Inside-Job: Security-Experten für Ransomware-Angriffe vor Gericht
Kriminelle Aktivitäten lassen sich besonders erfolgreich gestalten, wenn man genau weiß, wie die Gegenseite arbeitet. Das dachten sich wohl auch drei ehemalige Angestellte von Sicherheits-Unternehmen, die nun wegen Ransomware-Angriffen vor Gericht stehen.
Die Ermittler werfen den drei Männern Verschwörung zur Erpressung sowie vorsätzliche Beschädigung geschützter Computersysteme vor. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft wegen Erpressung und weitere zehn Jahre für die Computerangriffe.
Laut der Anklageschrift agierten die Beschuldigten als sogenannte Affiliates der Ransomware-Gruppe BlackCat. Sie sollen unbefugt in Netzwerke eingedrungen sein, Daten kopiert, Verschlüsselungssoftware installiert und anschließend hohe Lösegeldforderungen in Kryptowährungen gestellt haben - im Austausch gegen Entschlüsselungsschlüssel und das Versprechen, keine vertraulichen Informationen zu veröffentlichen.
Behörden wie das FBI und die Cybersicherheitsagentur CISA warnten zuletzt erneut vor BlackCat-Angriffen, die sich zunehmend gegen Einrichtungen des Gesundheitswesens richteten. Nach offiziellen Angaben wird die Gruppe mit über 1000 Fällen und Erpressungssummen von rund 300 Millionen Dollar in Verbindung gebracht.
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Großes Insider-Wissen
Nach Angaben des US-Justizministeriums wurden sie angeklagt, weil sie zwischen Mai und November 2023 fünf Firmen mit der berüchtigten Ransomware BlackCat angegriffen haben sollen. Zwei der Beschuldigten waren nach Informationen der Chicago Sun-Times beim Security-Dienstleister DigitalMint als Verhandlungsführer für Ransomware-Fälle tätig, also eigentlich dafür zuständig, mit Erpressern zu kommunizieren, um Schaden von betroffenen Unternehmen abzuwenden. Der dritte Angeklagte arbeitete zuvor als Incident-Response-Manager beim israelischen IT-Sicherheitsanbieter Sygnia.Die Ermittler werfen den drei Männern Verschwörung zur Erpressung sowie vorsätzliche Beschädigung geschützter Computersysteme vor. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft wegen Erpressung und weitere zehn Jahre für die Computerangriffe.
Laut der Anklageschrift agierten die Beschuldigten als sogenannte Affiliates der Ransomware-Gruppe BlackCat. Sie sollen unbefugt in Netzwerke eingedrungen sein, Daten kopiert, Verschlüsselungssoftware installiert und anschließend hohe Lösegeldforderungen in Kryptowährungen gestellt haben - im Austausch gegen Entschlüsselungsschlüssel und das Versprechen, keine vertraulichen Informationen zu veröffentlichen.
Medizin-Branche im Visier
Zu den mutmaßlichen Opfern zählen unter anderem ein Medizintechnikunternehmen aus Florida, ein Pharmahersteller aus Maryland, eine Arztpraxis und ein Ingenieurbüro in Kalifornien sowie ein Drohnenproduzent aus Virginia. Die geforderten Summen sollen zwischen 300.000 und 10 Millionen Dollar gelegen haben. Nur die Firma aus Tampa zahlte rund 1,27 Millionen Dollar, nachdem ihre Server im Mai 2023 verschlüsselt worden waren.Behörden wie das FBI und die Cybersicherheitsagentur CISA warnten zuletzt erneut vor BlackCat-Angriffen, die sich zunehmend gegen Einrichtungen des Gesundheitswesens richteten. Nach offiziellen Angaben wird die Gruppe mit über 1000 Fällen und Erpressungssummen von rund 300 Millionen Dollar in Verbindung gebracht.
Zusammenfassung
- Ehemalige Security-Mitarbeiter führten BlackCat-Ransomware-Angriffe durch
- Drei Angeklagte nutzten Insider-Wissen für Attacken auf fünf Unternehmen
- Zwei Beschuldigte waren vorher als Verhandlungsführer bei DigitalMint tätig
- Opfer umfassten Firmen aus dem Gesundheitswesen und Technologiebereich
- Lösegeldforderungen reichten von 300.000 bis zu 10 Millionen Dollar
- Den Angeklagten drohen bei Verurteilung bis zu 30 Jahre Gefängnis
- BlackCat-Gruppe wird mit über 1000 Fällen und 300 Millionen Dollar verbunden
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