Fritz: Kunden können FritzBox & Co. jetzt direkt beim Hersteller kaufen

Fritz startet einen eigenen Online-Shop und verkauft Router und Repeater jetzt direkt an Kunden. Der Direktvertrieb ergänzt den Handel über Partner und bietet kostenfreien Versand sowie direkte Kaufberatung vom Hersteller.
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Fritz verkauft Router jetzt direkt

Fritz hat einen eigenen Online-Shop für Fritz-Produkte gestartet und verkauft auf shop.fritz.com nun die bekannten FritzBoxen und Produkte für den heimischen Internetanschluss wie Repeater direkt selbst. Der Direktvertrieb ergänzt den bisherigen Verkauf über Handelspartner und erfüllt damit einen oft geäußerten Kundenwunsch.

Der neue Shop bietet kostenlosen Versand und persönlichen Support. Kunden erhalten verschiedene Serviceleistungen, darunter eine 30-tägige Rückgabefrist mit kostenfreiem Rückversand per DHL. Newsletter-Abonnenten profitieren zudem derzeit von einem Rabatt von zehn Prozent.


Service und Garantie im Fokus

Der Netzwerk- und Kommunikationstechnik-Anbieter hat den eigenen Online-Shop damit etwas früher gestartet, als ursprünglich angekündigt. Laut einem Bericht von Channel Partner sollte die Eröffnung eigentlich erst im Oktober erfolgen. Für Fritz stehen bei dem Schritt vor allem persönliche Kaufberatung sowie technischer Support direkt vom Hersteller im Vordergrund.

Käufer erhalten bis zu fünf Jahre Herstellergarantie auf Hardware gemäß den Garantiebestimmungen. Diese Leistung bieten zwar auch die anderen Verkäufer, der direkte Kontakt zum Hersteller könnte bei Garantiefällen jedoch Vorteile bieten, da Kunden nicht über Zwischenhändler kommunizieren müssen.

Handelspartner bleiben

Trotz des neuen Direktvertriebs bleiben Verlinkungen zu externen Online-Händlern auf den Produktseiten erhalten, damit Kunden weiterhin verschiedene Bezugsquellen vergleichen können. Auf den Produktseiten befindet sich neben dem Warenkorb-Button auch sehr prominent die Schaltfläche "Weitere Bestelloptionen", die auf Angebote in externen Shops verlinkt. Das Unternehmen betont, dass der Fachhandel weiterhin wichtig bleibt und mit Schulungen sowie verkaufsfördernden Informationen unterstützt wird.

Strategische Neuausrichtung

Erst Anfang August hatte das berliner Unternehmen eine umfassende strategische Änderung vorgenommen und den Firmennamen AVM in "Fritz" geändert, um konsequent auf die starke Markenbekanntheit und die hohe Beliebtheit seiner erfolgreichen Fritz-Produkte zu setzen. Die Markenbekanntheit für den Produktnamen liegt bei etwa 80 Prozent, die für AVM hingegen deutlich darunter. Ein eigener Online-Shop ist jetzt ein weiterer Schritt, um noch näher an die Kunden zu rücken.

Die Änderungen kamen im Zuge eines Generationswechsels in der Geschäftsführung, als neuer Investor Imker Capital Partners einstieg. Die Gründer Johannes Nill, Peter Faxel, Ulrich Müller-Albring und Jörg-Detlef Gebert hatten das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt und zu einem der führenden Anbieter von Heimnetzwerk-Lösungen in Deutschland entwickelt. Fritz entwickelt seine Produkte seit 1986 in Berlin und produziert laut eigenen Angaben ausschließlich in Europa. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen mit rund 900 Mitarbeitenden einen Umsatz von 630 Millionen Euro.

Erweiterte Möglichkeiten

Der Direktvertrieb könnte Fritz jetzt dabei helfen, Margen zu verbessern und direktes Kundenfeedback zu sammeln. Gleichzeitig ermöglicht es dem Unternehmen theoretisch, neue Produkte schneller zu vermarkten und spezielle Bundles oder Konfigurationen anzubieten, die im Handel möglicherweise nicht verfügbar sind. Preise im eigenen Shop scheinen auf den ersten Blick jedoch nicht unbedingt günstiger zu sein, als bei manchen Handelspartnern. Auch das Angebot unterscheidet sich bisher nicht.

Was haltet ihr vom neuen Fritz-Shop? Kauft ihr lieber direkt beim Hersteller oder bleibt ihr bei euren gewohnten Händlern?
Zusammenfassung
  • Fritz eröffnet eigenen Online-Shop für Direktvertrieb seiner Produkte
  • Kostenloser Versand und Rückgabe sowie direkte Herstellerberatung
  • Trotz Direktvertrieb bleiben Verlinkungen zu externen Händlern bestehen
  • Firmennamenänderung von AVM zu Fritz aufgrund höherer Markenbekanntheit
  • Berliner Unternehmen mit europäischer Produktion und 630 Millionen Umsatz
  • Direktvertrieb könnte Margen verbessern und schnelleres Kundenfeedback liefern

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