Top-Ökonom warnt: KI-Blase ist schlimmer als Dot-Com-Blase von 1999
Ein führender Wirtschaftsexperte warnt: Die aktuelle KI-Euphorie an den Märkten übertrifft sogar die Dot-com-Blase der späten 1990er Jahre. Die Top-10-Unternehmen des S&P 500 sind heute höher bewertet als zur Hochzeit des Internet-Booms.
Diese alarmierende Einschätzung basiert auf einer Untersuchung der zukunftsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV). Die führenden Technologieunternehmen werden derzeit mit einem KGV von rund 25 gehandelt - ein höheres Premium als vor zwei Jahrzehnten. Wie das Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet, argumentiert Slok in einer vielbeachteten Forschungsnotiz:
Anleger setzen so stark auf KI, dass sich die Aktienkurse dieser Unternehmen von ihren tatsächlichen Gewinnen entkoppelt haben - und zwar noch stärker als bei Tech-Lieblingen wie Cisco und AOL in den Neunzigern. Investoren kaufen den Hype und zahlen Preise, als wären die Versprechen dieser Unternehmen bereits Gewissheit. Obwohl viele dieser Top-Unternehmen im Gegensatz zu den verlustbringenden Dot-com-Favoriten profitabel sind, rechtfertigen die Fundamentaldaten nicht die aktuellen Bewertungsmultiplikatoren.
Die Warnungen vor einer Blase nehmen seit Jahren zu, insbesondere seit die Einführung von ChatGPT Ende 2022 eine Begeisterung für KI am Aktienmarkt ausgelöst hat. Analysten der UBS schrieben kürzlich, dass der Markt bereits alle Zutaten für eine Aktienblase habe - mit Ausnahme einer lockereren Geldpolitik der US-Notenbank. Sobald die Zentralbank wieder mit Zinssenkungen beginne, dürften alle Bedingungen für eine Blase erfüllt sein. Slok steht mit seiner Warnung nicht allei, es gibt aber auch Finanzexperten, die dieser Meinung widersprechen
Was haltet ihr von der aktuellen KI-Euphorie an den Märkten? Seht ihr Parallelen zur Dot-com-Blase oder glaubt ihr, dass die Bewertungen diesmal durch das transformative Potenzial der KI gerechtfertigt sind? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
KI-Blase übertrifft Dot-com-Ära
Die aktuelle Begeisterung für Künstliche Intelligenz an den Aktienmärkten hat besorgniserregende Ausmaße angenommen. Das jedenfalls meint Torsten Slok, Chefökonom bei Apollo Global Management. Er warnt nämlich vor einer gefährlichen Überbewertung der führenden Technologieunternehmen. Seine Analyse zeigt, dass die Top-10-Unternehmen des S&P 500 heute sogar höher bewertet sind als während des Höhepunkts der Internetblase der späten 1990er Jahre.Diese alarmierende Einschätzung basiert auf einer Untersuchung der zukunftsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV). Die führenden Technologieunternehmen werden derzeit mit einem KGV von rund 25 gehandelt - ein höheres Premium als vor zwei Jahrzehnten. Wie das Wirtschaftsmagazin Fortune berichtet, argumentiert Slok in einer vielbeachteten Forschungsnotiz:
Der Unterschied zwischen der IT-Blase in den 1990er Jahren und der KI-Blase heute ist, dass die Top-10-Unternehmen im S&P 500 heute stärker überbewertet sind als sie es in den 1990ern waren.
Gefährliche Marktkonzentration
Die Situation ist besonders kritisch, da der aktuelle Marktaufschwung hauptsächlich von wenigen Unternehmen getragen wird. Die Kursgewinne des S&P 500, der kürzlich neue Rekorde erreicht hat, sind vor allem auf den Anstieg der Top-10-Aktien zurückzuführen. Zu diesen gehören Tech-Giganten wie Nvidia, Microsoft, Apple, Alphabet (Google), Amazon und Meta, die zusammen einen erheblichen Teil der Marktkapitalisierung des Index ausmachen.Anleger setzen so stark auf KI, dass sich die Aktienkurse dieser Unternehmen von ihren tatsächlichen Gewinnen entkoppelt haben - und zwar noch stärker als bei Tech-Lieblingen wie Cisco und AOL in den Neunzigern. Investoren kaufen den Hype und zahlen Preise, als wären die Versprechen dieser Unternehmen bereits Gewissheit. Obwohl viele dieser Top-Unternehmen im Gegensatz zu den verlustbringenden Dot-com-Favoriten profitabel sind, rechtfertigen die Fundamentaldaten nicht die aktuellen Bewertungsmultiplikatoren.
Parallelen zur Dot-com-Ära
Die Parallelen zur Internetblase der späten 1990er Jahre sind beunruhigend, meint Slok. Damals erreichte der Nasdaq-Index im März 2000 seinen Höhepunkt von über 5000 Punkten, bevor er in den folgenden zwei Jahren um mehr als 75 Prozent einbrach. Unternehmen, die Millionen von Dollar verbrannten, ohne jemals profitabel zu werden, verschwanden vollständig vom Markt.Die Warnungen vor einer Blase nehmen seit Jahren zu, insbesondere seit die Einführung von ChatGPT Ende 2022 eine Begeisterung für KI am Aktienmarkt ausgelöst hat. Analysten der UBS schrieben kürzlich, dass der Markt bereits alle Zutaten für eine Aktienblase habe - mit Ausnahme einer lockereren Geldpolitik der US-Notenbank. Sobald die Zentralbank wieder mit Zinssenkungen beginne, dürften alle Bedingungen für eine Blase erfüllt sein. Slok steht mit seiner Warnung nicht allei, es gibt aber auch Finanzexperten, die dieser Meinung widersprechen
Was haltet ihr von der aktuellen KI-Euphorie an den Märkten? Seht ihr Parallelen zur Dot-com-Blase oder glaubt ihr, dass die Bewertungen diesmal durch das transformative Potenzial der KI gerechtfertigt sind? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Wirtschaftsexperte warnt vor größerer KI-Blase als Dot-com-Blase
- Top-10 S&P 500-Unternehmen heute höher bewertet als in den 1990ern
- KGV der führenden Tech-Unternehmen liegt bei alarmierenden 25
- Aktueller Marktaufschwung wird hauptsächlich von wenigen Tech-Giganten getragen
- Aktienkurse der KI-Unternehmen haben sich von realen Gewinnen entkoppelt
- Parallele zu Nasdaq-Absturz um 75 Prozent nach Höhepunkt im März 2000
- Analysten sehen bereits alle Zutaten für eine Aktienblase am Markt
Siehe auch:
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