Nach schwachem Launch: Call of Duty ändert die Release-Strategie
Activision zieht aus den enttäuschenden Verkaufszahlen des neuesten Call of Duty radikale Konsequenzen. Der Publisher beendet die Strategie direkter Fortsetzungen innerhalb einer Unterserie, um das Gefühl von bloßen Updates zu vermeiden.
Das zu Microsoft gehörende Unternehmen kündigte an, keine direkten Fortsetzungen (Back-to-Back-Releases) derselben Serie mehr zu veröffentlichen. Das Ziel ist es, den Spielern jedes Jahr eine eigenständige Erfahrung zu bieten und das Gefühl von bloßen, inkrementellen Updates zu vermeiden, das zuletzt für Unmut in der Community sorgte.
Hintergrund der Entscheidung dürften die aktuellen Marktdaten sein, die intern für Alarmstimmung gesorgt haben. In Europa verzeichnete Black Ops 7 einen schwierigen Start. Berichten zufolge lagen die Verkaufszahlen zur Veröffentlichung 63 Prozent unter denen des direkten Konkurrenten Battlefield 6 und mehr als 50 Prozent unter dem Vorjahrestitel "Black Ops 6". Zwar ist das mit Vorsicht zu genießen, da der Titel direkt im Game Pass erschien und digitale Abrufe die klassischen Verkaufszahlen verzerren, doch das Stimmungsbild und die gemischten Kritiken sprechen eine deutliche Sprache. Viele Fans bemängelten, dass sich der Titel eher wie ein umfangreiches Add-on anfühle denn als eigenständiges Vollpreisspiel.
Um skeptische Spieler doch noch zu überzeugen, setzt Activision kurzfristig auf eine offene Tür und aggressive Maßnahmen zur Spielerbindung: In der kommenden Woche soll eine kostenlose Testphase für den Multiplayer- und den Zombie-Modus starten, begleitet von einem Double-XP-Wochenende. Das soll Spielern ermöglichen, sich selbst ein Bild vom Zustand des Spiels zu machen, unabhängig von Rezensionen oder der negativen Stimmung in sozialen Medien.
Das neue Vorgehen könnte bedeuten, dass sich die verschiedenen Entwicklerstudios wie Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games wieder stärker abwechseln. In der Vergangenheit führte der jährliche Rhythmus oft zu Titeln, die ursprünglich als Erweiterung geplant waren, dann aber zum Vollpreis verkauft wurden - ein Vorwurf, der besonders Modern Warfare 3 im Jahr 2023 traf.
Ob die neue Strategie ausreicht, um das Ruder herumzureißen und die einstige Dominanz im Shooter-Genre uneingeschränkt wiederherzustellen, bleibt abzuwarten. Die nächste Ära von Call of Duty soll laut Activision jedenfalls Überraschungen bereithalten, die das Genre voranbringen.
Haltet ihr die Abkehr von jährlichen direkten Fortsetzungen für den richtigen Schritt, um die Qualität der Serie wieder zu steigern? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen mit dem aktuellen Teil gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Reaktion auf sinkende Verkaufszahlen
Activision zieht Konsequenzen aus der verhaltenen Aufnahme des neuesten Shooters und stellt seine Veröffentlichungsstrategie für Call of Duty radikal um. Nachdem in den vergangenen vier Jahren jeweils zwei direkte Nachfolger der Unterserien aufeinanderfolgten - Modern Warfare 2 (2022) auf Modern Warfare 3 (2023) sowie Black Ops 6 (2024) auf Black Ops 7 (2025) - soll das Muster nun durchbrochen werden.Das zu Microsoft gehörende Unternehmen kündigte an, keine direkten Fortsetzungen (Back-to-Back-Releases) derselben Serie mehr zu veröffentlichen. Das Ziel ist es, den Spielern jedes Jahr eine eigenständige Erfahrung zu bieten und das Gefühl von bloßen, inkrementellen Updates zu vermeiden, das zuletzt für Unmut in der Community sorgte.
Hintergrund der Entscheidung dürften die aktuellen Marktdaten sein, die intern für Alarmstimmung gesorgt haben. In Europa verzeichnete Black Ops 7 einen schwierigen Start. Berichten zufolge lagen die Verkaufszahlen zur Veröffentlichung 63 Prozent unter denen des direkten Konkurrenten Battlefield 6 und mehr als 50 Prozent unter dem Vorjahrestitel "Black Ops 6". Zwar ist das mit Vorsicht zu genießen, da der Titel direkt im Game Pass erschien und digitale Abrufe die klassischen Verkaufszahlen verzerren, doch das Stimmungsbild und die gemischten Kritiken sprechen eine deutliche Sprache. Viele Fans bemängelten, dass sich der Titel eher wie ein umfangreiches Add-on anfühle denn als eigenständiges Vollpreisspiel.
Fokus auf Innovation statt Routine
Wie das Entwicklerteam in einem aktuellen Activision-Blogbeitrag (via IGN) bestätigte, habe man das Feedback der letzten Monate sehr genau registriert. Das Franchise habe die Erwartungen einiger Spieler nicht vollständig erfüllt. Man wolle künftig Innovationen vorantreiben, die "bedeutungsvoll" sind und nicht nur kleine Schritte darstellen.Um skeptische Spieler doch noch zu überzeugen, setzt Activision kurzfristig auf eine offene Tür und aggressive Maßnahmen zur Spielerbindung: In der kommenden Woche soll eine kostenlose Testphase für den Multiplayer- und den Zombie-Modus starten, begleitet von einem Double-XP-Wochenende. Das soll Spielern ermöglichen, sich selbst ein Bild vom Zustand des Spiels zu machen, unabhängig von Rezensionen oder der negativen Stimmung in sozialen Medien.
Das neue Vorgehen könnte bedeuten, dass sich die verschiedenen Entwicklerstudios wie Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games wieder stärker abwechseln. In der Vergangenheit führte der jährliche Rhythmus oft zu Titeln, die ursprünglich als Erweiterung geplant waren, dann aber zum Vollpreis verkauft wurden - ein Vorwurf, der besonders Modern Warfare 3 im Jahr 2023 traf.
Ob die neue Strategie ausreicht, um das Ruder herumzureißen und die einstige Dominanz im Shooter-Genre uneingeschränkt wiederherzustellen, bleibt abzuwarten. Die nächste Ära von Call of Duty soll laut Activision jedenfalls Überraschungen bereithalten, die das Genre voranbringen.
Haltet ihr die Abkehr von jährlichen direkten Fortsetzungen für den richtigen Schritt, um die Qualität der Serie wieder zu steigern? Schreibt uns eure Meinung und Erfahrungen mit dem aktuellen Teil gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Activision beendet Strategie direkter Fortsetzungen innerhalb einer Serie
- Verkaufszahlen von Black Ops 7 liegen 63 Prozent unter Battlefield 6
- Spieler kritisierten neuere Titel als bloße Updates statt Vollpreisspiele
- Kostenlose Testphase und Double-XP-Wochenende sollen Spieler überzeugen
- Entwicklerstudios wie Infinity Ward und Treyarch sollen sich stärker abwechseln
- Neue Strategie zielt auf bedeutungsvolle Innovationen statt kleiner Schritte
- Microsoft-Tochter will jährlich eigenständige Spielerfahrungen bieten
Siehe auch:
- Battlefield-Chef: Call of Duty gibt es nur, weil EA Idioten waren
- Ex-CoD-Chef hat 'riesige Sorgen' zu Call of Duty unter Microsoft-Führung
- Call of Duty: Black Ops 7 - Entwickler besorgt über "Serienmüdigkeit"
- Call of Duty wird verfilmt: Paramount verspricht Erfolg wie Top Gun
- EA kopiert Call of Duty: Battlefield soll bald jährlich erscheinen
Themen:
Neue Call-of-Duty-Videos
- Call of Duty: Black Ops 7 - Trailer stimmt auf den baldigen Start ein
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- Call of Duty: Black Ops 7 - Erstes Gameplay und ein Release-Termin
- Call of Duty: Activision kündigt Black Ops 7 mit einem erstem Teaser an
- Destiny 2: Bungie kündigt das 'Jahr der Prophezeiung' an
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