Kazeta: Linux-Variante macht PCs im Handumdrehen zu 'Retro-Konsole'

Der Gründer der Linux-Variante ChimeraOS hat eine besonders simple Möglichkeit geschaffen, mit der man jeden PC mit microSD-Kartenslot mit minimalem Aufwand zu einer schnell einsatzbereiten "Retro-Spielkonsole" machen kann.
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Kazeta

Kazeta soll vor allem auf Mini-PCs laufen

Kazeta ist ein neues Linux-Betriebssystem, mit dem man das Erlebnis einer Retro-Konsole auf einen modernen PC holen kann. Hinter dem Projekt steckt der Begründer von ChimeraOS, das auch die Grundlage von Kazeta bildet. Kazeta läuft im Grunde auf allen aktuellen PCs, die die auf der Projekt-Website genannten Mindestanforderungen erfüllen.

Der Entwickler hat Kazeta hauptsächlich für die Verwendung auf Mini-PCs wie dem Geekom A5 2025 Edition entwickelt, wobei für die Bedienung vor allem über den 8bitdo Ultimate 2C Wireless Controller per Kabelverbindung oder über den mitgelieferten Dongle erfolgen sollte. Auch andere kabelgebundene Controller können verwendet werden, Bluetooth-Controller werden aber leider nicht unterstützt.

Karte einlegen, PC einschalten, Spiel startet, loszocken

Kazeta macht im Grunde aus dem PC eine Art Spielkonsole, die auf SD-Karten oder anderen auswerfbaren Speichermedien abgelegt ist. Der Nutzer muss dafür anhand einer Anleitung eigene SD-Karten erstellen, auf denen man jeweils ein einzelnes Spiel unterbringt. Die Karten können dann in den zur "Konsole" verwandelten PC eingelegt werden, woraufhin dann beim Einschalten automatisch das Spiel gestartet wird.


Die Speicherkarten werden dabei als schreibgeschützte Medien behandelt, weil die Speicherdaten automatisch auf dem jeweiligen Speichermedium des Host-PCs abgelegt werden. Schaltet man den per Kazeta zur Spielkonsole umfunktionierten PC ohne eingelegte Speicherkarte ein, wird ein einfaches Menü zur Verwaltung von Speicherständen angezeigt.

Keine Spiele mit DRM unterstützt

Hinter den Kulissen steckt hier natürlich ein Linux-basiertes Betriebssystem, das auch moderne Spiele nutzbar macht. Das Ganze funktioniert nur mit Spielen, die ohne digitales Rechtemanagement daherkommen. Titel von Plattformen wie Steam oder Epic Games mit DRM-Integration sind somit nicht damit verwendbar.

Kazeta bringt aber abgesehen von der oben genannten begrenzten Hardware-Unterstützung auch noch einige andere Einschränkungen mit sich. Es gibt zum Beispiel keine Dual-Boot-Unterstützung. Das "umgerüstete" System kann also nicht optional mit einem vollwertigen Desktop-Betriebssystem wie Windows gestartet werden.

Unterstützung für Hybrid-Grafiklösungen gibt es ebenfalls nicht, man kann also auch nicht zwischen einer internen und einer zusätzlich verbauten Grafikkarte wechseln. Mittelfristig will der Entwickler immerhin die Möglichkeit schaffen, Bluetooth-Controller zu verwenden, wobei dies natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Zusammenfassung
  • Kazeta verwandelt PCs mit microSD-Kartenslot in einsatzbereite Retro-Konsolen
  • Neues Linux-System basiert auf ChimeraOS und wurde für Mini-PCs entwickelt
  • Bedienung erfolgt über kabelgebundene Controller, Bluetooth wird nicht unterstützt
  • Jede SD-Karte enthält ein einzelnes Spiel und startet automatisch beim Einlegen
  • Spielstände werden auf dem PC gespeichert, SD-Karten bleiben schreibgeschützt
  • Das System funktioniert nur mit DRM-freien Spielen, nicht mit Steam oder Epic Games
  • Keine Dual-Boot-Option und keine Unterstützung für Hybrid-Grafiklösungen

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