Deutsche Firmen entwickeln 3D-Drucker auf Raupen für Extremeinsätze

Die beiden deutschen Unternehmen Nexos.Group und CR-3D haben eine strategische Partnerschaft für mobile 3D-Drucksysteme geschlossen und zeigen das FieldRACK Mobile. Das soll Ersatzteile direkt vor Ort produzieren - von Baustellen bis zu Krisengebieten.
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NEXOS.Group

Mobile 3D-Produktion wird Realität

CR-3D aus dem oberpfälzischen Cham zeigt mit dem FieldRACK Mobile, wie industrieller 3D-Druck von klimatisierten Hallen auf Baustellen, Fabrikgeländen oder in Krisenregionen verlegt werden kann: Das System kombiniert einen vollständig integrierten 3D-Drucker in einem 19-Zoll-Rack mit einer Raupenplattform und stoßdämpfendem Fahrwerk, um funktionsfähige Kunststoffkomponenten direkt vor Ort zu produzieren - unabhängig von lokaler Infrastruktur und wechselnden Umgebungsbedingungen.

Das Herzstück bildet eine in eine wettergeschützte Aluminiumbox integrierte Druckeinheit, die für Vibrationen und Schräglagen ausgelegt ist. Der Bauraum von 210 x 205 x 250 Millimetern wird aktiv auf bis zu 60 Grad Celsius beheizt, sodass selbst technische und manchmal verzugsanfällige Polymere zuverlässig verarbeitet werden können. Ein Hochfluss-Direktextruder mit Düsentemperaturen bis zu 350 Grad Celsius ermöglicht die Verwendung verschiedener Hochleistungskunststoffe wie PEEK, PEI oder verstärktem Nylon.

Nexos.Group erweitert Portfolio

Die Partnerschaft zwischen Nexos.Group und CR-3D verbinden industrielle 3D-Drucktechnologie mit modularen Automations- und Robotiksystemen. Wie die Nexos.Group in einer Mitteilung schreibt, entstehen dabei Lösungen für flexible, dezentrale und mobile Produktionsansätze. Das Unternehmen aus Düsseldorf, das sich auf Robotik und Automatisierungslösungen spezialisiert hat, sieht in der Kooperation einen wichtigen Baustein für die Zukunft der dezentralen Fertigung.


Besucher der Formnext 2025 in Frankfurt können die Kombination aus CR-3D-Drucksystem, autonomer ROVO-Mobilität und intelligenter Prozesssteuerung live in Halle 12.1, Stand E131 erleben. Die Messe, die vom 19. bis 22. November stattfindet, gilt als wichtigste Plattform für additive Fertigungstechnologien weltweit.

Technische Details und Einsatzgebiete

Das ROVO-Basisfahrwerk bringt den Drucker dorthin, wo sonst nur Servicefahrzeuge oder Spezialausrüstung hinkommen. Laut Hersteller stehen bis zu 1000 Newtonmeter Drehmoment, eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde und eine Steigfähigkeit von 100 Prozent zur Verfügung. Das Raupenfahrwerk bewältigt dabei Geländewinkel von bis zu 45 Grad und überwindet Hindernisse bis zu einer Höhe von 200 Millimetern.

Das System ist für Betriebstemperaturen von minus 20 bis plus 40 Grad Celsius und Schutzklasse IP65 ausgelegt. Ein Akkupack ermöglicht bis zu vier Stunden Betrieb, eine Schnellladung soll nach rund zweieinhalb Stunden abgeschlossen sein. Bedienung und Datenhandhabung erfolgen über Touchdisplay, WLAN, Ethernet und USB - ohne Cloud-Zwänge, was CR-3D mit Blick auf Datensicherheit und militärische sowie industrielle Kunden betont.

Die Anwendungsbereiche reichen von Ersatzteilen für Maschinen und Hilfskonstruktionen bis zu funktionalen Prototypen und Kleinserien, wo Transportwege und Ausfallzeiten reduziert werden müssen. Besonders in der Verteidigungsindustrie und bei Katastrophenhilfe-Organisationen stößt das Konzept auf Interesse, da kritische Komponenten ohne Abhängigkeit von Lieferketten vor Ort gefertigt werden können.

Was haltet ihr von mobilen 3D-Drucksystemen für Krisengebiete? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Deutsche Unternehmen präsentieren mobiles 3D-Drucksystem FieldRACK
  • System kombiniert 3D-Drucker mit Raupenplattform für Geländeeinsätze
  • Druckeinheit verarbeitet Hochleistungskunststoffe bei bis zu 350 Grad
  • ROVO-Fahrwerk überwindet 45-Grad-Steigungen mit 30 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Vorstellung auf der Formnext vom 19. bis 22. November 2025 in Frankfurt
  • Einsatzgebiete reichen von Baustellen über Industrie bis zu Krisenregionen

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