DIY-Board: Alter BlackBerry Passport wird 'neues' Android-Smartphone

Der BlackBerry Passport war 2014 eines der letzten Smartphones, die noch mit BlackBerry OS auf den Markt kamen. Jetzt kann er mit einem neuen Mainboard zu einem modernen Android-Smartphone gemacht werden.
Smartphone, Tastatur, Keyboard, Blackberry, Blackberry Passport, BlackBerryOS
RIM

Altes BlackBerry-Flaggschiff lässt sich wiederbeleben

Wer noch einen BlackBerry Passport sein Eigen nennt, kann das alte Smartphone mit einem neuen Mainboard wieder zum Leben erwecken. Damit wird das mit einem 4,5 Zoll großen Touchscreen mit 1440x1440 Pixeln ausgerüstete Gerät mit seiner Hardware-Tastatur ins Jahr 2025 katapultiert und kann mit einem aktuellen Android betrieben werden.

Natürlich ist die Wiederbelebung eines BlackBerry Passport eher ein Do-it-yourself-Projekt, sodass man sich gut überlegen sollte, ob die Vintage-Hardware wirklich dafür zerlegt werden muss. BlackBerry gab jedoch bereits vor Jahren sein Geschäft mit mobilen Geräten auf, nachdem man zunächst das hauseigene BlackBerry OS auslaufen ließ und auf Android umgestellt hatte.

Blackberry PassportBlackberry PassportBlackberry PassportBlackberry Passport

Umbau nutzt Hardware des BlackBerry Passport

Möglich wird das Upgrade des BlackBerry Passport, weil ein kleines Team von Hardware-Entwicklern am sogenannten Zinwa P26 DIY-Kit arbeitet, wie Liliputing unter Bezug auf den Discord-Kanal des Teams berichtet. Es handelt sich um die gleichen Spezialisten, die mit dem Zinwa Q25 Pro bereits ein Kit zum Umbau eines alten BlackBerry Q20 Classic mit neuer Hardware vorgestellt haben. Sie arbeiten übrigens auch am Zinwa Q27, einer Art neuem Smartphone mit Android im BlackBerry-Stil mit Hardware-Tastatur.

Vorerst wird das P26 DIY-Kit nur für Bastler angeboten, man will also anders als beim Q25 Pro keine bereits vorab umgebauten Geräte anbieten. Der Grund dafür ist, dass der BlackBerry Passport nicht gerade häufig verkauft wurde und deshalb kaum noch als Gebrauchtware verfügbar ist. Das Umbau-Kit ist zudem nur mit dem Originalmodell nutzbar, nicht aber mit dem etwas jüngeren BlackBerry Passport SE.

MediaTek-basierte moderne Hardware mit Octacore-SoC

Das neue Upgrade-Kit besteht aus einem neuen Mainboard, das anstelle der alten Hauptplatine des BlackBerry Passport verbaut werden kann. Die Käufer erhalten also ein Board mit dem MediaTek Helio G99 Octacore-SoC, der zwei High-End-Cores mit 2,2 Gigahertz und sechs Stromsparkerne mit maximal 2,0 Gigahertz mitbringt. Es sind 12 Gigabyte LPDDR4X-RAM und 256 GB Flash-Speicher mit UFS-2.1-Anbindung verbaut.

Außerdem bietet das neue Board Unterstützung für WLAN, Bluetooth, 4G-/LTE-Mobilfunk, eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln Auflösung und eine Frontkamera mit acht Megapixeln sowie ein Daugtherboard mit USB-C-Anschluss für die Energieversorgung. Die neuen Teile werden "einfach" in den alten BlackBerry Passport eingesetzt und nutzen dann dessen Display, Tastatur und weitere Hardware.

Die Entwickler wollen ihr Kit in zwei Varianten mit und ohne Google Play-Store anbieten, wobei als Grundlage immer Android 14 dient. Mittelfristig versprechen sie zwei bis drei Android-Upgrades, wobei natürlich zu bedenken ist, dass es sich um ein kleines, unabhängiges Team handelt. Das Zinwa P26 DIY-Kit soll im Lauf des Jahres 2026 verfügbar gemacht werden, wobei noch einige Arbeit nötig ist, um die Kompatibilität des Upgrade-Pakets mit der alten Hardware zu erreichen.

Zusammenfassung
  • BlackBerry Passport von 2014 kann mit neuem Mainboard modernisiert werden
  • Das Zinwa P26 DIY-Kit stattet das Gerät mit aktuellem Android 14 aus
  • Mit MediaTek Helio G99, 12 GB RAM und 256 GB Speicher technisch aktuell
  • Die originale Tastatur und das quadratische 4,5-Zoll-Display bleiben erhalten
  • Upgrade-Kit soll im Laufe des Jahres 2026 für Bastler verfügbar sein
  • Nur für das Original-Passport geeignet, nicht für die SE-Variante
  • Entwicklerteam verspricht zwei bis drei Android-Updates für das System

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!