreichen Datensammlungen zu verschaffen, wie aus einem Bericht des Magazins Torrent Freak hervorgeht.Nvidia zählt zu den größten Profiteuren des anhaltenden KI-Booms. Die Nachfrage nach spezialisierten Hochleistungsprozessoren für maschinelles Lernen und Rechenzentren hat die Umsätze des Unternehmens in den vergangenen Jahren stark ansteigen lassen. Parallel dazu entwickelt der Konzern eigene große Sprachmodelle wie NeMo, Megatron oder Retro-48B, die mit riesigen Datenmengen trainiert werden.
Genau hier setzt die Kritik der Kläger an. Bereits Anfang 2024 hatten Autoren Nvidia verklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, urheberrechtlich geschützte Werke aus der sogenannten Books3-Datenbank genutzt zu haben. Der Konzern verteidigte sich damals mit dem Argument der "Fair Use"-Regelung und erklärte, Texte würden für KI-Systeme lediglich als statistische Muster dienen.
Flossen auch Gelder?
Die nun eingereichte, deutlich ausgeweitete Klageschrift zeichnet jedoch ein schärferes Bild. Demnach habe ein Mitglied von Nvidias Datenteam Annas Archive kontaktiert, um Informationen über einen schnellen Zugriff auf deren Bestände zu erhalten. Die Plattform, die für ihre offenen Hinweise auf die Rechtswidrigkeit ihrer Inhalte bekannt ist, habe Nvidia daraufhin ausdrücklich auf die illegale Herkunft der Daten aufmerksam gemacht und nach einer internen Genehmigung gefragt. Laut den Klägern sei diese Genehmigung nur wenige Tage später erteilt worden.Anna's Archive soll dem Konzern daraufhin Zugriff auf bis zu 500 Terabyte Daten angeboten haben, darunter Millionen Bücher, die sonst nur über eingeschränkte digitale Leihsysteme zugänglich sind. Ob Nvidia für diesen Zugang bezahlt hat, bleibt unklar. Zusätzlich werfen die Autoren dem Unternehmen vor, auch Inhalte von LibGen, Sci-Hub und Z-Library genutzt zu haben.
Brisant ist zudem der Vorwurf, Nvidia habe seinen Geschäftskunden Werkzeuge bereitgestellt, mit denen diese selbst auf problematische Datensätze wie "The Pile" zugreifen konnten. Damit, so die Kläger, habe der Konzern nicht nur selbst Urheberrechte verletzt, sondern auch indirekt davon profitiert.
Zusammenfassung
- Nvidia-Management soll aktiv Kontakt zu Schatten-Bibliothek aufgenommen haben
- Sammelklage von Autoren behauptet illegale Nutzung von Millionen Büchern
- Interne Dokumente belegen angeblich direkte Kontakte zu Annas Archive
- Nvidia verteidigte sich früher mit dem Argument der Fair-Use-Regelungen
- Plattform soll auf Rechtswidrigkeit der angebotenen Inhalte hingewiesen haben
- Anna's Archive bot dem Konzern angeblich Zugriff auf 500 Terabyte Daten
- Brisant: Nvidia soll auch Kunden Werkzeuge für problematische Datensätze geboten haben
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