YouTube: KI soll Alter der Nutzer erraten und nicht jugendfreies sperren
YouTube wird eine neue Technologie zur Altersschätzung einführen: Ein KI-System soll analysieren, wie alt ein Nutzer sein könnte. Abhängig davon werden ihm dann bestimmte Inhalte auf der Videoplattform schlicht nicht mehr angezeigt.
Wird ein Besucher als Teenager identifiziert, greift YouTube zukünftig automatisch auf Schutzmechanismen zurück, die bislang nur für verifizierte Minderjährige galten. Dazu zählen unter anderem das Deaktivieren personalisierter Werbung, Einschränkungen bei der wiederholten Anzeige bestimmter Inhalte (z. B. zu Körperbildern oder sozialer Aggression) sowie digitale "Wohlfühlfunktionen" wie Erinnerungen an Bildschirmzeit oder Schlafenszeit. Einige dieser Maßnahmen existieren bereits seit 2018, wurden bisher jedoch nur bei Nutzern aktiviert, die ihr Alter freiwillig korrekt angegeben haben.
Falls ein Nutzer fälschlicherweise als unter 18 Jahre alt erkannt wird, erhält er die Möglichkeit, sein tatsächliches Alter über einen Ausweis, eine Kreditkarte oder ein Selfie nachzuweisen. Nur so lässt sich dann weiterhin auf altersbeschränkte Inhalte zugreifen.
Die Einführung der neuen Technologie erfolgt zunächst testweise bei einer kleinen Nutzergruppe in den USA. Nach einer Beobachtungsphase soll sie schrittweise ausgeweitet werden. Die Pläne sind Teil der YouTube-Roadmap für 2025 und bauen auf früheren Initiativen wie der Einführung der YouTube-Kids-App im Jahr 2015 und betreuten Nutzerkonten seit 2024 auf.
Auch international wächst der Druck: In Großbritannien trat diese Woche ein neues Altersverifikationssystem im Rahmen des 2023 verabschiedeten Online Safety Act in Kraft. YouTube folgt somit einem globalen Trend, der die Durchsetzung von Alterskontrollen im digitalen Raum zunehmend in den Fokus rückt.
Siehe auch:
Analyse des Verhaltens
Ziel sei es, jugendliche Nutzer besser zu erkennen - unabhängig von dem bei der Registrierung angegebenen Geburtsdatum - und ihnen eine altersgerechte Nutzererfahrung zu bieten, teilte das Unternehmen mit. Dabei komme Maschinenlernen zum Einsatz, das verschiedene Signale wie das Nutzerverhalten oder die Dauer der Kontonutzung berücksichtigt, berichtet das US-Magazin TechCrunch.Wird ein Besucher als Teenager identifiziert, greift YouTube zukünftig automatisch auf Schutzmechanismen zurück, die bislang nur für verifizierte Minderjährige galten. Dazu zählen unter anderem das Deaktivieren personalisierter Werbung, Einschränkungen bei der wiederholten Anzeige bestimmter Inhalte (z. B. zu Körperbildern oder sozialer Aggression) sowie digitale "Wohlfühlfunktionen" wie Erinnerungen an Bildschirmzeit oder Schlafenszeit. Einige dieser Maßnahmen existieren bereits seit 2018, wurden bisher jedoch nur bei Nutzern aktiviert, die ihr Alter freiwillig korrekt angegeben haben.
Falls ein Nutzer fälschlicherweise als unter 18 Jahre alt erkannt wird, erhält er die Möglichkeit, sein tatsächliches Alter über einen Ausweis, eine Kreditkarte oder ein Selfie nachzuweisen. Nur so lässt sich dann weiterhin auf altersbeschränkte Inhalte zugreifen.
Die Einführung der neuen Technologie erfolgt zunächst testweise bei einer kleinen Nutzergruppe in den USA. Nach einer Beobachtungsphase soll sie schrittweise ausgeweitet werden. Die Pläne sind Teil der YouTube-Roadmap für 2025 und bauen auf früheren Initiativen wie der Einführung der YouTube-Kids-App im Jahr 2015 und betreuten Nutzerkonten seit 2024 auf.
Druck von Außen
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Debatten in den USA. Mehrere Bundesstaaten wie Florida, Texas oder Tennessee haben bereits Gesetze erlassen oder vorgeschlagen, die eine strengere Altersverifikation oder elterliche Zustimmung für Minderjährige auf Social-Media-Plattformen fordern. Manche dieser Gesetze sind derzeit allerdings durch gerichtliche Verfahren blockiert.Auch international wächst der Druck: In Großbritannien trat diese Woche ein neues Altersverifikationssystem im Rahmen des 2023 verabschiedeten Online Safety Act in Kraft. YouTube folgt somit einem globalen Trend, der die Durchsetzung von Alterskontrollen im digitalen Raum zunehmend in den Fokus rückt.
Zusammenfassung
- YouTube führt KI-basierte Altersschätzung zur Einschränkung von Inhalten ein
- Maschinenlernen analysiert Nutzerverhalten und Kontodauer für Altersbestimmung
- Bei Einstufung als Minderjährige werden automatisch Schutzmechanismen aktiviert
- Falsche Alterseinstufungen können durch Ausweisdokumente korrigiert werden
- Testphase startet in den USA und ist Teil der YouTube-Roadmap für 2025
- Initiative reagiert auf wachsenden regulatorischen Druck in den USA und international
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