Bau eines Nuklearreaktors, der in Militär-Container passt, gestartet
BWX Technologies hat mit der Fertigung des Reaktorkerns für den Pele-Mikroreaktor begonnen. Der transportable 1,5-Megawatt-Reaktor soll ab 2028 Militärbasen mit Strom versorgen und passt in vier Schiffscontainer.
Der gasgekühlte Pele-Mikroreaktor ist für den Transport konzipiert und passt mit allen zugehörigen Systemen in vier sechs Meter lange Schiffscontainer. Diese kompakte Bauweise macht ihn ideal für die Lieferung an vorgeschobene Militärbasen und andere Installationen, wo er bis zu drei Jahre ohne Nachbetankung zuverlässig Strom liefern kann. Laut einer Pressemitteilung von BWX Technologies ermöglicht das Energieumwandlungssystem dem Mikroreaktor, in abgelegenen oder umkämpften Gebieten zuverlässig missionskritische Stromversorgung zu gewährleisten.
TRISO-Brennstoff besteht aus dreifach ummantelten Partikeln mit einem Uranoxid-Kern, der von mehreren Schichten aus isotropem Pyrografit und Siliciumcarbid umhüllt ist. Diese Technologie entstand ursprünglich in den 1970er Jahren in Großbritannien und wurde in Deutschland weiterentwickelt. In Deutschland kam TRISO ab 1981 im AVR-Reaktor in Jülich zum Einsatz, einem experimentellen Hochtemperaturreaktor, der bis 1988 in Betrieb war. Die mehrschichtige Umhüllung macht TRISO-Brennstoff besonders sicher, da selbst bei extremen Temperaturen von über 1600 Grad Celsius die radioaktiven Spaltprodukte sicher eingeschlossen bleiben.
Das Projekt Pele begann 2016 nach einer Studie des Verteidigungsministeriums, die einen wachsenden Bedarf an zusätzlichen Energiequellen für das Militär identifizierte. Das Strategic Capabilities Office vergab 2022 den Auftrag zum Bau des Prototyp-Reaktors an BWXT. Der Name "Pele" bezieht sich übrigens auf die hawaiianische Göttin der Vulkane und des Feuers.
Transportable Mikro-Reaktoren können Strom liefern, wo und wann er in verschiedenen schwierigen Bedingungen benötigt wird - auch für potenzielle kommerzielle Anwendungen bei Katastrophenhilfe und Stromversorgung an abgelegenen Standorten. Bergbauunternehmen, Forschungsstationen in der Arktis oder Notfallteams nach Naturkatastrophen könnten ebenfalls von dieser Technologie profitieren.
Wie seht ihr die Entwicklung transportabler Mikroreaktoren? Diskutiert mit uns über die Chancen und Herausforderungen dieser Technologie!
Siehe auch:
Kompakter Reaktor für das Militär
BWX Technologies (BWXT) hat auf seinem Gelände in Lynchburg, Virginia, mit der Fertigung des Reaktorkerns für den Pele-Mikroreaktor begonnen. Der 1,5-Megawatt-Demonstrationsreaktor wird für das Strategic Capabilities Office des US-Verteidigungsministeriums entwickelt und soll 2028 mit der Stromproduktion beginnen.Der gasgekühlte Pele-Mikroreaktor ist für den Transport konzipiert und passt mit allen zugehörigen Systemen in vier sechs Meter lange Schiffscontainer. Diese kompakte Bauweise macht ihn ideal für die Lieferung an vorgeschobene Militärbasen und andere Installationen, wo er bis zu drei Jahre ohne Nachbetankung zuverlässig Strom liefern kann. Laut einer Pressemitteilung von BWX Technologies ermöglicht das Energieumwandlungssystem dem Mikroreaktor, in abgelegenen oder umkämpften Gebieten zuverlässig missionskritische Stromversorgung zu gewährleisten.
Innovative TRISO-Brennstofftechnologie
Pele wird mit TRISO-Brennstoff (Abkürzung für TRistructural-ISOtropic) betrieben, einer speziellen Konstruktion aus hochangereichertem, niedrig angereichertem Uran (High-Assay Low-Enriched Uranium, HALEU), das extremer Hitze standhalten kann und sehr geringe Umweltrisiken aufweist. BWXT hat die Herstellung des TRISO-Kernbrennstoffs für den Reaktor abgeschlossen und wird ihn in den kommenden Monaten zum Idaho National Lab versenden.TRISO-Brennstoff besteht aus dreifach ummantelten Partikeln mit einem Uranoxid-Kern, der von mehreren Schichten aus isotropem Pyrografit und Siliciumcarbid umhüllt ist. Diese Technologie entstand ursprünglich in den 1970er Jahren in Großbritannien und wurde in Deutschland weiterentwickelt. In Deutschland kam TRISO ab 1981 im AVR-Reaktor in Jülich zum Einsatz, einem experimentellen Hochtemperaturreaktor, der bis 1988 in Betrieb war. Die mehrschichtige Umhüllung macht TRISO-Brennstoff besonders sicher, da selbst bei extremen Temperaturen von über 1600 Grad Celsius die radioaktiven Spaltprodukte sicher eingeschlossen bleiben.
Starke Industriepartnerschaft
Das Projekt Pele entsteht in Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen. Rolls-Royce entwickelt das Energieumwandlungsmodul in seiner LibertyWorks-Anlage in Indianapolis, während Northrop Grumman das Steuerungsmodul für den Reaktor bereitstellt.Das Projekt Pele begann 2016 nach einer Studie des Verteidigungsministeriums, die einen wachsenden Bedarf an zusätzlichen Energiequellen für das Militär identifizierte. Das Strategic Capabilities Office vergab 2022 den Auftrag zum Bau des Prototyp-Reaktors an BWXT. Der Name "Pele" bezieht sich übrigens auf die hawaiianische Göttin der Vulkane und des Feuers.
Transportable Mikro-Reaktoren können Strom liefern, wo und wann er in verschiedenen schwierigen Bedingungen benötigt wird - auch für potenzielle kommerzielle Anwendungen bei Katastrophenhilfe und Stromversorgung an abgelegenen Standorten. Bergbauunternehmen, Forschungsstationen in der Arktis oder Notfallteams nach Naturkatastrophen könnten ebenfalls von dieser Technologie profitieren.
Wie seht ihr die Entwicklung transportabler Mikroreaktoren? Diskutiert mit uns über die Chancen und Herausforderungen dieser Technologie!
Zusammenfassung
- BWX Technologies beginnt mit Fertigung des Pele-Mikroreaktors
- Transportabler 1,5-Megawatt-Reaktor passt in vier Schiffscontainer
- Reaktor kann Militärbasen drei Jahre ohne Nachbetankung mit Strom versorgen
- TRISO-Brennstoff mit mehrschichtiger Ummantelung sorgt für hohe Sicherheit
- Projekt entstand aus identifiziertem Energiebedarf des US-Militärs
- Reaktor soll ab 2028 einsatzbereit sein und Strom produzieren
- Technologie bietet Potenzial für zivile Nutzung in abgelegenen Gebieten
Siehe auch:
- MARVEL-Durchbruch: Flüssigmetall-Kühlung von Mikroatomreaktor läuft
- USA haben iranische Nuklearreaktoren offenbar bewusst verschont
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