Verbot von Einweg-E-Zigaretten in Deutschland ist auf dem Weg
In Deutschland rückt ein Verbot bestimmter E-Zigaretten näher. Der Bundestag hat die Bundesregierung am Donnerstagabend dazu aufgefordert, rechtlich zu prüfen, ob vor allem Einweg-Produkte vollständig aus dem Handel genommen werden können.
In Frankreich und Belgien sind sie bereits verboten. Befürworter eines Verbots argumentieren, die Geräte seien eine vermeidbare Ressourcenverschwendung. Zudem hätten unsachgemäß entsorgte Vapes bereits Brände in Entsorgungsbetrieben ausgelöst.
Zusätzlich hat das Parlament beschlossen, dass E-Zigaretten künftig überall dort zurückgegeben werden können, wo sie verkauft werden. Eine Rücknahmepflicht gilt damit sowohl für Einweg- als auch für Mehrwegprodukte. Ein Pfandsystem ist allerdings weiterhin nicht vorgesehen.
Der Markt für E-Zigaretten wächst in Deutschland seit Jahren. Branchenangaben zufolge wird der Umsatz in diesem Jahr auf rund 2,4 Milliarden Euro geschätzt. Rund ein Zehntel entfällt dabei auf Einweg-Produkte. Während Experten darauf hinweisen, dass der Dampf von E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalte als Tabakrauch, warnen Mediziner dennoch vor gesundheitlichen Risiken und dem Suchtpotenzial von Nikotin.
Umweltverbände halten dagegen ein klares Verbot weiterhin für nötig. Sie verweisen auf die Verwendung wichtiger Rohstoffe wie Lithium und Kupfer, die durch die kurze Nutzungsdauer verloren gingen. Auch im Einzelhandel gehen die Meinungen auseinander. Einige Händler sehen in einem möglichen Verbot keine wesentliche Belastung und halten Mehrweg-Alternativen für die nachhaltigere Lösung.
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Massive Ressourcen-Verschwendung
Hintergrund ist vor allem die wachsende Kritik am entstehenden Elektroschrott, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Einweg-E-Zigaretten, oft bunt gestaltet und besonders bei jüngeren Konsumentinnen und Konsumenten beliebt, werden nach wenigen Hundert Zügen entsorgt und können weder nachgefüllt noch wiederaufgeladen werden, sondern landen mit Elektronik-Komponenten und Akkus im Müll.In Frankreich und Belgien sind sie bereits verboten. Befürworter eines Verbots argumentieren, die Geräte seien eine vermeidbare Ressourcenverschwendung. Zudem hätten unsachgemäß entsorgte Vapes bereits Brände in Entsorgungsbetrieben ausgelöst.
Zusätzlich hat das Parlament beschlossen, dass E-Zigaretten künftig überall dort zurückgegeben werden können, wo sie verkauft werden. Eine Rücknahmepflicht gilt damit sowohl für Einweg- als auch für Mehrwegprodukte. Ein Pfandsystem ist allerdings weiterhin nicht vorgesehen.
Der Markt für E-Zigaretten wächst in Deutschland seit Jahren. Branchenangaben zufolge wird der Umsatz in diesem Jahr auf rund 2,4 Milliarden Euro geschätzt. Rund ein Zehntel entfällt dabei auf Einweg-Produkte. Während Experten darauf hinweisen, dass der Dampf von E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalte als Tabakrauch, warnen Mediziner dennoch vor gesundheitlichen Risiken und dem Suchtpotenzial von Nikotin.
Anbieter dagegen
Die mögliche Einführung eines Verbots sorgt in der Branche jedoch für Kritik. Vertreter von Herstellern und Handelsverbänden befürchten, ein Verkaufsstopp könne den Schwarzmarkt stärken. Zudem sei der illegale Handel bereits jetzt schwer zu kontrollieren. Manche sehen bereits in der geplanten EU-Batterieverordnung, die ab 2027 leicht austauschbare Akkus vorschreibt, eine schrittweise Ablösung von Einwegmodellen.Umweltverbände halten dagegen ein klares Verbot weiterhin für nötig. Sie verweisen auf die Verwendung wichtiger Rohstoffe wie Lithium und Kupfer, die durch die kurze Nutzungsdauer verloren gingen. Auch im Einzelhandel gehen die Meinungen auseinander. Einige Händler sehen in einem möglichen Verbot keine wesentliche Belastung und halten Mehrweg-Alternativen für die nachhaltigere Lösung.
Zusammenfassung
- Bundestag fordert Prüfung eines Verbots von Einweg-E-Zigaretten
- Kritik an Elektroschrott durch nicht nachfüllbare und bunte Wegwerfprodukte
- Rückgabemöglichkeit künftig an allen Verkaufsstellen ohne Pfandsystem
- Jährlicher Umsatz von 2,4 Milliarden Euro mit wachsendem Marktanteil
- Branchenvertreter warnen vor zunehmendem Schwarzmarkt bei Verkaufsverbot
- Umweltverbände kritisieren Ressourcenverschwendung wertvoller Rohstoffe
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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