Qualcomms neue Budget-Smartphone-CPUs zeigen, wie hart 2026 wird
Qualcomm hat zwei neue ARM-Prozessoren für Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones auf Android-Basis vorgestellt. Weil die Gerätepreise dank der Speicherkrise im kommenden Jahr wohl steigen, dürften günstigere Modelle wieder attraktiver werden - Qualcomm liefert die passenden CPUs.
Beim Snapdragon 6s 4G Gen 2 handelt es sich um eine durchaus kuriose Mischung, mit der man aufstrebende Märkte bedienen will. Wie der Name bereits deutlich macht, verfügt der Chip nicht über 5G-Support, sondern kommt nur mit einem LTE-Modem daher. Abgesehen davon soll er aber durchaus gute Performance bieten.
Dies erklärt dann auch den Verzicht auf ein 5G-Modem. Abgesehen davon verfügt die Plattform über Unterstützung für bis zu 120 Hertz maximale Bildwiederholrate bei Full-HD-Auflösung. Außerdem werden maximal Kameras mit bis zu 108 Megapixeln unterstützt und Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 802.11ac sowie NFC-Suppot sind ebenfalls an Bord. Der Chip unterstützt außerdem LPDDR4X-RAM und per UFS 2.2 angebundenen Flash-Speicher.
Das Datenblatt hat sich offenbar nicht geändert. So wird hier wieder die gleiche Kombination aus zwei High-End-Kernen mit maximal 2,3 Gigahertz verwendet, die wie die sechs maximal 2,0 GHz schnellen Stromsparkerne bereits im Vorgängermodell ihren Dienst als Teil der Kryo-CPU tat. Erneut wird optional neben LPDDR4X-RAM auch LPDDR5 unterstützt.
Der Chip bietet außerdem ein 5G-Modem mit maximal 2,5 Gbps im Downstream, Support für Wi-Fi 5 (ac), Bluetooth 5.1, NFC, maximal 120 Hertz Bildwiederholrate, UFS 3.1 Flash-Speicher und maximale Kameraauflösungen von bis zu 108 Megapixeln. Auch die Fertigung bleibt gleich, läuft der Chip doch wieder mit einer Strukturbreite von 4 Nanometern vom Band.
Selbst ein Blick in die sonst durchaus aussagekräftigen Einträge diverser Import-Export-Datenbanken lässt keine Schlüsse darauf zu, was Qualcomm bei den neuen Chips denn nun abgesehen von den Namen und einer leicht erhöhten Taktung geändert haben sollte.
Vielleicht wird hier einfach die nüchterne Lage im Markt für günstige Smartphones deutlich: aufgrund der steigenden Komponentenkosten versucht man den Herstellern hier zumindest die Möglichkeit zu geben, mit der Verwendung vermeintlich neuer Chips Kaufanreize zu schaffen, während Performance und Ausstattung praktisch stagnieren.
Siehe auch:
Alte Hardware unter neuen Namen?
Der US-Chiphersteller Qualcomm baut nach der Einführung der High-End-Prozessoren Snapdragon 8 Elite Gen 5 und Snapdragon 8 Gen 5 sein Portfolio für das kommende Jahr auch in den günstigeren Preisklassen mit neuen Prozessoren aus. Der Snapdragon 6s 4G Gen 2 und der Snapdragon 4 Gen 4 bedienen vor allem das untere Ende des Marktes.Beim Snapdragon 6s 4G Gen 2 handelt es sich um eine durchaus kuriose Mischung, mit der man aufstrebende Märkte bedienen will. Wie der Name bereits deutlich macht, verfügt der Chip nicht über 5G-Support, sondern kommt nur mit einem LTE-Modem daher. Abgesehen davon soll er aber durchaus gute Performance bieten.
Ein bisschen mehr Geschwindigkeit
Der Chip ist im Grunde eine schnellere Version des Snapdragon 680 bzw. 685, bei der man die maximale Taktrate auf ganze 2,9 Gigahertz hochschraubt, was sich auch in der internen Modellnummer SM6225-AF im Datenblatt zeigt, die das neue Modell lediglich als höher getaktete Version des mittlerweile fünf Jahre alten SoCs ausweist.Dies erklärt dann auch den Verzicht auf ein 5G-Modem. Abgesehen davon verfügt die Plattform über Unterstützung für bis zu 120 Hertz maximale Bildwiederholrate bei Full-HD-Auflösung. Außerdem werden maximal Kameras mit bis zu 108 Megapixeln unterstützt und Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 802.11ac sowie NFC-Suppot sind ebenfalls an Bord. Der Chip unterstützt außerdem LPDDR4X-RAM und per UFS 2.2 angebundenen Flash-Speicher.
Snapdragon 4 Gen 4 ganz ohne Neuerungen?
Der Snapdragon 4 Gen 4 ist ebenfalls "nur" eine aufgebohrte Version seines Vorgängers, bei der Qualcomm bei genauerem Hinsehen wohl nur Detailverbesserungen vornimmt - und die Generationsbezeichnung mal eben um zwei Stufen hochschraubt. Die interne Modellnummer lautet wie schon beim direkten Vorgänger Snapdragon 4 Gen 2 wieder SM4450, bekommt aber hier den Zusatz "AF".Das Datenblatt hat sich offenbar nicht geändert. So wird hier wieder die gleiche Kombination aus zwei High-End-Kernen mit maximal 2,3 Gigahertz verwendet, die wie die sechs maximal 2,0 GHz schnellen Stromsparkerne bereits im Vorgängermodell ihren Dienst als Teil der Kryo-CPU tat. Erneut wird optional neben LPDDR4X-RAM auch LPDDR5 unterstützt.
Der Chip bietet außerdem ein 5G-Modem mit maximal 2,5 Gbps im Downstream, Support für Wi-Fi 5 (ac), Bluetooth 5.1, NFC, maximal 120 Hertz Bildwiederholrate, UFS 3.1 Flash-Speicher und maximale Kameraauflösungen von bis zu 108 Megapixeln. Auch die Fertigung bleibt gleich, läuft der Chip doch wieder mit einer Strukturbreite von 4 Nanometern vom Band.
Selbst ein Blick in die sonst durchaus aussagekräftigen Einträge diverser Import-Export-Datenbanken lässt keine Schlüsse darauf zu, was Qualcomm bei den neuen Chips denn nun abgesehen von den Namen und einer leicht erhöhten Taktung geändert haben sollte.
Vielleicht wird hier einfach die nüchterne Lage im Markt für günstige Smartphones deutlich: aufgrund der steigenden Komponentenkosten versucht man den Herstellern hier zumindest die Möglichkeit zu geben, mit der Verwendung vermeintlich neuer Chips Kaufanreize zu schaffen, während Performance und Ausstattung praktisch stagnieren.
Zusammenfassung
- Qualcomm stellt zwei neue ARM-Prozessoren für günstigere Smartphones vor
- Snapdragon 6s 4G Gen 2 bietet nur LTE-Support mit hoher Taktrate von 2,9 GHz
- Der Chip unterstützt 120 Hertz Bildwiederholrate und Kameras bis 108 Megapixel
- Snapdragon 4 Gen 4 ist weitgehend identisch mit seinem Vorgängermodell
- Beide Chips sollen in Zeiten steigender Komponentenkosten Kaufanreize schaffen
- Bei den neuen Prozessoren wurden kaum technische Neuerungen vorgenommen
- Qualcomm zielt mit diesen CPUs auf das untere Marktsegment für Android-Geräte
Siehe auch:
- Linux statt Windows auf ARM-Laptops mit Snapdragon? Tuxedo gibt auf
- Windows 11: Gerücht über 26H1-Version für Snapdragon-X2-Geräte
- Snapdragon 6s Gen 4 bringt (viel) mehr Power in günstige Smartphones
- Snapdragon-GAU abgewendet: ARM-Lizenz durch CPUs nicht verletzt
- Snapdragon X2 Elite: Mini-PCs mit ARM-Power & AirJet-Membrankühler
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