EA kopiert Call of Duty: Battlefield soll bald jährlich erscheinen

EA plant laut Branchenanalyst Michael Pachter, Battlefield zu einem jährlichen Franchise zu entwickeln, wie Call of Duty. Drei Studios sollen in einem Dreijahres-Zyklus arbeiten, um ab 2030 jährliche Releases zu ermöglichen. Wird das der Qualität schaden?
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Battlefield als jährliches Shooter-Franchise

Electronic Arts plant nach Aussagen des Branchenanalysten Michael Pachter, Battlefield zu einem jährlichen Franchise zu entwickeln, ähnlich dem erfolgreichen Call of Duty-Modell. Pachter behauptet, er habe mit Byron Beede, dem General Manager der Battlefield-Marke, über diese Pläne gesprochen. Die Umsetzung soll jedoch noch fünf bis sechs Jahre dauern, bis Battlefield tatsächlich zwei aufeinanderfolgende jährliche Releases schafft.

Das geplante System orientiert sich direkt an der bewährten Call of Duty-Strategie, die seit längerem erfolgreich funktioniert. Activision nutzt drei Studios - Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games - die in einem Dreijahres-Turnus arbeiten, um jährliche Releases zu ermöglichen. Dieses Modell hat Call of Duty zu einem der profitabelsten Gaming-Franchises der Welt gemacht, mit Milliardenumsätzen Jahr für Jahr.

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Drei-Studio-System nach bewährtem Vorbild

Für Battlefield würden voraussichtlich DICE, Ripple Effect und EA Motive diese Rotation übernehmen. DICE, das schwedische Studio, gilt als Stammhaus der Battlefield-Serie und entwickelte bereits legendäre Titel wie Battlefield 1942, Battlefield 3 und Battlefield 1. Ripple Effect, früher bekannt als DICE LA, spezialisierte sich auf die Nachbetreuung von Battlefield-Titeln und entwickelte eigenständige Modi wie Battlefield Portal. EA Motive, ursprünglich für Star-Wars-Spiele bekannt, bringt frische Perspektiven in die Franchise.

Jedes Studio würde einen Dreijahres-Entwicklungszyklus durchlaufen, was theoretisch ausreichend Zeit für detaillierte Releases bieten sollte. Diese Zeitspanne entspricht der aktuellen Entwicklungsdauer großer AAA-Shooter und könnte die Qualitätsprobleme vermeiden, die bei zu kurzen Entwicklungszyklen auftreten.


Battlefield-Franchise mit bewegter Vergangenheit

Die Battlefield-Serie startete 2002 mit Battlefield 1942 und revolutionierte damals das Multiplayer-Gaming mit bis zu 64 Spielern auf riesigen Karten. Das Spiel führte erstmals Fahrzeugkämpfe, zerstörbare Umgebungen und teambasierte Objektive in großem Maßstab ein. Seitdem hat die Franchise weltweit 88,7 Millionen Kopien verkauft und gilt als einer der größten Konkurrenten von Call of Duty im First-Person-Shooter-Bereich.

Die Serie durchlief verschiedene Epochen: Von den historischen Weltkriegs-Settings in Battlefield 1942 und Battlefield 1943 über moderne Kriegsschauplätze in Battlefield 3 und Battlefield 4 bis hin zu futuristischen Szenarien in Battlefield 2142. Besonders Battlefield 3 (2011) und Battlefield 4 (2013) gelten als Höhepunkte der Serie, während Battlefield 2042 (2021) aufgrund technischer Probleme und fehlender Features heftig kritisiert wurde.

Anders als Call of Duty hatte Battlefield bisher meist längere Entwicklungszyklen zwischen den Releases. Der längste Abstand bestand zwischen Battlefield 2042 (2021) und dem kommenden Battlefield 6, das vier Jahre später erscheint. Diese längeren Pausen ermöglichten es den Entwicklern, umfangreichere technische Innovationen zu implementieren, führten aber auch zu weniger konstanten Einnahmen für EA.

Herausforderungen und Risiken der Strategie

Die Battlefield-Community unterscheidet sich fundamental von der Call of Duty-Spielerschaft. Battlefield-Fans sind traditionell dafür bekannt, dass sie einzelne Titel über Jahre hinweg spielen - Battlefield 4 und Battlefield 1 haben auch heute noch aktive Spielerbasen mit Tausenden von Spielern täglich. Diese langfristige Bindung könnte durch einen jährlichen Rhythmus beeinträchtigt werden, da die Community möglicherweise nicht bereit ist, jedes Jahr auf ein neues Spiel umzusteigen.

Zusätzlich stellt sich die Frage nach der technischen Innovation. Battlefield war stets bekannt für seine realistische Grafik und Physik-Engine. Die Frostbite-Engine, die seit Battlefield: Bad Company verwendet wird, ermöglichte starke Zerstörungseffekte und realistische Ballistic. Ein jährlicher Zyklus könnte diese technologischen Sprünge erschweren, da weniger Zeit für grundlegende Engine-Verbesserungen bleibt.

EA hat bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu Pachters Behauptungen abgegeben, was typisch für das Unternehmen ist, wenn es um langfristige Strategien geht. Das nächste Battlefield 6 soll am 10. Oktober 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen.

Was haltet ihr von EAs Plänen für jährliche Battlefield-Releases? Würdet ihr das begrüßen oder seht ihr die Qualität in Gefahr? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • EA plant laut Analyst Michael Pachter jährliche Battlefield-Releases ab 2030
  • Drei Studios sollen im Dreijahres-Zyklus arbeiten, ähnlich dem Call-of-Duty-Modell
  • DICE, Ripple Effect und EA Motive könnten die Entwicklungsstudios sein
  • Die Battlefield-Reihe begann 2002 und hat weltweit 88,7 Millionen Kopien verkauft
  • Kritiker befürchten Qualitätsverlust durch zu schnelle Veröffentlichungszyklen
  • Battlefield-Spieler bleiben traditionell länger bei einzelnen Titeln als CoD-Fans
  • Der nächste Teil der Reihe erscheint am 10. Oktober 2025 für PC und Konsolen

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