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Verloren geglaubter Roboter tauchte mit unglaublichen Daten wieder auf
Ein kleiner, autonomer Ozeanroboter ist seinen Besitzern in der Antarktis verloren gegangen. Viele Monate später tauchte er plötzlich wieder auf und brachte eine riesige Menge an überraschenden Daten mit, die die Forscher noch lange beschäftigen werden.
Doch starke Gezeitenströmungen trieben das System weiter nach Süden und schließlich direkt unter das Denman-Eisschelf, eine Region, in der eine solche Messboje normalerweise verloren wäre. "Wir rechneten nicht mehr damit, das Instrument jemals wiederzusehen", erklärten die Forscher laut eines Beitrags von The Conversation. Doch lange Zeit später tauchte das Gerät überraschend wieder an der Oberfläche auf - mit einer Fülle einzigartiger Messdaten.
Die jetzt in Science Advances veröffentlichte Analyse zeigt: Der Roboter hat während seines Aufenthalts unter dem Eis Messwerte aus bislang unerforschten Gebieten gesammelt. Besonders wertvoll sind die Daten, weil sie den unteren Bereich des Eisschelfs betreffen, jenen Bereich also, in dem warmes Meerwasser das Eis von unten angreift. Da Eisschelfe als natürlicher Schutzschild wirken und den Abfluss der Gletscher ins Meer bremsen, gilt ihre Stabilität als entscheidender Faktor für die Entwicklung des globalen Meeresspiegels.
Während seines rund zweieinhalbjährigen Einsatzes, davon neun Monate unter den Eisschichten, zeichnete der Argo-Float insgesamt 195 Profile auf. Da das GPS unter dem Eis nicht funktionierte, rekonstruierten die Forscher die Route, indem sie registrierten, wann das Gerät gegen die Eisdecke stieß - aus diesen Erschütterungen ließ sich die Mächtigkeit des Eisschelfs ableiten und mit Satellitendaten abgleichen.
Angesichts des unerwarteten Erfolgs planen die Forscher, weitere Messsonden in entlegenen Regionen einzusetzen. Zwar bleiben viele Bereiche unter dicken Eisschichten weiterhin unerreichbar, doch die gewonnenen Messreihen sollen helfen, Klimamodelle präziser zu machen, damit Vorhersagen zum künftigen Meeresspiegel verlässlicher werden.
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Unters Eis gedrückt
Ursprünglich hatten Wissenschaftler der australischen Forschungsorganisation CSIRO im Jahr 2020 vor, den sogenannten Argo-Float nahe des Totten-Gletschers auszusetzen. Diese frei treibenden Messbojen erfassen regelmäßig Temperatur- und Salzgehaltsprofile der Ozeane.Doch starke Gezeitenströmungen trieben das System weiter nach Süden und schließlich direkt unter das Denman-Eisschelf, eine Region, in der eine solche Messboje normalerweise verloren wäre. "Wir rechneten nicht mehr damit, das Instrument jemals wiederzusehen", erklärten die Forscher laut eines Beitrags von The Conversation. Doch lange Zeit später tauchte das Gerät überraschend wieder an der Oberfläche auf - mit einer Fülle einzigartiger Messdaten.
Die jetzt in Science Advances veröffentlichte Analyse zeigt: Der Roboter hat während seines Aufenthalts unter dem Eis Messwerte aus bislang unerforschten Gebieten gesammelt. Besonders wertvoll sind die Daten, weil sie den unteren Bereich des Eisschelfs betreffen, jenen Bereich also, in dem warmes Meerwasser das Eis von unten angreift. Da Eisschelfe als natürlicher Schutzschild wirken und den Abfluss der Gletscher ins Meer bremsen, gilt ihre Stabilität als entscheidender Faktor für die Entwicklung des globalen Meeresspiegels.
Während seines rund zweieinhalbjährigen Einsatzes, davon neun Monate unter den Eisschichten, zeichnete der Argo-Float insgesamt 195 Profile auf. Da das GPS unter dem Eis nicht funktionierte, rekonstruierten die Forscher die Route, indem sie registrierten, wann das Gerät gegen die Eisdecke stieß - aus diesen Erschütterungen ließ sich die Mächtigkeit des Eisschelfs ableiten und mit Satellitendaten abgleichen.
Weitere Versuche geplant
Die Untersuchung offenbart ein differenziertes Bild: Während das nördliche Shackleton-Eisschelf offenbar noch nicht von warmem Wasser unterspült wird, zeigen die Daten unter dem Denman-Gletscher bereits deutliche Anzeichen des Abschmelzens. Zugleich zeichnete das Gerät ein empfindliches thermisches Gleichgewicht auf, das die Eismassen vorerst zusammenhält.Angesichts des unerwarteten Erfolgs planen die Forscher, weitere Messsonden in entlegenen Regionen einzusetzen. Zwar bleiben viele Bereiche unter dicken Eisschichten weiterhin unerreichbar, doch die gewonnenen Messreihen sollen helfen, Klimamodelle präziser zu machen, damit Vorhersagen zum künftigen Meeresspiegel verlässlicher werden.
Zusammenfassung
- Autonomer Ozeanroboter liefert unerwartete Daten nach Rückkehr aus Antarktis
- Im Jahr 2020 ausgesetzter Argo-Float geriet unter das Denman-Eisschelf
- Roboter sammelte 195 Messprofile während neunmonatiger Reise unter dem Eis
- Daten zeigen Abschmelzungsprozesse und thermisches Gleichgewicht der Eismassen
- Gewonnene Erkenntnisse sollen präzisere Klimamodelle und Meeresspiegelprognosen ermöglichen
- Forscher planen weitere Robotereinsätze in bislang unerforschten Eisregionen
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