MIT entdeckt: Akkus verraten ihren Zustand durch kaum hörbare Töne
Lithium-Akkus altern, verlieren Leistung und können sogar gefährlich werden. Forscher suchen seit Jahren nach Wegen, ihre Gesundheit zuverlässig zu prüfen - nun zeigt sich: Die Zellen verraten ihren Zustand auch durch kaum hörbare Töne.
Das Team des Department of Chemical Engineering nahm Batterien unter realen Lade- und Entladebedingungen genauestens ins Visier. Neben den elektrischen Daten zeichneten die Forscher winzige Knack- und Knistergeräusche auf, die im Inneren entstehen. Durch den Abgleich beider Messungen gelang es ihnen erstmals, einzelne akustische Muster klar zuzuordnen - etwa zur Bildung von Gasblasen oder zu feinen Materialrissen, den beiden Hauptursachen von Alterung.
Veröffentlicht im Fachjournal Joule arbeitet das MIT-Team bereits mit Industriepartnern an der Umsetzung. Auch in der Batteriefertigung ließe sich die Methode nutzen, um fehlerhafte Zellen gleich beim Produktionsstart zu erkennen. So könnten unscheinbare Geräusche künftig entscheiden, wie sicher und langlebig die Energiespeicher von morgen sein werden.
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Ist der Akku noch gesund? Einfach mal genau hinhören
Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken - sie treiben Smartphones, Laptops und Elektroautos an. Doch immer wieder zeigen Schlagzeilen, dass sie nicht nur an Leistung verlieren, sondern im Extremfall auch gefährlich werden können. Deshalb suchen Forscher seit Jahren nach Wegen, ihre Gesundheit zuverlässig zu überwachen. Nun haben Wissenschaftler des MIT eine faszinierende Lösung entdeckt: Akkus verraten ihren Zustand über die Geräusche, die sie beim Arbeiten machen.Das Team des Department of Chemical Engineering nahm Batterien unter realen Lade- und Entladebedingungen genauestens ins Visier. Neben den elektrischen Daten zeichneten die Forscher winzige Knack- und Knistergeräusche auf, die im Inneren entstehen. Durch den Abgleich beider Messungen gelang es ihnen erstmals, einzelne akustische Muster klar zuzuordnen - etwa zur Bildung von Gasblasen oder zu feinen Materialrissen, den beiden Hauptursachen von Alterung.
Jetzt wissen wir, worauf wir achten müssen und wie wir dies mit Lebensdauer, Gesundheit und Sicherheit in Verbindung bringen könnenMöglich wurde das laut Mathematik-Professor Martin Z. Bazant durch eine mathematische Auswertung, die die Signale in Frequenz und Dauer zerlegt und so auch in starkem Hintergrundrauschen erkennt. Was zuvor bloß als diffuses Knistern erschien, entpuppte sich dadurch als präziser Indikator für den Zustand einer Zelle.
Großes Potenzial
Das Potenzial reicht weit: Elektrofahrzeuge könnten so passiv und kostengünstig überwacht werden, Großspeicher ließen sich frühzeitig auf Probleme prüfen. In Kooperation mit Oak Ridge National Laboratory zeigte sich zudem, dass akustische Warnzeichen einer gefährlichen Überhitzung vorausgehen - lange bevor sich thermisches Durchgehen anbahnt.Veröffentlicht im Fachjournal Joule arbeitet das MIT-Team bereits mit Industriepartnern an der Umsetzung. Auch in der Batteriefertigung ließe sich die Methode nutzen, um fehlerhafte Zellen gleich beim Produktionsstart zu erkennen. So könnten unscheinbare Geräusche künftig entscheiden, wie sicher und langlebig die Energiespeicher von morgen sein werden.
Was sind Batteriespeicher?
Batteriespeicher sind Systeme, die überschüssige elektrische Energie speichern und bei Bedarf wieder abgeben können. Sie dienen als zentrale Bausteine für ein stabiles Stromnetz im Zuge der Energiewende und helfen, Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen.
In Deutschland boomen derzeit besonders Großbatteriespeicher, die Hunderte Megawatt Leistung bieten können. Allein beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz lagen im Frühjahr 2025 Anschlussanfragen für 90 Gigawatt an Batteriespeichern vor - deutlich mehr als die Leistung der ehemaligen Atomkraftwerke.
In Deutschland boomen derzeit besonders Großbatteriespeicher, die Hunderte Megawatt Leistung bieten können. Allein beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz lagen im Frühjahr 2025 Anschlussanfragen für 90 Gigawatt an Batteriespeichern vor - deutlich mehr als die Leistung der ehemaligen Atomkraftwerke.
Wie funktionieren Energiespeicher?
Energiespeicher nehmen überschüssige Energie auf, bevor sie ins Netz eingespeist wird, und entlasten dadurch aktiv das Stromnetz. Die gespeicherte Energie kann dann bedarfsgerecht wieder eingespeist werden - etwa in Zeiten hoher Netzlast oder geringer Erzeugung aus erneuerbaren Quellen.
Je nach Technologie werden unterschiedliche physikalische oder chemische Prozesse genutzt. Bei Lithium-Ionen-Batterien wandern Lithium-Ionen zwischen Anode und Kathode, während bei Redox-Flow-Batterien zwei flüssige Elektrolyte in separaten Tanks gespeichert werden und die Energie in chemischen Verbindungen speichern.
Je nach Technologie werden unterschiedliche physikalische oder chemische Prozesse genutzt. Bei Lithium-Ionen-Batterien wandern Lithium-Ionen zwischen Anode und Kathode, während bei Redox-Flow-Batterien zwei flüssige Elektrolyte in separaten Tanks gespeichert werden und die Energie in chemischen Verbindungen speichern.
Welche Speichertypen gibt es?
Es existieren verschiedene Arten von Energiespeichern, die sich nach Speicherkapazität, Reaktionszeit und Einsatzbereich unterscheiden. Lithium-Ionen-Batterien dominieren aktuell den Markt mit einem Wirkungsgrad von 90-95% und hoher Energiedichte.
Weitere wichtige Technologien sind Natrium-Ionen-Batterien (günstiger, aber geringere Energiedichte), Redox-Flow-Batterien (skalierbar, aber komplexer Aufbau), Pumpspeicherkraftwerke (für große Energiemengen) und Schwungmassenspeicher. Zudem werden Wasserstoffspeicher für die Langzeitspeicherung erforscht.
Weitere wichtige Technologien sind Natrium-Ionen-Batterien (günstiger, aber geringere Energiedichte), Redox-Flow-Batterien (skalierbar, aber komplexer Aufbau), Pumpspeicherkraftwerke (für große Energiemengen) und Schwungmassenspeicher. Zudem werden Wasserstoffspeicher für die Langzeitspeicherung erforscht.
Wofür brauchen wir Speicher?
Energiespeicher sind für die Energiewende unverzichtbar, da sie die volatile Einspeisung aus erneuerbaren Energien ausgleichen. Wind- und Solarenergie unterliegen wetter- und tageszeitbedingten Schwankungen, während der Strombedarf relativ konstant bleibt.
Batteriespeicher ermöglichen es, überschüssigen Strom aus Zeiten hoher Erzeugung für Phasen mit geringer Erzeugung zu speichern. So stabilisieren sie das Stromnetz, erhöhen die Versorgungssicherheit und senken durch effiziente Nutzung erneuerbarer Energien langfristig die Strompreise.
Batteriespeicher ermöglichen es, überschüssigen Strom aus Zeiten hoher Erzeugung für Phasen mit geringer Erzeugung zu speichern. So stabilisieren sie das Stromnetz, erhöhen die Versorgungssicherheit und senken durch effiziente Nutzung erneuerbarer Energien langfristig die Strompreise.
Wie gut sind Heimspeicher?
Heimspeicher für Photovoltaikanlagen haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und bieten Privathaushalten die Möglichkeit, ihren Eigenverbrauch zu optimieren. Die Technik ist ausgereift und zuverlässig, mit Wirkungsgraden von bis zu 95% bei modernen Systemen.
Die Marktführer in Deutschland sind laut Daten von 2024 BYD mit 21,6% Marktanteil, gefolgt von Huawei (12,4%) und Sungrow (11,5%). Deutsche Hersteller wie Sonnen (4,7%), E3/DC (4,3%) und Varta (1,3%) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle auf dem Markt.
Die Marktführer in Deutschland sind laut Daten von 2024 BYD mit 21,6% Marktanteil, gefolgt von Huawei (12,4%) und Sungrow (11,5%). Deutsche Hersteller wie Sonnen (4,7%), E3/DC (4,3%) und Varta (1,3%) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle auf dem Markt.
Was kostet ein Batteriespeicher?
Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten Jahren erheblich gesunken. Laut der Internationalen Energieagentur sind Lithium-Ionen-Akkus seit 2015 um fast 70 Prozent im Preis gefallen, was sowohl privaten Haushalten als auch Unternehmen zugutekommt.
Für Heimspeicher müssen Privathaushalte je nach Kapazität und Hersteller aktuell zwischen 5.000 und 15.000 Euro investieren. Großspeicher für Industrieanwendungen kosten je nach Leistung und Technologie mehrere Millionen Euro, wobei sich durch fallende Batteriepreise und politische Anreize attraktive Geschäftsmodelle entwickeln.
Für Heimspeicher müssen Privathaushalte je nach Kapazität und Hersteller aktuell zwischen 5.000 und 15.000 Euro investieren. Großspeicher für Industrieanwendungen kosten je nach Leistung und Technologie mehrere Millionen Euro, wobei sich durch fallende Batteriepreise und politische Anreize attraktive Geschäftsmodelle entwickeln.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Die Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers hängt von verschiedenen Faktoren ab: Strompreis, Einspeisevergütung, Eigenverbrauchsanteil, Anschaffungskosten und Lebensdauer. Bei steigenden Strompreisen und sinkenden Speicherkosten wird die Investition zunehmend attraktiver.
Für Privathaushalte mit Photovoltaikanlage beträgt die Amortisationszeit derzeit etwa 8-12 Jahre. Durch Förderungen oder weiter steigende Strompreise kann sich diese Zeit verkürzen. Neben wirtschaftlichen Aspekten spielen auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und der Beitrag zur Energiewende eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
Für Privathaushalte mit Photovoltaikanlage beträgt die Amortisationszeit derzeit etwa 8-12 Jahre. Durch Förderungen oder weiter steigende Strompreise kann sich diese Zeit verkürzen. Neben wirtschaftlichen Aspekten spielen auch der Wunsch nach Unabhängigkeit und der Beitrag zur Energiewende eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
Was bringt die Zukunft?
Die Zukunft der Energiespeicherung liegt in der Weiterentwicklung bestehender und neuer Technologien. Natrium-Ionen-Batterien gewinnen als kostengünstige Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien an Bedeutung, während Redox-Flow-Batterien für Großspeicher interessant werden.
Auch die Integration von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher (Vehicle-to-Grid) zeigt großes Potenzial: 20 Millionen E-Autos könnten theoretisch 1.200 GWh Speicherkapazität bieten. Zudem arbeiten Forscher an hybriden Energiespeichern und KI-optimierten Speicherlösungen, um die Effizienz von Energiesystemen weiter zu verbessern.
Auch die Integration von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher (Vehicle-to-Grid) zeigt großes Potenzial: 20 Millionen E-Autos könnten theoretisch 1.200 GWh Speicherkapazität bieten. Zudem arbeiten Forscher an hybriden Energiespeichern und KI-optimierten Speicherlösungen, um die Effizienz von Energiesystemen weiter zu verbessern.
Zusammenfassung
- MIT-Forscher entschlüsseln Knack- und Knistergeräusche alternder Akkus
- Akustische Muster geben Aufschluss über Gasblasen und Materialrisse
- Mathematische Signalanalyse ermöglicht Erkennung trotz Hintergrundlärm
- Passives Überwachungssystem für E-Fahrzeuge und Großspeicher möglich
- Akustische Warnzeichen treten vor gefährlicher Akkuüberhitzung auf
- Technologie könnte auch bei der Qualitätskontrolle in der Produktion helfen
Siehe auch:
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