Faire Bezahlung für Inhalte zum KI-Training? Microsoft plant Marktplatz
Bisher erhalten nur wenige Verlage überhaupt Geld dafür, dass ihre Inhalte verwendet werden, um KI-Modelle zu füttern. Microsoft will nun offenbar eine Art Marktplatz einführen, auf dem Website-Betreiber und Verlage ihre Inhalte für das KI-Training verkaufen können.
Teilweise wurden aber auch schon Deals geschlossen, bei denen Verlage den KI-Anbietern explizit ermöglichen, auf teils über Jahrzehnte aufgebaute Archive zuzugreifen. Microsoft will diesen Ansatz jetzt offenbar ein Stück weiter treiben, plant der Konzern doch einen sogenannten Publisher Content Marketplace (PCM), über den Verlagsinhalte an KI-Firmen verkauft werden können.
Laut dem Magazin Axios laufen derzeit bereits Verhandlungen zwischen dem Softwaregiganten und ausgesuchten US-Verlagen. Anfangs will man den PCM nur für bestimmte Verlage öffnen, wobei später eine Ausweitung angedacht ist. Entsprechende Vorschläge wurden von Microsoft angeblich bei einem nur auf Einladung zugänglichen Partner-Treffen in Monaco in der letzten Woche gemacht.
Die Verlage sollten "für die Qualität ihres geistigen Eigentums bezahlt" werden, so die Redmonder in ihrem Werben um die großen Publisher. Noch soll es keinen Zeitplan für die offizielle Einführung von Microsofts "Content-Marktplatz" geben. Microsoft wäre der erste KI-Anbieter, der einen solchen Marktplatz schafft, während die anderen Anbieter höchstens auf individuelle Abkommen mit einzelnen Verlagen setzen - und sich ansonsten wohl weiterhin frei bedienen, ohne auf Urheberrechte anderer in irgendeiner Form Rücksicht zu nehmen.
Siehe auch:
Bisher bedienen sich die KI-Anbieter, wie sie wollen
In vielen Fällen bedienen sich die Betreiber von KI-Diensten einfach ohne nachzufragen an Inhalten aus dem Web und anderen Quellen. Dabei beruft man sich meist auf das "Fair Use"-Prinzip, selbst wenn die eigenen Services nur gegen Geld genutzt werden können. Zuletzt hatte dies eine Vielzahl von Klagen großer Verlage und bekannter Autoren gegen Firmen wie Microsoft, OpenAI, Perplexity, Google und Anthropic zur Folge.Teilweise wurden aber auch schon Deals geschlossen, bei denen Verlage den KI-Anbietern explizit ermöglichen, auf teils über Jahrzehnte aufgebaute Archive zuzugreifen. Microsoft will diesen Ansatz jetzt offenbar ein Stück weiter treiben, plant der Konzern doch einen sogenannten Publisher Content Marketplace (PCM), über den Verlagsinhalte an KI-Firmen verkauft werden können.
Laut dem Magazin Axios laufen derzeit bereits Verhandlungen zwischen dem Softwaregiganten und ausgesuchten US-Verlagen. Anfangs will man den PCM nur für bestimmte Verlage öffnen, wobei später eine Ausweitung angedacht ist. Entsprechende Vorschläge wurden von Microsoft angeblich bei einem nur auf Einladung zugänglichen Partner-Treffen in Monaco in der letzten Woche gemacht.
Die Verlage sollten "für die Qualität ihres geistigen Eigentums bezahlt" werden, so die Redmonder in ihrem Werben um die großen Publisher. Noch soll es keinen Zeitplan für die offizielle Einführung von Microsofts "Content-Marktplatz" geben. Microsoft wäre der erste KI-Anbieter, der einen solchen Marktplatz schafft, während die anderen Anbieter höchstens auf individuelle Abkommen mit einzelnen Verlagen setzen - und sich ansonsten wohl weiterhin frei bedienen, ohne auf Urheberrechte anderer in irgendeiner Form Rücksicht zu nehmen.
Zusammenfassung
- Microsoft plant einen Publisher Content Marketplace für KI-Trainingsdaten
- Verlage sollen künftig für die Nutzung ihrer Inhalte beim KI-Training bezahlt werden
- Bisher nutzen KI-Anbieter Webinhalte meist ohne Erlaubnis unter Berufung auf Fair Use
- Zahlreiche Klagen großer Verlage gegen Microsoft, OpenAI und andere KI-Firmen
- Erste Gespräche mit US-Verlagen laufen bereits seit dem Partner-Treffen in Monaco
- Zunächst soll der Marktplatz nur für ausgewählte Verlage zugänglich sein
- Microsoft wäre der erste Anbieter mit einem systematischen Marktplatz für KI-Inhalte
Siehe auch:
- Mikrofluidik: Microsoft schafft "Durchbruch" bei Kühlung von KI-Chips
- Jetzt abschalten: LinkedIn teilt bald Daten automatisch mit Microsoft-KI
- Microsoft stopft Teams jetzt mit diversen KI-Agenten voll
- Fast wie Cheaten: Microsofts Xbox KI-Assistent startet für Windows
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Thema:
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