Landung 2028, Mondbasis 2030:
Trump möchte Weltraumvorherrschaft
US-Präsident Donald Trump hat per Dekret die Rückkehr zum Mond für das Jahr 2028 verbindlich angeordnet. Unter der Leitung des neuen NASA-Chefs Jared Isaacman soll zudem bis 2030 eine dauerhafte Basis mit nuklearer Energieversorgung entstehen.
Der neue NASA-Chef bringt umfangreiche Erfahrung aus der privaten Raumfahrt mit. Als CEO von Shift4 Payments finanzierte und leitete er das Polaris-Programm, in dessen Rahmen er mit der Mission "Polaris Dawn" den ersten privaten Weltraumspaziergang der Geschichte absolvierte. Nun steht er vor der Aufgabe, die Behörde effizienter zu gestalten.
Das Dekret weist die NASA an, innerhalb von 90 Tagen einen detaillierten Plan vorzulegen, wie die ambitionierten Ziele erreicht werden sollen. Gleichzeitig soll der NASA-Administrator zusammen mit dem Handelsministerium Beschaffungsprogramme identifizieren, die den Zeitplan oder das Budget um mehr als 30 Prozent überschreiten, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Ein technischer Schwerpunkt der neuen Agenda liegt auf der Energieversorgung im All. Das Weiße Haus fordert die Entwicklung und Bereitstellung von nuklearen Reaktoren für den Einsatz im Orbit und auf der Mondoberfläche. Ein solcher Reaktor soll bis 2030 startbereit sein, um die geplante Mondbasis mit Energie zu versorgen. Parallel dazu forciert die Regierung den Aufbau einer Raketenabwehr im Weltraum, die als Teil des sogenannten "Golden Dome"-Projekts bis 2028 prototypisch getestet werden soll. Das Projekt deutet auf eine zunehmende Militarisierung des zivilen Raumfahrtsektors hin.
Das ist wohl auch die größte Herausforderung für Isaacman: Das Programm hat bereits Unsummen verschlungen und wird voraussichtlich bis Ende 2025 Kosten von rund 93 Milliarden Dollar (etwa 79 Milliarden Euro) verursacht haben. Kritiker bemängeln, dass die SLS-Technologie veraltet sei und private Alternativen wie das Starship von SpaceX kosteneffizienter wären - eine Ansicht, die auch Isaacman in der Vergangenheit teilte.
Was Musk indes weniger gefallen wird: Während der Mond nun Priorität genießt, rückt der Mars in den Hintergrund. Obwohl das Dekret die Mondbasis als Sprungbrett für künftige Mars-Missionen bezeichnet, fehlt ein konkreter Zeitplan für den Roten Planeten. Berichten zufolge verlor Trump das Interesse an einer Mars-Mission, nachdem klar wurde, dass eine Landung während seiner zweiten Amtszeit unrealistisch ist.
Haltet ihr die Rückkehr zum Mond bis 2028 unter der neuen Führung für realistisch? Schreibt uns eure Meinung zu den ambitionierten Plänen und der nuklearen Ausrichtung in die Kommentare.
Artemis-Programm So kehrt die Menschheit zum Mond zurück
Siehe auch:
Dekret schreibt Mondlandung für 2028 fest
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag das Dekret "Ensuring American Space Superiority" ("Amerikanische Weltraumüberlegenheit sichern") unterzeichnet, welches die strategische Ausrichtung der US-Raumfahrt für die kommenden Jahre verbindlich festlegt. Das zentrale Element der Anordnung ist die Rückkehr von US-Astronauten auf die Mondoberfläche bis spätestens 2028. Darauf aufbauend soll bis zum Jahr 2030 eine dauerhafte Präsenz auf dem Erdtrabanten etabliert werden. Das Dekret folgte nur wenige Stunden auf die offizielle Vereidigung von Jared Isaacman als neuem NASA-Administrator.Der neue NASA-Chef bringt umfangreiche Erfahrung aus der privaten Raumfahrt mit. Als CEO von Shift4 Payments finanzierte und leitete er das Polaris-Programm, in dessen Rahmen er mit der Mission "Polaris Dawn" den ersten privaten Weltraumspaziergang der Geschichte absolvierte. Nun steht er vor der Aufgabe, die Behörde effizienter zu gestalten.
Das Dekret weist die NASA an, innerhalb von 90 Tagen einen detaillierten Plan vorzulegen, wie die ambitionierten Ziele erreicht werden sollen. Gleichzeitig soll der NASA-Administrator zusammen mit dem Handelsministerium Beschaffungsprogramme identifizieren, die den Zeitplan oder das Budget um mehr als 30 Prozent überschreiten, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Artemis 2: So soll die Test-Mission zum Mond aussehen
Raumfahrt wird Chefsache
Die neue Verfügung greift tief in die bisherigen Strukturen der US-Weltraumpolitik ein. Wie Bloomberg berichtet, sieht das Dekret unter anderem die Auflösung des National Space Council vor. Das Gremium, das Trump in seiner ersten Amtszeit noch wiederbelebt hatte, soll seine Befugnisse an das Office of Science and Technology Policy abgeben. Das Ziel dieser Maßnahme ist eine direktere Steuerung der Raumfahrtpolitik durch das Weiße Haus, anstatt die Verantwortung beim Vizepräsidenten zu belassen. Beobachter werten das als Zeichen dafür, dass Raumfahrt im Weißen Haus nun Chefsache ist.Ein technischer Schwerpunkt der neuen Agenda liegt auf der Energieversorgung im All. Das Weiße Haus fordert die Entwicklung und Bereitstellung von nuklearen Reaktoren für den Einsatz im Orbit und auf der Mondoberfläche. Ein solcher Reaktor soll bis 2030 startbereit sein, um die geplante Mondbasis mit Energie zu versorgen. Parallel dazu forciert die Regierung den Aufbau einer Raketenabwehr im Weltraum, die als Teil des sogenannten "Golden Dome"-Projekts bis 2028 prototypisch getestet werden soll. Das Projekt deutet auf eine zunehmende Militarisierung des zivilen Raumfahrtsektors hin.
Wettlauf mit China und Kostenexplosion
Der überaus ambitionierte Zeitplan ist geopolitisch motiviert. Die USA befinden sich in einem neuen Wettlauf zum Mond mit China, das eigene Pläne verfolgt, bis 2030 Taikonauten auf den Erdtrabanten zu entsenden. Das Artemis-Programm, welches auf der massiven SLS-Rakete (Space Launch System) und der Orion-Kapsel basiert, wurde in der Vergangenheit wegen hoher Kosten und Verzögerungen kritisiert.Das ist wohl auch die größte Herausforderung für Isaacman: Das Programm hat bereits Unsummen verschlungen und wird voraussichtlich bis Ende 2025 Kosten von rund 93 Milliarden Dollar (etwa 79 Milliarden Euro) verursacht haben. Kritiker bemängeln, dass die SLS-Technologie veraltet sei und private Alternativen wie das Starship von SpaceX kosteneffizienter wären - eine Ansicht, die auch Isaacman in der Vergangenheit teilte.
Was Musk indes weniger gefallen wird: Während der Mond nun Priorität genießt, rückt der Mars in den Hintergrund. Obwohl das Dekret die Mondbasis als Sprungbrett für künftige Mars-Missionen bezeichnet, fehlt ein konkreter Zeitplan für den Roten Planeten. Berichten zufolge verlor Trump das Interesse an einer Mars-Mission, nachdem klar wurde, dass eine Landung während seiner zweiten Amtszeit unrealistisch ist.
Haltet ihr die Rückkehr zum Mond bis 2028 unter der neuen Führung für realistisch? Schreibt uns eure Meinung zu den ambitionierten Plänen und der nuklearen Ausrichtung in die Kommentare.
Artemis-Programm So kehrt die Menschheit zum Mond zurück
Zusammenfassung
- Trump ordnet per Dekret US-Mondlandung bis 2028 und Mondbasis bis 2030 an
- Jared Isaacman als neuer NASA-Chef soll ehrgeizige Mondmission umsetzen
- Nuklearer Reaktor zur Energieversorgung der Mondbasis wird angestrebt
- Nationaler Weltraumrat wird aufgelöst, Raumfahrtpolitik wird zur Chefsache
- USA befinden sich in neuem Wettlauf zum Mond mit China bis 2030
- Artemis-Programm steht wegen hoher Kosten von etwa 93 Milliarden Dollar in Kritik
- Mars-Mission rückt trotz früherer Ambitionen in den Hintergrund
Siehe auch:
- NASA: Freiwillige Amateure sollen Artemis-2-Flug zum Mond tracken
- Artemis-Mission: NASA zeigt, wie man das Mond-Raumschiff Orion fliegt
- NASA verschiebt Mondlandung: Artemis-Missionen erst ab 2026
- Raumanzüge für Artemis-Mission: Der Teufel, äh, Astronaut trägt Prada
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