Palästinenser überwacht: Microsoft kündigt Cloudverträge mit Israel
Microsoft hat seine Verträge mit dem israelischen Verteidigungsministerium teilweise aufgekündigt. Das Unternehmen schaltet nach eigenen Angaben Dienste ab, weil diese zur massenhaften Überwachung von Palästinensern genutzt wurden.
Die Untersuchung ergab unter anderem, dass Israel die Cloud-Speicherdienste von Microsoft Azure dazu nutzte, um massenweise Daten aus breit angelegten Überwachungsaktionen von Palästinensern zu speichern. Dies bestätigte Microsoft-President Brad Smith in einem Blog-Eintrag. Die Daten enthielten nach Angaben von Smith tatsächlich Aufnahmen von Millionen von Palästinensern geführter Telefongespräche.
Die Kooperation zwischen Microsoft und dem israelischen Militär ist zwar nicht vollständig beendet, doch bestätigte der Softwarekonzern im Grunde, was mehrere Medien zuvor aufgrund eigener Nachforschungen berichtet hatten. Demnach soll eine Sondereinheit der Israel Defence Force (IDF) tausende Terabyte an aufgezeichneten Telefonaten auf den Azure-Servern abgelegt haben. Dabei lagerten die Daten laut den Medienberichten unter anderem auf Servern in den Niederlanden und Irland.
Genaue Angaben darüber, welche Services Microsoft jetzt nicht mehr für das israelische Militär zur Verfügung stellt, machte Smith nicht. Er stellte klar, dass man das Land weiter im Bereich der Cybersicherheit unterstütze. Laut einer von der New York Times zitierten Quelle aus dem israelischen Verteidigungsministerium betrifft die teilweise Aufkündigung von Cloud-Verträgen durch Microsoft aber tatsächlich die Speicherdienste der Azure Cloud, die für die Lagerung der Überwachungsdaten genutzt wurden.
Noch vor der durch Microsoft eingeleiteten Untersuchung habe Israel die bis dahin bei den Redmondern gespeicherten Daten aber bereits zu anderen Plattformen umgezogen, weshalb diese mittlerweile unter anderem bei Amazon Web Services liegen, so die Quelle. Amazon wollte sich bisher nicht zu dem Thema äußern. Ohnehin hat Israel neben Microsoft auch Verträge mit diversen anderen US-Technologiekonzernen. So liefert Google Dienste im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar und außer Amazon ist auch Oracle Partner der Israelis, was Online-Dienste angeht.
Siehe auch:
Microsoft sieht Verletzung seiner Nutzungsbedingungen
Wie Microsoft gestern Abend bekanntgab, hat man einige für das Verteidigungsministerium Israels und damit das israelische Militär erbrachte Leistungen eingestellt, nachdem bei einer internen Untersuchung festgestellt wurde, dass die Art der Verwendung der Cloud-Services durch die israelische Armee gegen die Nutzungsbedingungen für Microsofts Produkte verstieß.Die Untersuchung ergab unter anderem, dass Israel die Cloud-Speicherdienste von Microsoft Azure dazu nutzte, um massenweise Daten aus breit angelegten Überwachungsaktionen von Palästinensern zu speichern. Dies bestätigte Microsoft-President Brad Smith in einem Blog-Eintrag. Die Daten enthielten nach Angaben von Smith tatsächlich Aufnahmen von Millionen von Palästinensern geführter Telefongespräche.
Die Kooperation zwischen Microsoft und dem israelischen Militär ist zwar nicht vollständig beendet, doch bestätigte der Softwarekonzern im Grunde, was mehrere Medien zuvor aufgrund eigener Nachforschungen berichtet hatten. Demnach soll eine Sondereinheit der Israel Defence Force (IDF) tausende Terabyte an aufgezeichneten Telefonaten auf den Azure-Servern abgelegt haben. Dabei lagerten die Daten laut den Medienberichten unter anderem auf Servern in den Niederlanden und Irland.
Israel hat seine Daten längst zu Amazon & Co verlagert
Smith erklärte, dass Microsoft keine Technologie bereitstellen wolle, die die "massenhafte Überwachung von Zivilisten fördere". Man habe ein Interesse am Schutz der Privatsphäre, weil sich daraus auch Geschäftspotenzial ergebe, indem die Kunden sich mit großem Vertrauen auf die Dienste des Unternehmens verlassen könnten.Genaue Angaben darüber, welche Services Microsoft jetzt nicht mehr für das israelische Militär zur Verfügung stellt, machte Smith nicht. Er stellte klar, dass man das Land weiter im Bereich der Cybersicherheit unterstütze. Laut einer von der New York Times zitierten Quelle aus dem israelischen Verteidigungsministerium betrifft die teilweise Aufkündigung von Cloud-Verträgen durch Microsoft aber tatsächlich die Speicherdienste der Azure Cloud, die für die Lagerung der Überwachungsdaten genutzt wurden.
Noch vor der durch Microsoft eingeleiteten Untersuchung habe Israel die bis dahin bei den Redmondern gespeicherten Daten aber bereits zu anderen Plattformen umgezogen, weshalb diese mittlerweile unter anderem bei Amazon Web Services liegen, so die Quelle. Amazon wollte sich bisher nicht zu dem Thema äußern. Ohnehin hat Israel neben Microsoft auch Verträge mit diversen anderen US-Technologiekonzernen. So liefert Google Dienste im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar und außer Amazon ist auch Oracle Partner der Israelis, was Online-Dienste angeht.
Zusammenfassung
- Microsoft kündigt Cloud-Verträge mit Israel wegen Überwachungsaktivitäten
- Israelisches Militär nutzte Azure zur Speicherung von Überwachungsdaten
- Millionen Telefongespräche von Palästinensern wurden auf Azure-Servern abgelegt
- Kooperation nicht vollständig beendet, Unterstützung im Bereich Cybersicherheit
- Israel hat Überwachungsdaten bereits zu anderen Anbietern wie Amazon umgezogen
- Verträge mit Google und Oracle bestehen weiterhin im Wert von Milliarden
Siehe auch:
- Eskalation: 18 Anti-Israel-Aktivisten auf Microsoft-Campus verhaftet
- Microsoft als Helfer Israels: Rechenzentrum in den Niederlanden besetzt
- Microsoft-Mitarbeiter stört Build 2025 wegen Cloud-Verträgen mit Israel
- Microsoft entlässt Mitarbeiter nach Israel-Kritik umgehend
- Microsoft feiert 50 Jahre: Mitarbeiter unterbrechen Show mit Israelkritik
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