Hat ein NASA-Forscher das Rätsel um den Stern von Bethlehem gelöst?
Seit Jahrhunderten rätseln Wissenschaftler über den Stern von Bethlehem. Ein NASA-Forscher liefert nun eine verblüffende Erklärung: Ein Komet auf Kollisionskurs könnte physikalisch exakt das Verhalten zeigen, das die Bibel beschreibt.
Laut dem NASA-Forscher Mark Matney könnte ein Komet aus der Oortschen Wolke, der der Erde bis auf die Distanz des Mondes nahekommt, unter bestimmten Bedingungen am Himmel stillzustehen scheinen. Diese These beruht auf Modellen, die eine sogenannte "temporäre geosynchrone Bewegung" beschreiben, bei der die scheinbare Bewegung durch die Erdrotation für mehrere Stunden aufgehoben wird.
Solche Bahnen seien zwar außergewöhnlich, aber physikalisch möglich. Historische Aufzeichnungen aus China belegen für das Frühjahr des Jahres 5 v. Chr. die Sichtbarkeit eines Kometen über 70 Tage. Dieser Zeitraum deckt sich mit historischen Annahmen zur Geburt Jesu. Soweit passt der Kontext schon einmal.
Zudem existieren weitere Erklärungsansätze, etwa die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr. Matneys Arbeit liefert somit keinen Beweis, sondern einen wissenschaftlich fundierten Kandidaten, der die biblische Schilderung physikalisch plausibel macht.
Was meint ihr dazu? Findet ihr die Erklärung des NASA-Forschers schlüssig oder favorisiert ihr eine andere Theorie? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Neue Theorie zum Stern von Bethlehem
Eine neue wissenschaftliche Arbeit bringt eine astrophysikalische Erklärung für den Stern von Bethlehem ins Gespräch (via The Times).Laut dem NASA-Forscher Mark Matney könnte ein Komet aus der Oortschen Wolke, der der Erde bis auf die Distanz des Mondes nahekommt, unter bestimmten Bedingungen am Himmel stillzustehen scheinen. Diese These beruht auf Modellen, die eine sogenannte "temporäre geosynchrone Bewegung" beschreiben, bei der die scheinbare Bewegung durch die Erdrotation für mehrere Stunden aufgehoben wird.
Komet beste Erklärung?
Matney argumentiert, dass ein schneller Komet, der in einer Entfernung von etwa 380.000 bis 400.000 Kilometern an der Erde vorbeifliegt, für einen Beobachter in Judäa so wirken könnte, als verharre er über einem Punkt am Horizont.Solche Bahnen seien zwar außergewöhnlich, aber physikalisch möglich. Historische Aufzeichnungen aus China belegen für das Frühjahr des Jahres 5 v. Chr. die Sichtbarkeit eines Kometen über 70 Tage. Dieser Zeitraum deckt sich mit historischen Annahmen zur Geburt Jesu. Soweit passt der Kontext schon einmal.
Historische Hinweise
Die Untersuchung von Mark Matney verweist auf den Kometen Siding Spring, der 2014 den Mars in einer Entfernung von 141.000 Kilometern passierte. Wäre ein solcher Komet der Erde so nahegekommen, hätte er eine auffällige Erscheinung am Himmel verursacht. In der Antike galten Kometen oft als Zeichen für Machtwechsel oder göttliche Ereignisse, was die Reise der Magier aus dem Osten historisch plausibel machen könnte.| Die Oortsche Wolke | |
|---|---|
| Was ist das? | Hypothetische, kugelschalenförmige Ansammlung von Milliarden kleiner Eisbrocken am äußersten Rand des Sonnensystems |
| Entfernung zur Sonne | 2.000 bis 100.000 astronomische Einheiten (AE) Das entspricht bis zu 1,6 Lichtjahren |
| Zusammensetzung | Hauptsächlich Eis und Gestein |
| Bedeutung | Ursprung langperiodischer Kometen, die durch gravitative Störungen ins innere Sonnensystem katapultiert werden |
| Nachweis | Noch nicht direkt beobachtet, aber durch Analyse von Kometenbahnen und astronomische Modelle weitgehend akzeptiert |
Kritik und offene Fragen
Die Theorie stößt in der Fachwelt allerdings auf Skepsis. Ralph Neuhäuser von der Friedrich-Schiller-Universität Jena betont, dass die Interpretation antiker Quellen immer mit einer großen Unsicherheit verbunden ist.Zudem existieren weitere Erklärungsansätze, etwa die Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr. Matneys Arbeit liefert somit keinen Beweis, sondern einen wissenschaftlich fundierten Kandidaten, der die biblische Schilderung physikalisch plausibel macht.
Was meint ihr dazu? Findet ihr die Erklärung des NASA-Forschers schlüssig oder favorisiert ihr eine andere Theorie? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
Was besagt die neue NASA-Theorie?
Mark Matney, ein NASA-Wissenschaftler, hat eine neue Hypothese aufgestellt: Der Stern von Bethlehem könnte ein Komet aus der Oortschen Wolke gewesen sein. Dieser soll sich im Jahr 5 v. Chr. auf einer Bahn befunden haben, die ihn extrem nah an der Erde vorbeiführte.
Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass er das biblisch beschriebene Verhalten des Sterns - insbesondere das "Stillstehen" über Bethlehem - physikalisch durch Orbitalmechanik erklärt, anstatt es als reines Wunder oder Metapher abzutun.
Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass er das biblisch beschriebene Verhalten des Sterns - insbesondere das "Stillstehen" über Bethlehem - physikalisch durch Orbitalmechanik erklärt, anstatt es als reines Wunder oder Metapher abzutun.
Wie kann ein Komet am Himmel stillstehen?
Hier kommt ein Konzept aus der Satellitentechnik ins Spiel: die temporäre geosynchrone Bewegung. Wenn ein Komet der Erde sehr nah kommt und sich schnell ostwärts bewegt, kann dies die Erdrotation optisch fast vollständig ausgleichen.
Für einen Beobachter am Boden (in diesem Fall in Judäa) entsteht die optische Täuschung, dass das Objekt über Stunden hinweg fast regungslos am Himmel verharrt, obwohl es sich tatsächlich mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
Für einen Beobachter am Boden (in diesem Fall in Judäa) entsteht die optische Täuschung, dass das Objekt über Stunden hinweg fast regungslos am Himmel verharrt, obwohl es sich tatsächlich mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
Auf welche Daten stützt sich die These?
Matney bezieht sich auf chinesische Hofaufzeichnungen ("Logfiles" der damaligen Astronomen) aus dem Jahr 5 v. Chr. Dort wurde ein "Besenstern" - ein Begriff für Kometen mit Schweif - dokumentiert, der im Frühjahr jenes Jahres für über 70 Tage sichtbar war.
Kritiker wie der Astrophysiker Ralph Neuhäuser merken jedoch an, dass solch alte Aufzeichnungen oft ungenau sind. Zudem sei eine Sichtbarkeit von 70 Tagen für Kometen ungewöhnlich lang, was manche Forscher eher eine Nova vermuten lässt.
Kritiker wie der Astrophysiker Ralph Neuhäuser merken jedoch an, dass solch alte Aufzeichnungen oft ungenau sind. Zudem sei eine Sichtbarkeit von 70 Tagen für Kometen ungewöhnlich lang, was manche Forscher eher eine Nova vermuten lässt.
Wie nah kam das Objekt der Erde?
Den Berechnungen zufolge müsste der Komet die Erde in einer Distanz von etwa 380.000 bis 400.000 Kilometern passiert haben. Das entspricht ziemlich genau der Entfernung zwischen Erde und Mond.
Ein solcher "Close Pass" ist astronomisch gesehen selten, aber möglich. Als Referenz dient der Komet Siding Spring, der im Jahr 2014 den Mars sogar in nur einem Drittel dieser Distanz passierte.
Ein solcher "Close Pass" ist astronomisch gesehen selten, aber möglich. Als Referenz dient der Komet Siding Spring, der im Jahr 2014 den Mars sogar in nur einem Drittel dieser Distanz passierte.
Passt das Timing zur biblischen Zeit?
Historiker datieren die Geburt Jesu meist auf den Zeitraum zwischen 6 und 5 v. Chr., da Herodes der Große kurz darauf (spätestens Ende 5 v. Chr.) starb. Der in den chinesischen Quellen erwähnte Komet tauchte im Frühjahr 5 v. Chr. auf, was zeitlich gut korreliert.
Modellrechnungen zeigen, dass das Phänomen an einem Junimorgen sichtbar gewesen wäre. Reisende auf dem Weg von Jerusalem nach Bethlehem hätten den Kometen dabei genau in Blickrichtung "vor sich hergehend" und später über ihrem Zielort gesehen.
Modellrechnungen zeigen, dass das Phänomen an einem Junimorgen sichtbar gewesen wäre. Reisende auf dem Weg von Jerusalem nach Bethlehem hätten den Kometen dabei genau in Blickrichtung "vor sich hergehend" und später über ihrem Zielort gesehen.
Welche anderen Erklärungen gibt es?
Die bekannteste Alternative stammt von Johannes Kepler (17. Jh.), der eine Konjunktion von Jupiter und Saturn im Jahr 7 v. Chr. favorisierte. Andere Theorien vermuten eine Supernova (explodierender Stern) oder betrachten den Bericht als rein religiöse Symbolik.
Bisher konnte jedoch keine dieser Theorien die spezifische Bewegung ("ging voran" und "stand still") so schlüssig physikalisch erklären wie das aktuelle Modell der orbitalen Mechanik.
Bisher konnte jedoch keine dieser Theorien die spezifische Bewegung ("ging voran" und "stand still") so schlüssig physikalisch erklären wie das aktuelle Modell der orbitalen Mechanik.
Zusammenfassung
- NASA-Forscher erklärt den Stern von Bethlehem als Kometen mit besonderer Bahn
- Für Stillstand am Himmel müsste ein Objekt die Erdrotation ausgleichen
- Kometen aus der Oortschen Wolke könnten in Mondnähe scheinbar stillstehen
- Chinesische Aufzeichnungen von 5 v. Chr. dokumentieren passenden Kometen
- Nahes Vorbeiziehen von Kometen an Planeten durch Beobachtungen bestätigt
- Antike deutete Kometen als Zeichen für Machtwechsel oder göttliche Eingriffe
- Andere Theorien wie die Jupiter-Saturn-Konjunktion bleiben als Erklärung relevant
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