Lenovo G02: Handheld-Konsole im Game-Boy-Stil - mit illegalen Spielen?
Nintendos Anwälte dürften sich bereits die Hände reiben, denn ein chinesischer Hersteller hat eine neue Handheld-Spielkonsole auf den Markt gebracht, die mit einer Ladung illegaler ROMs von alten Nintendo-Games daherkommt. Das Kuriose: Lenovo leiht dem Gerät seinen Markennamen.
Das Gerät wird mit einer Reihe von Spielen ab Werk ausgeliefert, die scheinbar allesamt Kopien von Titeln einer Reihe bekannter Publisher sind, allen voran der japanische Spielekonzern Nintendo. Dass der G02-Handheld zwar (wahrscheinlich) illegal kopierte Spiele enthält, gleichzeitig aber den Markennamen eines der größten Elektronik- und PC-Hersteller der Welt trägt, sorgte deshalb durchaus für Verwunderung.
Das Ganze soll Teil einer regionalen Markenlizenz sein, die ausschließlich auf den chinesischen Markt begrenzt ist. Im Grunde handelt es sich um einen Fall, in dem ein White-Label-Produkt unter der Marke einer bekannten Firma vertrieben wird, ohne dass der Namensgeber wirklich damit etwas zu tun hat.
Problematisch ist allerdings, dass der Lizenznehmer hier die Urheberrechte der Hersteller der als vorinstallierte ROMs mitgelieferten Spiele nicht zu respektieren scheint. Denkbar wäre aber auch, dass die Händler, welche das Gerät über Plattformen wie AliExpress auch in Länder außerhalb Chinas verkaufen, ihrerseits die urheberrechtsverletzenden Spielekopien installieren.
Genau dies erklärte Lenovo auch in einer Stellungnahme gegenüber westlichen Medien wie Android Authority. Lenovo als Lizenzgeber und der Lizenznehmer für den chinesischen Markt würden ihre Produkte grundsätzlich nicht mit Speicherkarten oder vorinstallierten Spielen anbieten. Die "außerhalb autorisierter Kanäle" vertriebenen Geräte könnten dennoch Software enthalten, die von Dritten ohne Wissen oder Zustimmung von Lenovo installiert werde, so das Unternehmen.
Siehe auch:
Handheld-Konsole mit Lenovo-Logo bei AliExpress
Seit einigen Tagen geistert ein als Lenovo G02 bezeichnetes Gerät durch die Diskussionsforen von Retro-Gaming-Fans, das zu einem relativ geringen Preis ein interessantes Paket aus sparsamer ARM-basierter Hardware und einem hochauflösenden Display mit den vom Game Boy bekannten Tasten bietet.Das Gerät wird mit einer Reihe von Spielen ab Werk ausgeliefert, die scheinbar allesamt Kopien von Titeln einer Reihe bekannter Publisher sind, allen voran der japanische Spielekonzern Nintendo. Dass der G02-Handheld zwar (wahrscheinlich) illegal kopierte Spiele enthält, gleichzeitig aber den Markennamen eines der größten Elektronik- und PC-Hersteller der Welt trägt, sorgte deshalb durchaus für Verwunderung.
Lenovo leiht nur seinen Namen
Gegenüber dem Blog Retro Dodo hat Lenovo jetzt für etwas Klarheit gesorgt. Der chinesische PC-Gigant ist demnach nicht selbst Hersteller des "Lenovo G02", sondern leiht dem Gerät nur seinen Namen. Der eigentliche Hersteller des Geräts hat demnach den Markennamen Lenovo für sein Produkt lizenziert und versieht die Konsole damit.Das Ganze soll Teil einer regionalen Markenlizenz sein, die ausschließlich auf den chinesischen Markt begrenzt ist. Im Grunde handelt es sich um einen Fall, in dem ein White-Label-Produkt unter der Marke einer bekannten Firma vertrieben wird, ohne dass der Namensgeber wirklich damit etwas zu tun hat.
Problematisch ist allerdings, dass der Lizenznehmer hier die Urheberrechte der Hersteller der als vorinstallierte ROMs mitgelieferten Spiele nicht zu respektieren scheint. Denkbar wäre aber auch, dass die Händler, welche das Gerät über Plattformen wie AliExpress auch in Länder außerhalb Chinas verkaufen, ihrerseits die urheberrechtsverletzenden Spielekopien installieren.
Genau dies erklärte Lenovo auch in einer Stellungnahme gegenüber westlichen Medien wie Android Authority. Lenovo als Lizenzgeber und der Lizenznehmer für den chinesischen Markt würden ihre Produkte grundsätzlich nicht mit Speicherkarten oder vorinstallierten Spielen anbieten. Die "außerhalb autorisierter Kanäle" vertriebenen Geräte könnten dennoch Software enthalten, die von Dritten ohne Wissen oder Zustimmung von Lenovo installiert werde, so das Unternehmen.
Zusammenfassung
- Chinesischer Hersteller bringt Handheld-Konsole Lenovo G02 mit illegalen ROMs auf den Markt
- Lenovo leiht lediglich seinen Markennamen und ist nicht tatsächlicher Hersteller des Geräts
- Die vorinstallierten Spiele stammen von Nintendo und weiteren bekannten Publishern
- Es handelt sich um eine regionale Markenlizenz, begrenzt auf den chinesischen Markt
- Drittverkäufer auf Aliexpress könnten die illegalen ROMs nachträglich installiert haben
- Lenovo betont, dass weder sie noch der Lizenznehmer vorinstallierte Spiele anbieten
Siehe auch:
- Windows blockiert ROG Ally: Xbox-Handheld-Konsole lahmgelegt
- Kazeta: Linux-Variante macht PCs im Handumdrehen zu 'Retro-Konsole'
- Xbox Handheld ist da: Microsoft und Asus stellen gleich 2 Konsolen vor
- Sony plant neue Handheld-Konsole für PlayStation 5-Games
- Xbox-Chef bestätigt: Microsoft arbeitet an neuer Handheld-Konsole
Thema:
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