Niedlich, teuer und eher nutzlos:
Film-Roboter Wall-E wird jetzt real

Zeroth Robotics präsentiert auf der CES 2026 gleich fünf neue KI-Roboter für das Smart Home. Im Mittelpunkt stehen ein Las­ten­trä­ger mit Wall-E-Optik und ein kommunikativer Begleiter mit Google-Hirn, die beide auf das Premium-Segment abzielen.
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Zeroth Robotics

Zeroth: Neue Roboter mit Kettenantrieb

Das in Peking ansässige Robotik-Startup Zeroth Robotics nutzt die diesjährige CES 2026 in Las Vegas für die Vorstellung von gleich fünf neuen KI-Robotern. Im Fokus stehen dabei zwei Modelle, die den Sprung vom reinen Industriegerät zum Alltagshelfer im Smart Home schaffen sollen. Besonders der mobile Roboter W1 zieht die Blicke auf sich, da sein Design mit Kettenantrieb und kompaktem Rumpf unvermeidlich an den populären Filmcharakter Wall-E erinnert. Das Unternehmen zielt mit diesen Produkten vorerst auf den US-Markt, wo Vorbestellungen bereits im ersten Quartal 2026 starten sollen.

Das Modell W1 wird für 5599 Dollar (etwa 4800 Euro) angeboten und positioniert sich damit im Premium-Segment. Anders als sein filmisches Vorbild verzichtet die US-Version auf gelbe Farbe und ausdrucksstarke Augen zugunsten eines neutraleren, weiß-grauen Industriedesigns. Technisch setzt das Gerät auf ein duales Kettensystem, das ihm erlaubt, Hindernisse wie Gras, Kies und Steigungen im Garten problemlos zu bewältigen.

Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1

Mit einer Größe von etwa 57 Zentimetern und einem Eigengewicht von 20 Kilogramm ist der W1 in der Lage, Lasten von bis zu 50 Kilogramm zu transportieren. Für die Navigation nutzt der Roboter modernste Lidar-Sensoren sowie RGB-Kameras, um eine präzise Kartierung der Umgebung vorzunehmen.

Wie aus einer Pressemitteilung von Zeroth Robotics hervorgeht (via Interesting Engineering), ist der Funktionsumfang des W1 zum Start klar definiert, aber begrenzt. Das Unternehmen positioniert ihn weniger als vollwertigen Haushaltsbutler, der komplexe Aufgaben wie das Einräumen der Spülmaschine übernimmt, sondern eher als robusten Helfer für Transportaufgaben. Das Fehlen von Greifarmen unterscheidet ihn dabei maßgeblich von der Hollywood-Inspiration, was die Einsatzmöglichkeiten auf das Tragen und Schieben beschränkt.

Die Kernfunktionen des W1 im Überblick:

  • Transport: Beförderung von Gegenständen bis 50 kg im Haus oder Garten
  • Mobilität: Maximale Geschwindigkeit von 0,5 Metern pro Sekunde (ca. 1,8 km/h)
  • Interaktion: Host-Funktion für Spiele und Fotografie mittels 13-Megapixel-Kamera
  • Folge-Modus: Der Roboter kann seinem Besitzer autonom folgen

M1: Kleiner Begleiter mit Google-Hirn

Neben dem geländegängigen W1 stellt Zeroth den deutlich kleineren M1 vor. Dieser rund 38 Zentimeter hohe Roboter ist primär als stationärer oder mobiler Begleiter im Haus konzipiert. Mit einem Preis von 2899 Dollar (rund 2500 Euro) ist er günstiger als der W1, liegt aber dennoch weit über dem Preisniveau gängiger Sprachassistenten. Das Herzstück des M1 bildet die Integration von Googles KI-Modell Gemini. Das System ermöglicht laut Hersteller flüssige, kontextbezogene Konversationen und soll weit über einfache Befehle wie das Stellen eines Timers hinausgehen.

Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1Zeroth Robotics M1 und W1

Das Einsatzgebiet des M1 umfasst Erinnerungen an Termine, die Überwachung von Räumen sowie eine Sturzerkennung, was ihn besonders für Seniorenhaushalte interessant machen soll. Ein durchaus interessantes technisches Detail ist die Balance-Technologie: Der auf zwei Rädern balancierende Roboter kann sich nach einem Umfallen selbstständig wieder aufrichten - sowohl auf dem Tisch als auch auf dem Boden.


Ein Nachteil könnte jedoch die begrenzte Laufzeit sein: Der Akku hält laut Herstellerangaben nur etwa zwei Stunden, bevor das Gerät eigenständig seine Ladestation ansteuern muss. Das schränkt den Radius für eine dauerhafte Begleitung im Alltag ein.

Während Zeroth Robotics mit diesen Modellen ambitionierte Ziele verfolgt, bleibt abzuwarten, wie sich die Geräte im Alltag bewähren. Die Kombination aus hohen Preisen und spezifischen Anwendungsfällen dürfte die Zielgruppe zunächst auf Technik-Enthusiasten beschränken. Kritiker könnten anmerken, dass die Mobilität des W1 zwar hoch ist, sein Arbeitstempo mit 1,8 km/h aber eher gemächlich ausfällt. Die Auslieferung des M1 ist für April 2026 geplant.

Würdet ihr euch einen Roboter wie den W1 oder M1 ins Haus holen oder ist euch die Technik noch zu unausgereift? Wir sind gespannt auf eure Perspektiven in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Zeroth Robotics stellt auf der CES 2026 fünf neue KI-Roboter vor
  • Der W1-Roboter erinnert optisch an Wall-E und kostet ca. 4800 Euro
  • W1 kann mit Kettenantrieb Hindernisse überwinden und bis zu 50 kg tragen
  • Der kleinere M1-Begleiter nutzt Googles KI-Modell Gemini für Gespräche
  • M1 kostet etwa 2500 Euro und kann sich nach einem Sturz selbst aufrichten
  • Die hohen Preise beschränken die Zielgruppe zunächst auf Tech-Enthusiasten
  • Die US-Vorbestellungen für die Premium-Roboter starten im ersten Quartal 2026

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