Ex-CoD-Chef hat 'riesige Sorgen' zu Call of Duty unter Microsoft-Führung
Glen Schofield, ehemaliger Call of Duty-Director und Mitgründer von Sledgehammer Games, äußert massive Kritik an der Serie unter Microsoft. Er befürchtet eine Qualitätsverschlechterung und sieht Parallelen zu anderen Xbox-Franchises.
Der Entwickler, der Sledgehammer Games 2019 verließ, übt auch harte Kritik an den neueren Call of Duty-Titeln. "Seit ich Sledgehammer verlassen habe, war keines der Spiele wirklich gut", sagte Schofield gegenüber VGC. Als Beispiel nannte er Modern Warfare 3 (2023), das bei Metacritic nur einen Score von 50 Punkten erreichte - den niedrigsten Wert in der Geschichte der Serie.
Der Entwickler sieht ein grundsätzliches Problem bei der Übernahme etablierter Studios durch Großkonzerne. Er verweist auf das Schicksal anderer Microsoft-Franchises wie Halo und Gears of War, die in den letzten Jahren an Popularität verloren haben. Halo Infinite beispielsweise kämpfte nach dem Launch mit technischen Problemen und Content-Mangel, während Gears 5 zwar solide Kritiken erhielt, aber nicht an den Erfolg früherer Teile anknüpfen konnte.
Auch bei Electronic Arts beobachtete er ähnliche Entwicklungen mit verschwundenen Marken. Franchises wie Dead Space, Mirror's Edge oder Burnout seien praktisch eingestellt worden, nachdem EA die entsprechenden Studios übernommen hatte.
Nach seinem Abschied von Sledgehammer Games gründete Schofield Striking Distance Studios und entwickelte The Callisto Protocol - einen spirituellen Nachfolger zu Dead Space. Das Horrorspiel konnte jedoch die Verkaufserwartungen nicht erfüllen und verkaufte sich deutlich schlechter als erhofft. Daraufhin verließ Schofield das Studio Ende 2023 und nimmt derzeit eine Auszeit. Striking Distance Studios wurde inzwischen umstrukturiert und arbeitet an einem neuen Projekt im Callisto Protocol-Universum.
Was denkt ihr über Schofields Kritik an Call of Duty unter Microsoft? Seht ihr ähnliche Probleme bei anderen übernommenen Franchises? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Scharfe Kritik von Ex-Call of Duty-Entwickler
Glen Schofield, der als Mitgründer von Sledgehammer Games maßgeblich an der Entwicklung von Call of Duty: Modern Warfare 3 (2011), Advanced Warfare und WW2 beteiligt war, zeigt sich besorgt über die Zukunft der angesehenen Shooter-Serie. Der Entwickler äußerte deutliche Zweifel an der Entwicklung unter Microsoft, das Activision Blizzard 2023 für 69 Milliarden Dollar übernommen hatte.Ich mache mir riesige Sorgen. Was passiert mit Gears of War, wo ist Halo? Sobald man von einem dieser großen Unternehmen übernommen wird, nimmt man deren Eigenschaften an.Besonders problematisch sieht er die Veränderungen in der Unternehmenskultur, etwa beim Bonussystem für Entwickler. Das zeige sich seiner Ansicht nach bereits bei anderen Xbox-exklusiven Titeln, die in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren hätten.
Der Entwickler, der Sledgehammer Games 2019 verließ, übt auch harte Kritik an den neueren Call of Duty-Titeln. "Seit ich Sledgehammer verlassen habe, war keines der Spiele wirklich gut", sagte Schofield gegenüber VGC. Als Beispiel nannte er Modern Warfare 3 (2023), das bei Metacritic nur einen Score von 50 Punkten erreichte - den niedrigsten Wert in der Geschichte der Serie.
Früher war alles besser
Schofield hebt hervor, dass sein Modern Warfare 3 aus dem Jahr 2011 das letzte Call of Duty war, das den "Action Game of the Year"-Award gewann. Seine beiden anderen Projekte bei Sledgehammer seien ebenfalls für diese Auszeichnung nominiert gewesen. "Aber jetzt sieht man das nicht mehr", bedauert er. Das Spiel von 2011 verkaufte sich über 30 Millionen Mal und gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Titel der Serie.Der Entwickler sieht ein grundsätzliches Problem bei der Übernahme etablierter Studios durch Großkonzerne. Er verweist auf das Schicksal anderer Microsoft-Franchises wie Halo und Gears of War, die in den letzten Jahren an Popularität verloren haben. Halo Infinite beispielsweise kämpfte nach dem Launch mit technischen Problemen und Content-Mangel, während Gears 5 zwar solide Kritiken erhielt, aber nicht an den Erfolg früherer Teile anknüpfen konnte.
Auch bei Electronic Arts beobachtete er ähnliche Entwicklungen mit verschwundenen Marken. Franchises wie Dead Space, Mirror's Edge oder Burnout seien praktisch eingestellt worden, nachdem EA die entsprechenden Studios übernommen hatte.
Nach seinem Abschied von Sledgehammer Games gründete Schofield Striking Distance Studios und entwickelte The Callisto Protocol - einen spirituellen Nachfolger zu Dead Space. Das Horrorspiel konnte jedoch die Verkaufserwartungen nicht erfüllen und verkaufte sich deutlich schlechter als erhofft. Daraufhin verließ Schofield das Studio Ende 2023 und nimmt derzeit eine Auszeit. Striking Distance Studios wurde inzwischen umstrukturiert und arbeitet an einem neuen Projekt im Callisto Protocol-Universum.
Was denkt ihr über Schofields Kritik an Call of Duty unter Microsoft? Seht ihr ähnliche Probleme bei anderen übernommenen Franchises? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ex-CoD-Chef Glen Schofield äußert massive Bedenken zur Zukunft der Serie
- Microsoft-Übernahme könnte laut Schofield zu Qualitätsverlusten führen
- Er verweist auf schwindende Relevanz von Xbox-Marken wie Halo und Gears
- Moderne CoD-Spiele erreichen nicht mehr die frühere Qualität und Bewertungen
- Schofield sieht Probleme bei Übernahmen von Studios durch Großkonzerne
- Nach seinem Weggang von Sledgehammer entwickelte er The Callisto Protocol
- Aktuelles Modern Warfare 3 erhielt mit nur 50 Punkten niedrigsten Metacritic-Wert
Siehe auch:
- Call of Duty: Black Ops 7 - Entwickler besorgt über "Serienmüdigkeit"
- Call of Duty wird verfilmt: Paramount verspricht Erfolg wie Top Gun
- EA kopiert Call of Duty: Battlefield soll bald jährlich erscheinen
- Ex-Blizzard-Chef: Battlefield 6 wird "faules" Call of Duty "plattmachen"
- Härter gegen Cheater: Call of Duty will jetzt TPM 2.0 und Secure Boot
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