LKW-Logistik gehackt: Fracht-Diebstähle und Schäden steigen rasant
Der seit einigen Jahren anhaltende Anstieg bei Frachtdiebstählen bekommt eine neue Dimension: Immer häufiger bedienen sich Kriminelle nicht mehr nur an ungesicherten LKWs oder überfallen Fahrer, sondern hacken auch Fahrzeuge und Logistik-ITs.
Viele Angriffe beginnen mit harmlos wirkenden Ausschreibungen auf Frachtplattformen. Cybergruppen geben sich dort als Logistikvermittler aus und versenden infizierte Links an Transportunternehmen. Mit einem Klick installieren die Opfer unbemerkt Fernzugriffssoftware, über die die Täter anschließend komplette Nutzerkonten übernehmen. Mit der übernommenen Identität bieten sie dann auf echte Frachten, vor allem auf Elektronik, hochwertige Konsumgüter oder Servertechnik.
Die Schadenshöhe steigt rasant. Laut der Risikoanalysefirma Verisk CargoNet hat sich der durchschnittliche Wert gestohlener Ladungen zuletzt auf mehr als 330.000 Dollar verdoppelt. Die Täter gehen dabei immer zielgerichteter vor und wählen systematisch Güter mit hoher Gewinnspanne aus.
Vor allem der Boom digitaler Geschäftsprozesse seit der Pandemie hat den Kriminellen neue Einfallstore geschaffen. Laut des Cyberforschungsunternehmens Trellix betraf zwischen April und September fast ein Viertel aller weltweit registrierten Online-Angriffe die Transport- und Logistikbranche. Phishing, Identitätsdiebstahl und manipulierte E-Mails gehören inzwischen zum Alltag.
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Immer professioneller
Was früher ein rein physisches Delikt war, ist heute ein hybrider Angriff, der online vorbereitet und offline vollendet wird, berichtet das Wall Street Journal. Sicherheitsfachleute berichten von einer deutlichen Professionalisierung der Täter. Organisierte Banden dringen über Online-Frachtbörsen in die IT-Systeme von Spediteuren ein, kundschaften wertvolle Lieferungen aus und schleusen anschließend falsche Identitäten in die Abläufe ein. "Die Planung läuft zunehmend digital, aber der Schaden ist sehr real", sagte Randolph Barr, Sicherheitschef beim Cyberunternehmen Cequence Security.Viele Angriffe beginnen mit harmlos wirkenden Ausschreibungen auf Frachtplattformen. Cybergruppen geben sich dort als Logistikvermittler aus und versenden infizierte Links an Transportunternehmen. Mit einem Klick installieren die Opfer unbemerkt Fernzugriffssoftware, über die die Täter anschließend komplette Nutzerkonten übernehmen. Mit der übernommenen Identität bieten sie dann auf echte Frachten, vor allem auf Elektronik, hochwertige Konsumgüter oder Servertechnik.
Die Schadenshöhe steigt rasant. Laut der Risikoanalysefirma Verisk CargoNet hat sich der durchschnittliche Wert gestohlener Ladungen zuletzt auf mehr als 330.000 Dollar verdoppelt. Die Täter gehen dabei immer zielgerichteter vor und wählen systematisch Güter mit hoher Gewinnspanne aus.
Niemand ist sicher
Auch erfahrene Speditionen sind gefährdet. Das US-Logistikunternehmen IMC Logistics, das aus Sicherheitsgründen keine Frachtbörsen nutzt, meldete im vergangenen Jahr dennoch 876 Diebstähle. Das ist ein dramatischer Anstieg gegenüber nur fünf Fällen im Jahr 2021. In einem Fall führte das Unternehmen drei Aufträge aus, die sich später als vollständig gefälscht herausstellten. Die Identität des angeblichen Kunden war zuvor gestohlen worden.Vor allem der Boom digitaler Geschäftsprozesse seit der Pandemie hat den Kriminellen neue Einfallstore geschaffen. Laut des Cyberforschungsunternehmens Trellix betraf zwischen April und September fast ein Viertel aller weltweit registrierten Online-Angriffe die Transport- und Logistikbranche. Phishing, Identitätsdiebstahl und manipulierte E-Mails gehören inzwischen zum Alltag.
Zusammenfassung
- Frachtdiebstähle entwickeln sich zunehmend zu hybriden Angriffen
- Cyberkriminelle infiltrieren Speditionssysteme über Online-Frachtbörsen
- Täter übernehmen digitale Identitäten und bieten auf hochwertige Frachten
- Durchschnittlicher Schaden pro Diebstahl auf 330.000 Dollar verdoppelt
- Selbst sicherheitsbewusste Unternehmen verzeichnen dramatischen Anstieg
- Fast ein Viertel aller weltweiten Cyberangriffe betrifft die Logistikbranche
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