Scamazon - Amazon warnt Prime-Kunden vor Account-Attacken

Amazon warnt aktuell 200 Millionen Prime-Mitglieder vor einer neuen Betrugsmasche. Betrüger versenden gefälschte E-Mails über angebliche automatische Verlängerungen der Prime-Mitgliedschaft - aber zu höheren Preisen. Wir erklären, wie man den Betrug erkennt.
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Gefälschte E-Mails im Umlauf

Die Masche ist raffiniert, denn in den E-Mails wird behaupten, dass sich die Mitgliedschaft zu Amazon Prime automatisch in Kürze verlängern wird, dabei wird aber ein unerwartet hoher Preis genannt. Prime kostet derzeit für deustche Kunden 8,99 Euro monatlich oder 89,90 Euro jährlich, dazu gibt es noch die Vergünstigungen für Studenten beziehungsweise für Nutzer, die von der Rundfunkgebühr befreit sind.

Die Betrüger geben in ihren E-Mails nun deutlich höhere Beträge an und fügen gleich einen angeblichen "Kündigen"-Button hinzu, der dann zu einer gefälschten Amazon-Login-Seite führt.


Schutz vor der Betrugsmasche

Die Betrüger nutzen dazu persönliche Informationen aus anderen Quellen, um ihre Nachrichten glaubwürdiger zu machen. Laut den Sicherheitsforschern von Malwarebytes führt der "Kündigen"-Button zu einer Seite, auf der die Zugangsdaten abgegriffen werden, sodass Betrüger Zugriff auf das Amazon-Konto erhalten und dann mit den hinterlegten Zahlungsdaten einkaufen.

Experten raten dringend davon ab, auf Links in verdächtigen E-Mails zu klicken. Stattdessen sollte der Status der Prime-Mitgliedschaft direkt über die Amazon-App oder -Website überprüft werden. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen empfehlen sich die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Kontrollen der Kreditkartenabrechnungen und Kontobewegungen.

Bei Amazon selbst lassen sich unter "Mein Konto" alle wichtigen Infos zum Account überprüfen - dort erscheinen ausschließlich legitime Amazon-Mitteilungen. Verdächtige E-Mails können über amazon.de/reportascam gemeldet werden. Amazon fordert grundsätzlich niemals per E-Mail zur direkten Eingabe von Passwörtern oder Kreditkartendaten auf. Amazon Prime Mein KontoIn der Konto-Übersicht kann man Bestellungen und die nächsten Abo-Zahlungen prüfen

Betrugsversuche nehmen dramatisch zu

Die Prime-Masche ist nicht die einzige, die auf Amazon-Kunden abzielt. Laut US-Handelskommission FTC verloren Verbraucher allein im Jahr 2024 durch Betrug 12,5 Milliarden US-Dollar (10,7 Milliarden Euro) - ein Anstieg von 25 Prozent zum Vorjahr. Verlässliche Zahlen aus Deutschland gibt es nicht.

Weitere Betrugsmaschen umfassen Amazon-Gutscheinbetrug, bei dem sich Betrüger als Behörden oder Familienmitglieder ausgeben, sowie gefälschte Stellenangebote, die zwischen Januar und März 2025 um 90 Prozent zugenommen haben. Diese falschen Jobs locken mit attraktiven Positionen und fordern dann persönliche Daten oder Vorauszahlungen.

Amazons große Nutzerbasis macht den Dienst zum attraktiven Ziel für Cyberkriminelle. Malwarebytes entdeckte Phishing-Seiten mit Domains wie "amazons.digital", die mittlerweile blockiert sind. Manche Betrüger nutzen echte Amazon-Logos und -Designs für authentisch wirkende gefälschte Seiten, was die Erkennung für die potenziellen Opfer immer schwieriger macht. Sicherheitsexperten empfehlen grundsätzliche Skepsis bei ungewöhnlichen Angeboten oder Nachrichten und raten dazu, im Zweifelsfall direkt die offizielle Amazon-Website aufzurufen, anstatt Links zu folgen.

Was haltet ihr von Amazons Vorgehen, seine Kunden aktiv zu warnen? Habt ihr schon einmal solche betrügerischen E-Mails erhalten und wie seid ihr damit umgegangen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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Woran erkenne ich den Amazon-Prime-Betrug?
Die Betrugsmasche beginnt meist mit einer E-Mail, die behauptet, Ihre Prime-Mitgliedschaft würde sich bald zu einem höheren Preis automatisch verlängern. Diese Nachricht enthält oft persönliche Daten, um seriös zu wirken, und fordert zum schnellen Handeln auf - z. B. durch Klicken auf "Abo kündigen".

Dahinter verbirgt sich ein gefälschter Amazon-Login. Geben Sie dort Ihre Zugangsdaten ein, landen diese direkt bei den Betrügern. Amazon fordert niemals außerhalb der offiziellen Website oder App zur Eingabe sensibler Daten auf.
Was passiert, wenn ich auf den Link klicke?
Wer auf den "Abo kündigen"-Button klickt, wird auf eine täuschend echte, aber gefälschte Amazon-Login-Seite weitergeleitet. Dort eingegebene Daten wie E-Mail und Passwort werden von den Angreifern abgegriffen und missbraucht.

Mit diesen Daten können Betrüger auf Ihr Amazon-Konto zugreifen, Bestellungen tätigen oder - falls Sie Passwörter mehrfach verwenden - auch andere Konten kompromittieren.
Wie kann ich echte Amazon-Mails erkennen?
Echte Nachrichten von Amazon erscheinen immer im Nachrichtencenter Ihres Kontos. Wenn eine E-Mail dort nicht auftaucht, ist sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht.

Amazon wird Sie niemals auffordern, persönliche Daten per E-Mail einzugeben oder auf externe Links zu klicken. Im Zweifel: Öffnen Sie Amazon direkt über die App oder tippen Sie die Adresse manuell in den Browser ein.
Was soll ich tun, wenn ich hereingefallen bin?
Ändern Sie sofort Ihr Amazon-Passwort und alle anderen Passwörter, die Sie möglicherweise wiederverwendet haben. Aktivieren Sie zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung für mehr Sicherheit.

Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge auf unbekannte Abbuchungen und informieren Sie Ihre Bank bei verdächtigen Aktivitäten. Melden Sie den Vorfall direkt an Amazon unter amazon.de/reportascam.
Wie kann ich mich vor solchen Betrugsversuchen schützen?
Nutzen Sie die Zwei-Schritt-Verifizierung in Ihrem Amazon-Konto unter "Login- & Sicherheitseinstellungen". So wird bei jedem Login ein zusätzlicher Code benötigt.

Installieren Sie Webschutz-Software, die Phishing-Seiten erkennt, und überprüfen Sie regelmäßig Ihre digitale Präsenz mit Tools wie dem Digital Footprint Scanner. Je weniger persönliche Infos im Netz kursieren, desto schwerer haben es Betrüger.
Welche anderen Amazon-Betrugsmaschen gibt es?
Neben der Prime-Abo-Falle gibt es auch Jobangebote mit unrealistischen Versprechen, bei denen Bewerber zur Zahlung in Kryptowährung oder per Geschenkkarte aufgefordert werden. Laut Amazon stieg die Zahl solcher Fälle Anfang 2025 um 90 %.

Auch gefälschte Rückerstattungen, Anrufe im Namen von Polizei oder Behörden sowie Social-Media-Kommentare von Fake-Accounts gehören zum Arsenal der Betrüger.
Warum sind gerade Prime-Kunden betroffen?
Mit über 200 Millionen Prime-Abonnenten weltweit ist diese Gruppe ein attraktives Ziel. Die hohe Nutzerzahl erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil auf die Masche hereinfällt.

Zudem reagieren viele Prime-Kunden sensibel auf Preisänderungen, was die Betrüger gezielt ausnutzen. Die Kombination aus Vertrauen in die Marke und Zahlungsbereitschaft macht sie besonders verwundbar.
Wie hilft Amazon gegen diese Angriffe?
Amazon hat weltweit über 55.000 Phishing-Websites und 12.000 betrügerische Telefonnummern abschalten lassen. Verdächtige Aktivitäten können direkt über amazon.de/reportascam gemeldet werden.

Zusätzlich informiert Amazon seine Nutzer aktiv per E-Mail und empfiehlt, ausschließlich über die offizielle App oder Website zu agieren. Je mehr Nutzer melden, desto besser kann Amazon reagieren.
Zusammenfassung
  • Amazon warnt 200 Millionen Prime-Kunden vor betrügerischen E-Mails
  • Fake-Mails behaupten überteuerte automatische Prime-Verlängerungen
  • Gefälschte 'Kündigen'-Buttons führen zu Phishing-Seiten für Kontodaten
  • Nutzern wird geraten, Mitgliedschaften nur direkt bei Amazon zu prüfen
  • Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz
  • Amazon fordert niemals per E-Mail zur Eingabe von Passwörtern auf
  • Verbraucher verloren 2024 durch Betrug weltweit 12,5 Milliarden US-Dollar

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