Wer hat die größere? Blue Origin schlägt SpaceX mit neuer Rakete
Blue Origin rüstet auf: Neben Leistungssteigerungen für die aktuelle New Glenn wird vom Unternehmen eine neue Super-Heavy-Variante angekündigt. Mit neun Triebwerken und enormer Nutzlast zielt die Rakete direkt auf die Konkurrenz von SpaceX.
Der Fokus liegt auf einer signifikanten Leistungssteigerung der bestehenden Flotte sowie der Einführung einer komplett neuen, noch größeren Variante, die intern als "New Glenn 9x4" geführt wird. Damit positioniert sich der Konzern explizit gegen den Marktführer SpaceX und dessen Starship-System, um künftig schwerere Nutzlasten in den niedrigen Erdorbit (LEO) und darüber hinaus zu befördern.
Die Ankündigung umfasst technische Details, die sowohl die Schubkraft als auch die Wiederverwendbarkeit betreffen. Ziel ist die Erhöhung der Startfrequenz bei gleichzeitiger Kostensenkung durch optimierte Hardware. Die Upgrades sollen schrittweise ab der kommenden Mission NG-3 eingeführt werden, die für Anfang 2026 im Kalender steht. Das ist für das Unternehmen ein wichtiger Schritt, denn Blue Origin wurde jahrelang für seine langsame Entwicklungsgeschwindigkeit kritisiert.
Diese synergetische Nutzung hat die Entwicklung und Reife der Triebwerkstechnologie in den letzten Jahren maßgeblich vorangetrieben, wovon nun auch die Oberstufe profitiert: Die zwei für das Vakuum optimierten BE-3U-Triebwerke sollen ihre Schubkraft von 1.423 kN auf 1.779 kN steigern.
Neben der reinen Kraftentfaltung stehen Verbesserungen bei der Wiederverwendbarkeit im Mittelpunkt. Die Ingenieure haben dabei Erkenntnisse aus den ersten Landungen direkt umgesetzt. Dazu gehören:
Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Kunden, die bereits Missionen gebucht haben, unmittelbar von den Leistungssteigerungen profitieren. Allerdings bleibt abzuwarten, wie schnell diese theoretischen Werte im operativen Alltag erreicht werden, da das Unternehmen bisher keine konkreten Zeitpläne für die volle Einsatzbereitschaft aller Upgrades nannte.
Mit einer geplanten Kapazität von über 70 Tonnen in den niedrigen Erdorbit (LEO) und mehr als 20 Tonnen für Trans-Lunar-Injection (TLI)-Manöver zielt das neue System auf den Transport von Mega-Konstellationen und tiefen Raumfahrtmissionen ab. Zum Vergleich: Das Starship von SpaceX visiert derzeit theoretische 100 Tonnen an. Dave Limp, CEO von Blue Origin, veröffentlichte Renderings, welche die neue Rakete im direkten Größenvergleich zeigen. Beide Varianten, die 7x2 und die 9x4, sollen den Markt parallel bedienen, um Kunden wie der US-Regierung für Projekte wie "Golden Dome" maximale Flexibilität zu bieten.
Was haltet ihr von der neuen Schwerlast-Variante 9x4 und dem Strategiewechsel? Traut ihr dem Unternehmen zu, damit SpaceX dauerhaft Paroli zu bieten? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Kampfansage im Schwerlast-Segment
Nur eine Woche nach dem erfolgreichen zweiten Flug und der Landung der New Glenn hat das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos umfassende Pläne für die Zukunft seiner Trägerraketen enthüllt.Der Fokus liegt auf einer signifikanten Leistungssteigerung der bestehenden Flotte sowie der Einführung einer komplett neuen, noch größeren Variante, die intern als "New Glenn 9x4" geführt wird. Damit positioniert sich der Konzern explizit gegen den Marktführer SpaceX und dessen Starship-System, um künftig schwerere Nutzlasten in den niedrigen Erdorbit (LEO) und darüber hinaus zu befördern.
Die Ankündigung umfasst technische Details, die sowohl die Schubkraft als auch die Wiederverwendbarkeit betreffen. Ziel ist die Erhöhung der Startfrequenz bei gleichzeitiger Kostensenkung durch optimierte Hardware. Die Upgrades sollen schrittweise ab der kommenden Mission NG-3 eingeführt werden, die für Anfang 2026 im Kalender steht. Das ist für das Unternehmen ein wichtiger Schritt, denn Blue Origin wurde jahrelang für seine langsame Entwicklungsgeschwindigkeit kritisiert.
Blue Origin zeigt Entwicklung und Bau seiner New Glenn-Rakete
Mehr Schubkraft für New Glenn
Wie Blue Origin in einer offiziellen Stellungnahme detailliert erläuterte, wird der Gesamtschub der sieben BE-4-Booster-Triebwerke der aktuellen "7x2"-Variante massiv erhöht. Die Leistung steigt von ursprünglich 17.219 kN auf beeindruckende 19.928 kN an. Das BE-4-Triebwerk, das mit flüssigem Sauerstoff und verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben wird, kommt auch in der Vulcan-Rakete der United Launch Alliance (ULA) zum Einsatz.Diese synergetische Nutzung hat die Entwicklung und Reife der Triebwerkstechnologie in den letzten Jahren maßgeblich vorangetrieben, wovon nun auch die Oberstufe profitiert: Die zwei für das Vakuum optimierten BE-3U-Triebwerke sollen ihre Schubkraft von 1.423 kN auf 1.779 kN steigern.
Neben der reinen Kraftentfaltung stehen Verbesserungen bei der Wiederverwendbarkeit im Mittelpunkt. Die Ingenieure haben dabei Erkenntnisse aus den ersten Landungen direkt umgesetzt. Dazu gehören:
- Eine vollständig wiederverwendbare Nutzlastverkleidung (Fairing).
- Ein neues, kostengünstigeres Tankdesign sowie ein leistungsfähigeres Hitzeschutzsystem für schnellere Turnaround-Zeiten.
Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Kunden, die bereits Missionen gebucht haben, unmittelbar von den Leistungssteigerungen profitieren. Allerdings bleibt abzuwarten, wie schnell diese theoretischen Werte im operativen Alltag erreicht werden, da das Unternehmen bisher keine konkreten Zeitpläne für die volle Einsatzbereitschaft aller Upgrades nannte.
Schwerlast-Variante 9x4
Die wohl größte Überraschung ist die Vorstellung von "New Glenn 9x4". Der Name leitet sich von der Anzahl der Triebwerke ab: neun auf der ersten Stufe und vier auf der zweiten. Diese Variante soll in ihren Dimensionen sogar die historische Saturn V der NASA übertreffen, die mit 110 Metern Höhe und dem F-1-Antrieb bis heute als Maßstab für konventionelle Raketen gilt. Zudem verfügt die 9x4 über eine breitere Nutzlastverkleidung von 8,7 Metern, was den Transport voluminöserer Fracht ermöglicht.Mit einer geplanten Kapazität von über 70 Tonnen in den niedrigen Erdorbit (LEO) und mehr als 20 Tonnen für Trans-Lunar-Injection (TLI)-Manöver zielt das neue System auf den Transport von Mega-Konstellationen und tiefen Raumfahrtmissionen ab. Zum Vergleich: Das Starship von SpaceX visiert derzeit theoretische 100 Tonnen an. Dave Limp, CEO von Blue Origin, veröffentlichte Renderings, welche die neue Rakete im direkten Größenvergleich zeigen. Beide Varianten, die 7x2 und die 9x4, sollen den Markt parallel bedienen, um Kunden wie der US-Regierung für Projekte wie "Golden Dome" maximale Flexibilität zu bieten.
Was haltet ihr von der neuen Schwerlast-Variante 9x4 und dem Strategiewechsel? Traut ihr dem Unternehmen zu, damit SpaceX dauerhaft Paroli zu bieten? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Blue Origin kündigt Leistungssteigerungen der bestehenden New Glenn an
- Neue Super-Heavy-Variante 'New Glenn 9x4' soll direkt mit SpaceX konkurrieren
- Gesamtschub der sieben BE-4-Booster-Triebwerke wird auf 19928 kN erhöht
- Verbesserte Wiederverwendbarkeit durch neue Nutzlastverkleidung und Hitzeschutz
- Die 'New Glenn 9x4' übertrifft in ihren Dimensionen sogar die Saturn V
- Mit 70 Tonnen Nutzlast für LEO zielt Blue Origin auf Mega-Konstellationen ab
- Beide Raketenvarianten sollen parallel am Markt angeboten werden
Siehe auch:
- Blue Origin gelingt als zweitem Raketenunternehmen Booster-Landung
- Weltraum-KI: Blue Origin startet Blue Ring-Mission im Frühjahr 2026
- Blue Origin-Rakete New Glenn erfolgreich gestartet, erreicht Orbit
- Start abgesagt: Blue Origins New Glenn bleibt bis auf Weiteres am Boden
- Blue Origin wagt Großes: New Glenn-Rakete vor Jungfernflug
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