Phison-Chef erwartet Jahre voller Flash-Engpässe & hoher Preise
Die Preise für Flash-Speicher und damit ausgestattete Produkte dürften nach Einschätzung von Phison-Chef und -Gründer Pua Khein-Seng auch über die nächsten Jahre hinweg deutlich schlechter verfügbar sein und damit auch wesentlich teurer werden als bisher.
Im Tech Taiwan Newsletter erklärte Pua, dass es im nächsten Jahr zu ernsthaften Lieferschwierigkeiten bei Flash-Speicherprodukten kommen werde. Außerdem sei für die nächsten zehn Jahre mit einer schlechten Verfügbarkeit zu rechnen. Ein ganzes Jahrzehnt lang dürften somit Solid-State-Drives und andere Flash-basierte Produkte deutlich teurer und schwerer zu bekommen sein, so Pua weiter.
Weil dadurch die Kapazitäten für Flash-Speicher auf Basis älterer Technologien nicht weiter ausgebaut oder sogar schrumpfen können, kann die gleichzeitig ebenfalls durch den Trend hin zum KI-Inferencing steigende Nachfrage rund um Flash-Speicher mit hohen Übertragungsraten nicht ausreichend bedient werden.
In Rechenzentren werde sich das Verhältnis zwischen der Verwendung von traditionellen Festplatten und SSDs umkehren. Werden aktuell etwa 20 Prozent der Kapazitäten mit SSDs realisiert, während Festplatten noch immer 80 Prozent ausmachen, wird sich dies in den nächsten Jahren zu einer Dominanz von SSDs verschieben, so Pua. Bald würden 80 bis 100 Prozent der Server mit SSDs laufen, was erheblich größere Fertigungskapazitäten für Flash-Speicher nötig machen würde.
Für uns als Endkunden bedeutet dies, dass die Preise von Produkten mit Flash-Speicher wie schon bei DDR4-Arbeitsspeicher kräftig zulegen dürften. Davon wären sowohl SSDs als auch Speicher-Sticks, Smartphones und Laptops betroffen, da diese allesamt fast ausschließlich mit Flash-Speicher verschiedener Typen ausgestattet sind.
Siehe auch:
2026 ernsthafte Engpässe erwartet
Der Gründer und Chef des auf Flash-Speicher-Controller spezialisierten Herstellers Phison hat in einer Kolumne deutlich gemacht, dass die Nachfrage rund um NAND-Flash in den kommenden Jahren deutlich anziehen dürfte und es dadurch zu starken Preisanstiegen und möglichen Engpässen bei der Verfügbarkeit derartiger Speicherprodukte kommen wird.Im Tech Taiwan Newsletter erklärte Pua, dass es im nächsten Jahr zu ernsthaften Lieferschwierigkeiten bei Flash-Speicherprodukten kommen werde. Außerdem sei für die nächsten zehn Jahre mit einer schlechten Verfügbarkeit zu rechnen. Ein ganzes Jahrzehnt lang dürften somit Solid-State-Drives und andere Flash-basierte Produkte deutlich teurer und schwerer zu bekommen sein, so Pua weiter.
Samsung & Co produzieren lieber teuren HBM-Speicher
Während die Nachfrage rund um Produkte mit einer Anbindung über PCI Express 4.0 auch weiterhin steigt, verlagern die großen Flash-Hersteller ihre Kapazitäten derzeit vermehrt in Richtung des sogenannten High Bandwidth Memory (HBM), weil sie bei dem für KI-Systeme verwendeten Speichers höhere Gewinnmargen erzielen können.Weil dadurch die Kapazitäten für Flash-Speicher auf Basis älterer Technologien nicht weiter ausgebaut oder sogar schrumpfen können, kann die gleichzeitig ebenfalls durch den Trend hin zum KI-Inferencing steigende Nachfrage rund um Flash-Speicher mit hohen Übertragungsraten nicht ausreichend bedient werden.
In Rechenzentren werde sich das Verhältnis zwischen der Verwendung von traditionellen Festplatten und SSDs umkehren. Werden aktuell etwa 20 Prozent der Kapazitäten mit SSDs realisiert, während Festplatten noch immer 80 Prozent ausmachen, wird sich dies in den nächsten Jahren zu einer Dominanz von SSDs verschieben, so Pua. Bald würden 80 bis 100 Prozent der Server mit SSDs laufen, was erheblich größere Fertigungskapazitäten für Flash-Speicher nötig machen würde.
Für uns als Endkunden bedeutet dies, dass die Preise von Produkten mit Flash-Speicher wie schon bei DDR4-Arbeitsspeicher kräftig zulegen dürften. Davon wären sowohl SSDs als auch Speicher-Sticks, Smartphones und Laptops betroffen, da diese allesamt fast ausschließlich mit Flash-Speicher verschiedener Typen ausgestattet sind.
Zusammenfassung
- Phison-Chef prognostiziert jahrelange Engpässe bei Flash-Speichern
- Steigende Nachfrage und Fokus auf HBM-Produktion führen zu Preissteigerungen
- Lieferschwierigkeiten bei Flash-Speicherprodukten werden im kommenden Jahr erwartet
- Rechenzentren werden von Festplatten auf SSDs umsteigen und damit Nachfrage erhöhen
- Flash-Speicher-Hersteller verlagern Kapazitäten zugunsten lukrativer KI-Speicher
- Verbraucher müssen mit höheren Preisen für SSDs, Smartphones und Laptops rechnen
- Über die nächsten zehn Jahre wird mit anhaltend schlechter Verfügbarkeit gerechnet
Siehe auch:
- SK Hynix: Neue 256-GB-Flash-Module erlauben noch größere Client-SSDs
- Game-Changer: UltraRAM ist schnell wie DRAM, dauerhaft wie Flash
- TeamGroup: Neue interne SSD zerstört Flash-Speicher per Killswitch
- Switch 2: Nintendo sperrt Konsolen wegen legaler Flash-Cartridges
- 50 Prozent weniger Produktion: So treibt Samsung die Flash-Preise hoch
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