Start abgesagt: Blue Origins New Glenn bleibt bis auf Weiteres am Boden
Blue Origin muss den Erstflug seiner New Glenn-Rakete aufgrund technischer Probleme verschieben, zuletzt spielte das Wetter nicht mit. Der Raumfahrtkonzern von Jeff Bezos muss den Start des ehrgeizigen Projekts nun neu planen - und SpaceX freut das alles sicherlich.
Ursprünglich war der Start für 01:00 Uhr Ortszeit (7:00 Uhr MEZ) geplant. Doch im Verlauf des Countdowns verschob Blue Origin den Starttermin mehrfach, bis schließlich um 03:10 Uhr Ortszeit die endgültige Absage erfolgte. Als Grund nannte das Unternehmen in einem Statement ein Problem mit einem Fahrzeuguntersystem, dessen Behebung den vorgesehenen Startzeitraum überschritten hätte. Die genaue Ursache des technischen Problems wurde nicht näher erläutert.
Die New Glenn-Rakete stellt einen wichtigen, aber bisher noch verhinderten Meilenstein für Blue Origin dar. Mit einer Höhe von 98 Metern und der Fähigkeit zur teilweisen Wiederverwendung soll sie Blue Origin in die obere Liga der Schwerlastraketen katapultieren. Das Projekt, benannt nach dem Astronauten John Glenn, befindet sich seit einem Jahrzehnt in der Entwicklung und hat bereits mehrere Milliarden Dollar verschlungen.
New Glenn musste am Boden bleiben (Bild: Blue Origin)
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Landung der ersten Raketenstufe. Diese soll, ähnlich wie bei SpaceX, auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik landen. Jeff Bezos betonte im Vorfeld des geplanten Starts die Herausforderung dieses Manövers, auch wenn die Rakete dafür eben zunächst einmal abheben müsste:
Trotz des Rückschlags bleibt das Potenzial der New Glenn-Rakete beachtlich:
Dies setzt jedoch voraus, dass die technischen Probleme gelöst werden können und ein erfolgreicher Start gelingt. Derzeit ist allerdings nicht bekannt, wann man einen neuerlichen Start angehen will.
Siehe auch:
Rückschlag für Blue Origin
Der lang erwartete Jungfernflug der New Glenn-Rakete von Blue Origin musste in letzter Minute abgebrochen werden. Das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos sah sich gezwungen, den Start der 98 Meter hohen Trägerrakete am frühen Montagmorgen an der Cape Canaveral Space Force Station in Florida abzusagen.Ursprünglich war der Start für 01:00 Uhr Ortszeit (7:00 Uhr MEZ) geplant. Doch im Verlauf des Countdowns verschob Blue Origin den Starttermin mehrfach, bis schließlich um 03:10 Uhr Ortszeit die endgültige Absage erfolgte. Als Grund nannte das Unternehmen in einem Statement ein Problem mit einem Fahrzeuguntersystem, dessen Behebung den vorgesehenen Startzeitraum überschritten hätte. Die genaue Ursache des technischen Problems wurde nicht näher erläutert.
Die New Glenn-Rakete stellt einen wichtigen, aber bisher noch verhinderten Meilenstein für Blue Origin dar. Mit einer Höhe von 98 Metern und der Fähigkeit zur teilweisen Wiederverwendung soll sie Blue Origin in die obere Liga der Schwerlastraketen katapultieren. Das Projekt, benannt nach dem Astronauten John Glenn, befindet sich seit einem Jahrzehnt in der Entwicklung und hat bereits mehrere Milliarden Dollar verschlungen.
New Glenn musste am Boden bleiben (Bild: Blue Origin)
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Landung der ersten Raketenstufe. Diese soll, ähnlich wie bei SpaceX, auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik landen. Jeff Bezos betonte im Vorfeld des geplanten Starts die Herausforderung dieses Manövers, auch wenn die Rakete dafür eben zunächst einmal abheben müsste:
Am nervösesten sind wir wegen der Landung des Boosters. Offensichtlich könnte es bei einem Erstflug in jeder Missionsphase zu einer Anomalie kommen, also könnte alles passieren.
Ehrgeizige Ziele und wachsender Wettbewerb
Die Nutzlast der Rakete, ein Prototyp des Blue Ring-Raumfahrzeugs, unterstreicht die ehrgeizigen Ziele von Blue Origin. Dieses manövrierfähige Raumfahrzeug soll sowohl für militärische als auch für kommerzielle Zwecke eingesetzt werden.Trotz des Rückschlags bleibt das Potenzial der New Glenn-Rakete beachtlich:
- Mehr als doppelt so viel Leistung wie SpaceX' Falcon 9
- Zahlreiche Kundenverträge im Wert von Milliarden Dollar
- Potenzial, Blue Origin zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten im Satellitenmarkt zu machen
Dies setzt jedoch voraus, dass die technischen Probleme gelöst werden können und ein erfolgreicher Start gelingt. Derzeit ist allerdings nicht bekannt, wann man einen neuerlichen Start angehen will.
Zusammenfassung
- Blue Origin sagt Erstflug der New Glenn-Rakete kurzfristig ab
- Technische Probleme und Wetter verzögern Start des 98-Meter-Giganten
- Landung der ersten Raketenstufe auf Plattform im Atlantik geplant
- Nutzlast ist Prototyp des Blue Ring-Raumfahrzeugs für diverse Zwecke
- New Glenn soll Blue Origin in Liga der Schwerlastraketen bringen
- Projekt verschlingt seit einem Jahrzehnt mehrere Milliarden Dollar
- Neuer Starttermin für das ehrgeizige Raketenprojekt noch unbekannt
Siehe auch:
- Blue Origin wagt Großes: New Glenn-Rakete vor Jungfernflug
- New Glenn: Blue Origin Großrakete besteht endlich entscheidenden Test
- Pläne zur Mondkolonie: NASA holt SpaceX und Blue Origin an Bord
- Blue Origin: Jeff Bezos' Mars-Rakete New Glenn hat einen Starttermin
- Jeff Bezos Blue Origin wagt nach zwei Jahren wieder bemannten Flug
Thema:
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