Rätsel gelöst: Warum der Uranus wärmer ist als Wissenschaftler dachten
Neue Forschung widerlegt jahrzehntelange Annahmen über den Uranus: Der mysteriöse Eisriese ist wärmer als gedacht und produziert eigene Wärme. Das ist ein Rätsel, das die Wissenschaftler seit dem Voyager-2-Vorbeiflug im Jahr 1986 beschäftigt.
Die Ergebnisse, die im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht wurden, lösen jetzt das Rätsel, das Planetenforscher seit fast vier Jahrzehnten beschäftigt. Wissenschaftler der NASA und der Universität Oxford haben diese bahnbrechende Entdeckung gemeinsam gemacht, und sie verändert unser Verständnis des siebenten Planeten des Sonnensystems grundlegend.
Das Modell berücksichtigt Informationen über die Atmosphäre des Planeten, einschließlich seiner Dunstschichten, Wolken und saisonalen Veränderungen. Der Schlüssel lag darin, die Lichtreflexion von Uranus aus allen Winkeln zu messen. "Man muss das Licht sehen, das zur Seite gestreut wird, nicht nur das, was direkt zu einem zurückkommt", so Simon. Die Forscher stellten nämlich fest, dass der Uranus reflektierender ist als bisher angenommen.
Der Uranus schien bisher eine Ausnahme zu sein und gab nur so viel Wärme ab, wie er empfing. Dies führte zu verschiedenen Hypothesen: Entweder war der Planet viel älter als die anderen und bereits vollständig abgekühlt, oder eine gigantische Kollision - dieselbe, die den Planeten möglicherweise auf die Seite legte - hatte seine gesamte Wärme hinausgeschleudert.
Uranus wurde 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt und war der erste Planet, der mit einem Teleskop gefunden wurde. Mit einer Entfernung von etwa 2,9 Milliarden Kilometern zur Sonne ist er der drittkälteste Planet im Sonnensystem. Seine Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, mit Spuren von Wasser, Methan und Ammoniak.
Was haltet ihr von dieser überraschenden Entdeckung? Sollte eine neue Mission zu Uranus gestartet werden, um weitere Geheimnisse zu lüften?
Siehe auch:
Uranus ist wärmer als vermutet
Jahrzehntelang galt Uranus als der kälteste Planet unseres Sonnensystems, der keine eigene Wärme produziert. Diese Annahme beruhte auf einer einzigen Messung der Raumsonde Voyager 2 aus dem Jahr 1986. Doch neue Forschungen zeigen nun aber: Der Uranus strahlt tatsächlich etwa 15 Prozent mehr Energie ab, als er von der Sonne empfängt.Die Ergebnisse, die im Fachjournal Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht wurden, lösen jetzt das Rätsel, das Planetenforscher seit fast vier Jahrzehnten beschäftigt. Wissenschaftler der NASA und der Universität Oxford haben diese bahnbrechende Entdeckung gemeinsam gemacht, und sie verändert unser Verständnis des siebenten Planeten des Sonnensystems grundlegend.
Seit Voyager 2s Vorbeiflug hat jeder gesagt, dass Uranus keine interne Wärme hat. Alles hängt von diesem einen Datenpunkt ab.Um Uranus' vollständiges Energiebudget zu bestimmen, entwickelten Forscher der Universität Oxford ein Computermodell, das Jahrzehnte von Beobachtungsdaten zusammenführt, wie die NASA jetzt mitteilte.
Das Modell berücksichtigt Informationen über die Atmosphäre des Planeten, einschließlich seiner Dunstschichten, Wolken und saisonalen Veränderungen. Der Schlüssel lag darin, die Lichtreflexion von Uranus aus allen Winkeln zu messen. "Man muss das Licht sehen, das zur Seite gestreut wird, nicht nur das, was direkt zu einem zurückkommt", so Simon. Die Forscher stellten nämlich fest, dass der Uranus reflektierender ist als bisher angenommen.
Vergleich der Riesenplaneten
Die anderen Riesenplaneten unseres Sonnensystems - Saturn, Jupiter und Neptun - geben deutlich mehr Wärme ab, als sie empfangen. Diese überschüssige Wärme stammt größtenteils aus den energiereichen Prozessen, die bei der Planetenentstehung vor 4,5 Milliarden Jahren abliefen. Jupiter strahlt 113 Prozent, Saturn 139 Prozent und Neptun 162 Prozent mehr Energie ab, als sie von der Sonne erhalten.Der Uranus schien bisher eine Ausnahme zu sein und gab nur so viel Wärme ab, wie er empfing. Dies führte zu verschiedenen Hypothesen: Entweder war der Planet viel älter als die anderen und bereits vollständig abgekühlt, oder eine gigantische Kollision - dieselbe, die den Planeten möglicherweise auf die Seite legte - hatte seine gesamte Wärme hinausgeschleudert.
Einzigartiger Planet der Extreme
Uranus ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Er rotiert auf der Seite, wodurch jeder Pol direkt 42 Jahre lang der Sonne zugewandt ist. Das ergibt einen kontinuierlichen "Sommer". Außerdem dreht sich Uranus in die entgegengesetzte Richtung aller Planeten, mit Ausnahme der Venus. Mit einer Achsenneigung von 97,77 Grad wirkt der Planet, als würde er wie ein Ball durch das Sonnensystem rollen.Uranus wurde 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt und war der erste Planet, der mit einem Teleskop gefunden wurde. Mit einer Entfernung von etwa 2,9 Milliarden Kilometern zur Sonne ist er der drittkälteste Planet im Sonnensystem. Seine Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, mit Spuren von Wasser, Methan und Ammoniak.
Was haltet ihr von dieser überraschenden Entdeckung? Sollte eine neue Mission zu Uranus gestartet werden, um weitere Geheimnisse zu lüften?
Zusammenfassung
- Uranus strahlt 15 Prozent mehr Energie ab als bisher angenommen
- Neue Erkenntnisse widerlegen die Daten der Voyager-2-Mission von 1986
- Wissenschaftler der NASA und Universität Oxford entwickelten ein präziseres Modell
- Der siebente Planet reflektiert mehr Sonnenlicht als bisher gemessen
- Wie andere Gasriesen produziert auch Uranus eigene innere Wärme
- Uranus hat eine extreme Achsenneigung von 97,77 Grad und rotiert seitlich
- Der 1781 entdeckte Planet ist etwa 2,9 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt
Siehe auch:
- Neue Auswertung alter Voyager 2-Daten löst mehrere Uranus-Rätsel
- Hubble und New Horizons: Einzigartiger Doppelblick auf Uranus
- Jahrzehntelanger Irrtum: Uranus und Neptun sehen anders aus
- James-Webb-Teleskop zeigt Uranus wie ein Portal in andere Dimension
- James Webb zeigt spektakuläre und detailreiche Aufnahme des Uranus
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