US-Militär: HIMARS-Raketenwerfer erhalten bald Hyperschallwaffen
Die US-Army plant eine bedeutende Aufrüstung ihrer HIMARS-Raketenwerfer: Ab 2028 sollen diese mit der neuen Blackbeard GL-Hyperschallrakete ausgestattet werden. Das System verspricht präzise Schläge auf bis zu 800 Kilometern Entfernung.
Das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) ist seit 2005 im Einsatz und hat sich als vielseitiges Waffensystem bewährt. Die auf einem Lkw-Chassis montierte Plattform kann verschiedene Raketen- und Lenkwaffensysteme abfeuern und ist für ihre Mobilität bekannt. Mit der Integration von Hyperschallwaffen würde das System eine neue Dimension der Schlagkraft erhalten, so Experten.
Die Reichweite der Blackbeard GL könnte dabei bis zu 800 Kilometer betragen. Ein besonderes Merkmal ist die sensorbasierte Endphasensteuerung, die es ermöglicht, auch bewegliche oder getarnte Ziele unter erschwerten Bedingungen zu treffen. Diese Technologie stellt einen erheblichen Fortschritt gegenüber herkömmlichen ballistischen Raketen dar, die auf vorprogrammierte Flugbahnen angewiesen sind.
Hyperschallwaffen gelten als besonders schwer abzufangen, da sie mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen und dabei unvorhersagbare Flugmanöver ausführen können. Diese Eigenschaften machen sie zu einer strategisch wichtigen Waffe in modernen Konflikten.
Was haltet ihr von dieser technologischen Entwicklung? Seht ihr darin einen echten militärischen Fortschritt oder überwiegen möglicherweise die Risiken? Teilt eure Einschätzungen gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
US-Army rüstet HIMARS mit Hyperschallraketen auf
Die US-Army treibt die Integration einer neuen und vor allem günstigen Hyperschallwaffe in ihre bewährten HIMARS-Raketenwerfer voran. Im Haushaltsjahr 2026 sind dafür 25 Millionen Dollar unter dem Projekt HX3 vorgesehen. Diese Mittel sollen für die Softwarevalidierung, Systemflugtests und die finale Integration der Blackbeard Ground Launch (GL) Hyperschallrakete verwendet werden.Das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) ist seit 2005 im Einsatz und hat sich als vielseitiges Waffensystem bewährt. Die auf einem Lkw-Chassis montierte Plattform kann verschiedene Raketen- und Lenkwaffensysteme abfeuern und ist für ihre Mobilität bekannt. Mit der Integration von Hyperschallwaffen würde das System eine neue Dimension der Schlagkraft erhalten, so Experten.
Kostengünstige Alternative
Wie Defense Industry Europe und The Warzone berichten, entwickelt das Start-up Castelion Corporation die neue Hyperschallwaffe. Das erst 2022 gegründete Unternehmen hat bereits über 100 Millionen Dollar an privaten Investitionen und etwa 22 Millionen Dollar an staatlichen Aufträgen erhalten. Die Blackbeard GL soll etwa 80 Prozent der Fähigkeiten der künftigen Precision Strike Missile (PrSM) Increment 4 bieten - allerdings zu deutlich niedrigeren Kosten.Die Reichweite der Blackbeard GL könnte dabei bis zu 800 Kilometer betragen. Ein besonderes Merkmal ist die sensorbasierte Endphasensteuerung, die es ermöglicht, auch bewegliche oder getarnte Ziele unter erschwerten Bedingungen zu treffen. Diese Technologie stellt einen erheblichen Fortschritt gegenüber herkömmlichen ballistischen Raketen dar, die auf vorprogrammierte Flugbahnen angewiesen sind.
Ehrgeiziger Zeitplan
Der Entwicklungsfahrplan sieht Anfang 2026 einen ersten Testflug mit festen Flügeln vor, bei dem eine adaptierte luftgestützte Variante zum Einsatz kommt. Danach folgt die Produktion eines speziellen Startbehälters für die bodengestützte Version. Die erste scharfe Demonstration des bodengestützten Systems ist für 2027 geplant, die ersten Auslieferungen an operative Einheiten sollen 2028 erfolgen.Hyperschallwaffen gelten als besonders schwer abzufangen, da sie mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen und dabei unvorhersagbare Flugmanöver ausführen können. Diese Eigenschaften machen sie zu einer strategisch wichtigen Waffe in modernen Konflikten.
Flexibles Einsatzkonzept
Anders als die Long Range Hypersonic Weapon (LRHW), auch bekannt als Dark Eagle, die Reichweiten von über 2700 Kilometern erreicht, verzichtet die Blackbeard GL bewusst auf maximale Geschwindigkeit und Reichweite zugunsten besserer Überlebensfähigkeit, Bezahlbarkeit und schnellerer Reaktionszeit. Das Dark Eagle-System ist deutlich größer und benötigt spezielle Transportfahrzeuge, während die Blackbeard GL in die bestehende HIMARS-Infrastruktur integriert werden kann.Was haltet ihr von dieser technologischen Entwicklung? Seht ihr darin einen echten militärischen Fortschritt oder überwiegen möglicherweise die Risiken? Teilt eure Einschätzungen gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- US-Army rüstet HIMARS-Raketenwerfer ab 2028 mit Blackbeard GL-Hyperschallraketen aus
- 25 Millionen Dollar im Haushaltsjahr 2026 für Projekt HX3 eingeplant
- Neuartige Hyperschallwaffe verspricht präzise Schläge auf bis zu 800 Kilometer Entfernung
- Castelion Corporation entwickelt kostengünstigere Alternative zu PrSM Increment 4
- Sensorbasierte Endphasensteuerung ermöglicht das Treffen beweglicher oder getarnter Ziele
- Erste Testflüge für Anfang 2026 geplant, Auslieferung an Einheiten ab 2028
- Das System verzichtet auf maximale Reichweite zugunsten besserer Überlebensfähigkeit
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