PC-Gigant HP meldet durchwachsene Zahlen, streicht tausende Stellen

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) hat gestern seine Quartalszahlen gemeldet. Der Konzern konnte in den letzten drei Monaten bis Oktober 2025 ein leichtes Plus verzeichnen. Gleichzeitig kündigte HP die Entlassung tausender Mitarbeiter an.
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Schmaler Gewinn

HP setzte in dem am 31. Oktober 2025 endenden Geschäftsquartal insgesamt 14,6 Milliarden Dollar um. Dabei erzielte man einen Gewinn von 725 Millionen Dollar, was zwar einem Wachstum von vier Prozent beim Gewinn entspricht, aber einem Rückgang des Umsatzes von 12 Prozent bedeutet. Gleichzeitig endete mit dem dritten Kalenderquartal auch das Geschäftsjahr des US-Computerherstellers.

Insgesamt meldete HP daher für sein jetzt beendetes gesamtes Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 55,3 Milliarden Dollar, während der Gewinn auf das gesamte Jahr gesehen bei 2,5 Milliarden Dollar lag. Während der Umsatz im Jahresvergleich um gut vier Prozent zulegte, ging der Gewinn um neun Prozent zurück.


In einem Investorengespräch versuchte HP-CEO Enrique Lores dennoch positive Töne anzuschlagen. Man habe mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr gezeigt, dass man auch weiterhin überzeugende Produkte liefere und in einer "dynamischen Umgebung" starke Ergebnisse liefern könne. Dennoch will HP im Geschäftsjahr 2026 "diszipliniert" agieren. Konkret heißt dies nichts anderes als die Entlassung tausender Mitarbeiter.

Speicherkrise naht, HP streicht schon mal tausende Jobs

HP will nach Angaben von Lores bis zum Fiskaljahr 2028 weltweit rund 4000 bis 6000 Stellen streichen, um bis dahin jährlich eine Milliarde Dollar an Kosten zu sparen. Das Unternehmen hatte im Oktober letzten Jahres weltweit etwa 58.000 Mitarbeiter, wobei keine aktuellen Zahlen vorliegen. Vor drei Jahren hatte HP schon einmal ein Sparprogramm eingeleitet, das ebenfalls 4000 bis 6000 Jobs kosten sollte, wobei dadurch angeblich etwa 2,2 Milliarden Dollar eingespart wurden, nachdem die Mitarbeiterzahl zuvor bei rund 61.000 lag.

Für das kommende Geschäftsjahr sieht HP unterdessen große Herausforderungen durch die stark steigenden Speicherpreise. Man habe zwar ausreichende Lagerbestände, um die Auswirkungen der Krise rund um Arbeits- und Flash-Speicher zu reduzieren, doch müsse man für die zweite Jahreshälfte "agressive Aktivitäten" umsetzen und gleichzeitig eine vorsichtige Prognose abgeben.

Das Geschäft mit Client-PCs entwickelte sich zuletzt für HP durchaus positiv, konnte man den Umsatz doch um rund acht Prozent steigern, auch weil immer mehr Kunden zuletzt aufgrund des Support-Endes von Windows 10 in neue Hardware mit Windows 11 investierten. Aufgrund der stark steigenden Speicherpreise dürfte die PC-Nachfrage in den kommenden Monaten aber durchaus merklich leiden.

Zusammenfassung
  • HP verzeichnet leichtes Gewinnplus trotz Umsatzrückgang im letzten Quartal
  • Jahresumsatz 2025 stieg um vier Prozent auf 55,3 Milliarden Dollar
  • Trotz positiver Töne plant HP Entlassung von 4000 bis 6000 Mitarbeitern
  • Bis 2028 sollen durch Stellenstreichungen jährlich eine Milliarde Dollar gespart werden
  • PC-Geschäft entwickelte sich positiv mit acht Prozent Umsatzsteigerung
  • Steigende Speicherpreise stellen große Herausforderung für das kommende Jahr dar
  • Ähnliches Sparprogramm wurde bereits vor drei Jahren durchgeführt

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