RTX-6000D-Verbot in China:
Firmen dürfen keine Nvidia KI-GPUs kaufen

Die chinesische Regierung untersagt heimischen Unternehmen erneut den Einkauf von bestimmten Grafikkarten bzw. KI-Chips. In dem neuen Fall ist Nvidias neueste KI-GPU RTX 6000D betroffen, die eigentlich speziell für den chinesischen Markt angepasst wurde.
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China verbietet jetzt auch Nvidias neue KI-Chips

Die Regulierungsbehörde für Internet- und Technologiemärkte in China hat per staatlicher Anordnung den Einkauf von Nvdia RTX Pro 6000D KI-GPUs durch Unternehmen in dem Land unterbunden. Die Firmen müssen auf geplante Einkäufe verzichten und bereits erfolgte Bestellungen sind ebenfalls zu stornieren, berichtet unter anderem die Financial Times.

Laut der Cyberspace Administration of China (CAC) müssen Firmen wie der TikTok-Eigner Bytedance und der Online-Handelskonzern Alibaba mit sofortiger Wirkung die Erprobung der Verwendung der Nvidia RTX Pro 6000D stoppen und ihre bereits erfolgten Bestellungen aufgeben. Dies wollen die Autoren des Berichts des Wirtschaftsblatts Financial Times von drei Quellen aus dem Umfeld der betroffenen Firmen erfahren haben.

Firmen sollen Tausende RTX 6000D vorbestellt haben

Mit dem Verbot des Einkaufs der RTX Pro 6000D greift die chinesische Regierung nun härter durch, nachdem man sich mit einem zuvor verhängten Verbot auf die Nvidia H20 konzentriert hatte, bei der es sich um die Vorgängergeneration der KI-GPUs für den chinesischen Markt handelte.

Die RTX Pro 6000D nutzt bereits die aktuelle "Blackwell"-Architektur und wurde in ihrer Performance eingeschränkt, damit Nvidia nicht gegen die von der US-Regierung festgelegten Begrenzungen für die maximale Leistung von KI-Chips für die Ausfuhr nach China verstößt. Bisher war das Interesse chinesischer Abnehmer an den neuen KI-GPUs dieses Typs allerdings gering, heißt es.

Angeblich hatten verschiedene Firmen aber dennoch schon Vorbereitungen für den massenhaften Einkauf der RTX Pro 6000D getroffen, um zehntausende Einheiten abzunehmen. In Kooperation mit Server-Lieferanten erfolgten bereits Tests, die jetzt aber auf Anordnung der CAC gestoppt werden müssen. Unterdessen ist es in China trotz der US-Sanktionen relativ einfach, an leistungsfähige Nvidia-Grafikkarten für KI-Anwendungen zu kommen, wie unter anderem der YouTube-Kanal Gamer's Nexus in einer Dokumentation zeigte.

Zusammenfassung
  • China verbietet Unternehmen den Kauf von Nvidias RTX 6000D KI-Chips
  • Betroffen sind große Firmen wie Bytedance und Alibaba
  • Die speziell für den chinesischen Markt angepasste GPU wurde blockiert
  • Laufende Tests müssen gestoppt und bereits getätigte Bestellungen storniert werden
  • Nach dem Verbot der H20-Generation folgt nun die Beschränkung der Blackwell-Chips
  • Trotz US-Sanktionen sind leistungsfähige Nvidia-Karten in China erhältlich

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