App-Zwang statt Papier bei Ryanair:
Boarding nur noch per Smartphone
Die Billigfluglinie Ryanair verzichtet ab heute auf die Verwendung von Bordkarten aus Papier. Das Unternehmen hatte den Schritt bereits vor Monaten angekündigt und will nun nur noch Passagiere an Bord lassen, die ihren Boarding-Pass in der App vorzeigen.
Ryanair verlangt nach eigener Aussage, dass sich die Fluggäste vor dem Start über die Website oder die App des Unternehmens per Online-Check-in selbst einchecken. Wer dies nicht vorab online oder in der App erledigt, muss am Flughafen eine zusätzliche Gebühr zahlen. Dabei setzt Ryanair auf hohe Kosten als Abschreckung, denn die "Checkin-Gebühr am Flughafen" liegt bei 55 britischen Pfund, was umgerechnet etwa 62 Euro entspricht.
Ryanair gab schon im September den heutigen Termin für den Start der Smartphone-Pflicht beim Boarding bekannt. Damals erklärte man, dass schon jetzt fast 80 Prozent der über 200 Millionen jährlichen Fluggäste des Unternehmens mit digitalen Boarding-Pässen an Bord gehen. Letztlich soll die Umstellung auf Bordkarten in der App auch dafür sorgen, dass mehr Kunden die App für andere Zwecke nutzen.
Sie sollen in der App verstärkt auch die Bestellung von Getränken und Snacks an Bord der Ryanair-Maschinen nutzen und Fluginformationen in Echtzeit abrufen oder eben Benachrichtigungen erhalten. Es gibt unterdessen einige wenige Ausnahmen für die Pflicht zur Verwendung von Bordkarten in der App, darunter einige Flughäfen in Albanien und Marokko. Dort verlangt Ryanair aber dennoch den Online-Check-in, auch wenn man am Flughafen kostenlos Bordkarten aus Papier ausgibt.
Generell will das Unternehmen aber auch niemanden "am Flughafen stehen lassen". Wenn die Fluggäste sich rechtzeitig online einchecken aber kein Smartphone besitzen, auf dem die App von Ryanair für die digitale Bordkarte installiert werden kann, will die Airline in Ausnahmefällen eine kostenlose Bordkarte aus Papier bereitstellen, heißt es.
Siehe auch:
Boarding ohne Smartphone nur noch im Notfall
Seit dem heutigen 12. November 2025 verlangt die nach Anzahl der Passagiere größte Airline Europas grundsätzlich die Verwendung eines Smartphones zum Boarding ihrer Maschinen. Bordkarten aus Papier werden - zumindest nach offiziellen Angaben - nicht mehr akzeptiert. Damit zwingt Ryanair seine Kunden praktisch dazu, die App der Firma zum Boarding zu verwenden.Ryanair verlangt nach eigener Aussage, dass sich die Fluggäste vor dem Start über die Website oder die App des Unternehmens per Online-Check-in selbst einchecken. Wer dies nicht vorab online oder in der App erledigt, muss am Flughafen eine zusätzliche Gebühr zahlen. Dabei setzt Ryanair auf hohe Kosten als Abschreckung, denn die "Checkin-Gebühr am Flughafen" liegt bei 55 britischen Pfund, was umgerechnet etwa 62 Euro entspricht.
Wer nicht online eincheckt, "ist dumm"
Diese Praxis verfolgt Ryanair schon länger, doch laut Konzernchef Michael O'Leary informiert die Airline ohnehin nicht nur per SMS darüber, dass der Online-Check-in einen Tag vor Abflug erfolgen muss, sondern schickt auch 24 bzw. 48 Stunden vorher jeweils eine E-Mail-Bestätigung. Wer dann nicht vorbereitet sei, "ist entweder dumm oder ignoriert die E-Mail-Anweisungen", so O'Leary in einem Bericht der Zeitung The Telegraph.Ryanair gab schon im September den heutigen Termin für den Start der Smartphone-Pflicht beim Boarding bekannt. Damals erklärte man, dass schon jetzt fast 80 Prozent der über 200 Millionen jährlichen Fluggäste des Unternehmens mit digitalen Boarding-Pässen an Bord gehen. Letztlich soll die Umstellung auf Bordkarten in der App auch dafür sorgen, dass mehr Kunden die App für andere Zwecke nutzen.
Sie sollen in der App verstärkt auch die Bestellung von Getränken und Snacks an Bord der Ryanair-Maschinen nutzen und Fluginformationen in Echtzeit abrufen oder eben Benachrichtigungen erhalten. Es gibt unterdessen einige wenige Ausnahmen für die Pflicht zur Verwendung von Bordkarten in der App, darunter einige Flughäfen in Albanien und Marokko. Dort verlangt Ryanair aber dennoch den Online-Check-in, auch wenn man am Flughafen kostenlos Bordkarten aus Papier ausgibt.
Generell will das Unternehmen aber auch niemanden "am Flughafen stehen lassen". Wenn die Fluggäste sich rechtzeitig online einchecken aber kein Smartphone besitzen, auf dem die App von Ryanair für die digitale Bordkarte installiert werden kann, will die Airline in Ausnahmefällen eine kostenlose Bordkarte aus Papier bereitstellen, heißt es.
Zusammenfassung
- Ryanair akzeptiert seit 12. November 2025 keine Papier-Bordkarten mehr
- Passagiere müssen ihre Bordkarten über die firmeneigene App vorzeigen
- Online-Check-in ist Pflicht - andernfalls fallen Gebühren von 55 Pfund an
- Laut CEO werden Kunden mehrfach per E-Mail und SMS an Check-in erinnert
- Bereits 80 Prozent der über 200 Millionen Passagiere nutzen digitale Pässe
- App soll künftig auch für Bordbestellungen und Echtzeit-Informationen dienen
- In Ausnahmefällen werden kostenlose Papier-Bordkarten bereitgestellt
Siehe auch:
- Ryanair-Flug landet mit nur noch sechs Minuten Treibstoff im Tank
- Ryanair: Wer die App nicht nutzt, darf bald nicht mehr mitfliegen
- Ryanair hat eine DSGVO-Klage zum Gesichtserkennungs-Zwang am Hals
- Ryanair-Chef: "Finden ständig Pannen und Fehler in Boeing-Maschinen"
- Ryanair will per App Erotikfilme im Flugzeug zeigen
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