OpenAI: 500-Milliarden-Dollar-KI-Megaprojekt kommt kaum in Fahrt

Unter dem Namen Stargate will OpenAI mit Partnern KI-Datenzentren mit einem Investitionsvolumen von 500 Milliarden Dollar bauen. Das Prestige-Projekt, mit dem man sich auch beim US-Präsidenten einschmeicheln wollte, kommt aber nicht in Fahrt.
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Investitionsplanung deutlich gesenkt

Unter Beteiligung Donald Trumps hatten OpenAI-Chef Sam Altman und der japanische Tech-Investor Masayoshi Son mit seiner Firma Softbank das Projekt mit großem Pomp im Weißen Haus vorgestellt. Nun zeigt sich: Die ursprünglich angekündigten Investitionen zur Schaffung einer neuen Generation von Rechenzentren wurden deutlich zurückgeschraubt.

Trotz der Zusage, noch im selben Jahr 100 Milliarden Dollar zu investieren, ist es dem neu gegründeten Unternehmen bislang nicht gelungen, auch nur ein einziges Rechenzentrumsprojekt richtig auf den Weg zu bringen, berichtete das Wall Street Journal. Stattdessen plant Stargate jetzt lediglich ein kleineres Rechenzentrum in Ohio bis zum Jahresende.


Grund für die Verzögerung seien unter anderem Meinungsverschiedenheiten zwischen den Hauptakteuren OpenAI und SoftBank, insbesondere über den Standort und die operative Umsetzung. Dabei hatte SoftBank sich bereits mit 30 Milliarden Dollar an OpenAI beteiligt - ein Rekordinvestment, das mit erheblichen finanziellen Risiken für Son verbunden ist.

Während Stargate noch in den Startlöchern steht, handelt OpenAI bereits eigenständig große Infrastrukturverträge aus. So wurde kürzlich ein Deal mit dem US-Softwarekonzern Oracle geschlossen, der OpenAI verpflichtet, ab 2028 jährlich über 30 Milliarden Dollar für Rechenzentren zu zahlen. Diese sollen eine Strom-Kapazität von 4,5 Gigawatt erreichen - das ist mehr als doppelt so viel Energie wie der berühmte Hoover-Damm erzeugt. Ein weiterer Vertrag besteht mit CoreWeave.

Offiziell alles gut

Offiziell betonen Altman und Son weiterhin die Stärke ihrer Partnerschaft. Auf einer Veranstaltung von SoftBank sprach Altman von einer "wunderbaren Zusammenarbeit" und dem Ziel, gemeinsam Rechenzentren mit insgesamt zehn Gigawatt Leistung zu errichten. Dennoch bestehen weiterhin Unklarheiten über die Rolle weiterer Projektpartner wie Oracle und MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Son, der mit früheren Großprojekten wie WeWork oder Katerra Rückschläge einstecken musste, hofft trotz aller Schwierigkeiten auf eine zentrale Rolle in der globalen KI-Infrastruktur. Seine Investitionen in den Chiphersteller ARM hatten zuletzt für positive Schlagzeilen gesorgt. Ob Stargate jedoch jemals das Niveau der angekündigten "goldenen Ära" erreichen wird, bleibt ungewiss.

Zusammenfassung
  • OpenAIs 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate kommt kaum voran
  • Trotz großer Ankündigungen wurde bisher kein Rechenzentrum realisiert
  • Meinungsverschiedenheiten zwischen OpenAI und SoftBank verzögern Fortschritt
  • OpenAI schließt eigenständig milliardenschwere Deals mit Oracle und CoreWeave
  • Geplante Rechenleistung von zehn Gigawatt übertrifft Hoover-Damm deutlich
  • SoftBank-Chef Son hofft trotz früherer Rückschläge auf KI-Erfolg
  • Die Zukunft des ambitionierten KI-Infrastrukturprojekts bleibt ungewiss

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