Von F1-Team entwickelt: E-Scooter ist schneller als mancher Kleinwagen

Wenn ehemalige Formel-1-Ingenieure einen E-Scooter entwickeln, entsteht kein gewöhnliches Gefährt, sondern der "Bo Turbo". Er fährt schneller als so mancher Kleinwagen und schlägt in einem Aspekt sogar Supersportwagen wie den Bugatti Veyron.
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Bo

Von null auf 100 in unter fünf Sekunden

Man kann reitbare AT-ATs im 3D-Drucker basteln, Autos mit Schildkrötenpanzer-Kanonen aus Mario-Kart zusammenschrauben oder fahrbare Rennwagen aus Legosteinen bauen. Der neue "The Turbo"-E-Scooter von Bo Mobility ist auch etwas ganz Besonderes. Denn das britische Unternehmen, gegründet von ehemaligen Williams-Formel-1-Ingenieuren, hat den E-Roller entwickelt, um alle bisherigen Vorstellungen zu sprengen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 160 km/h soll er zum schnellsten E-Scooter der Welt werden und einen offiziellen Guinness-Weltrekord aufstellen.

Die technischen Daten lesen sich dabei wie die eines Sportwagens: Ein Doppelmotor mit einer Leistung von 24.000 Watt treibt den Roller an. Das entspricht etwa der Leistung von 1.500 iPhones, die gleichzeitig laden. Der 1.800-Wh-Akku liefert zudem genug Energie, um eine Reichweite von bis zu 240 Kilometern zu ermöglichen - natürlich nur, wenn man nicht ständig mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist. Das Leistungsgewicht des "Turbo" soll sogar das eines Bugatti Veyron übertreffen.

Bo "The Turbo": E-Scooter mit Formel-1-Technologie fährt 160 km/h

Formel-1-Technologie auf zwei Rädern

Bei Testfahrten auf der Rennstrecke von Goodwood erreichte der Profi-Fahrer Tre Whyte bereits 137 km/h, und das nach nur 18 Monaten Entwicklungszeit. Oscar Morgan, CEO von Bo, erklärt laut Top Gear: "Großbritannien hat eine stolze Geschichte verrückter Briten, die Fahrzeuge bauen, die eigentlich nicht möglich sein sollten." Der ehemalige Ingenieur des Bloodhound Land Speed Record-Teams und Williams F1 hat zusammen mit seinem Team das Chassis des normalen Serienmodells Bo Model-M genommen und es mit Formel-1-Technologie aufgerüstet.

Besonders stolz ist man bei Bo auf die F1-inspirierten Lufteinlässe, die dem Kühlsystem des Hochleistungsantriebs zugutekommen. Das sogenannte "Monocurve"-Chassis besteht aus CNC-gefrästen Komponenten und Luft- und Raumfahrt-Aluminium. Die Entwickler haben sogar aerodynamische Prinzipien aus der Formel 1 angewandt, um den Luftwiderstand zu minimieren und die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten.

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Luxus-Spielzeug mit ernsten Ambitionen

Der "Turbo" ist kein reines Konzeptfahrzeug. Denn Bo plant tatsächlich, eine limitierte Auflage zu produzieren und anzubieten. Der Preis dürfte allerdings die meisten Interessenten abschrecken. Denn der Hightech-Flitzer soll rund 29.500 Dollar (etwa 25.400 Euro) kosten. Damit liegt er preislich zwischen einem gut ausgestatteten Kleinwagen und einem Luxus-E-Bike. Die erste Auslieferung ist für einen Sammler in Madrid geplant, rechtzeitig zum dortigen Formel-1-Rennen im Jahr 2026.

Obwohl der "Turbo" auf den ersten Blick wie ein überdimensioniertes Spielzeug für wohlhabende Technik-Enthusiasten wirkt, verfolgt Bo mit dem Projekt ein größeres Ziel. "E-Scooter revolutionieren bereits die lokale Fortbewegung, aber sie haben es bisher nicht in die Liga der Mainstream-Automobilkultur geschafft", erklärt Morgan. "Der Turbo ist Teil unserer Mission, diese futuristischen Elektrofahrzeuge in die Spitzenklasse der automobilen Leistung zu bringen."

Die bei der Entwicklung des "Turbo" gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in die normalen Bo-Modelle einfließen. Das Basismodell Bo M kostet mit 1990 Dollar (etwa 1710 Euro) zwar immer noch deutlich mehr als herkömmliche E-Scooter, bietet dafür aber die Stabilität und Ingenieurskunst aus der Formel 1 für den Alltagsgebrauch. Während normale E-Scooter meist auf 25 km/h begrenzt sind, zeigt der "Turbo", welche technischen Möglichkeiten in der Elektromobilität stecken. Ob das Hochgeschwindigkeits-Modell allerdings jemals eine Straßenzulassung erhält ist doch mehr als fraglich.

Was haltet ihr von diesem extremen E-Scooter? Würdet ihr euch trauen, mit 160 km/h auf einem Roller zu stehen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Von Ex-Formel-1-Ingenieuren entwickelter E-Scooter erreicht über 160 km/h
  • Doppelmotor mit 24000 Watt Leistung und Reichweite von bis zu 240 km
  • Das Leistungsgewicht übertrifft sogar den Supersportwagen Bugatti Veyron
  • F1-inspirierte Technologie mit aerodynamischen Prinzipien und Kühlsystem
  • Limitierte Auflage zum Preis von etwa 25.400 Euro geplant
  • Erste Auslieferung zum Formel-1-Rennen in Madrid im Jahr 2026
  • Erkenntnisse aus der Entwicklung fließen in günstigere Basismodelle ein

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