BitTorrent erstmals nicht mehr größte Quelle für Upload-Traffic
Über viele Jahre hat das BitTorrent-Protokoll den größten Anteil am Upload-Traffic gehalten. Das hat sich nun allerdings geändert, wie aus jüngsten Analysen des kanadischen Network-Intelligence-Unternehmen Sandvine hervorgeht.
Das hat sich inzwischen deutlich geändert, trotzdem hielt BitTorrent weiter den Spitzenplatz beim Upload-Traffic. Denn während viele User zwar mittlerweile auch Online-Angebote nutzen, bei denen sie große Datenmengen auf ihre Geräte ziehen - vor allem das HD-Streaming ist hier zu nennen - blieb die Menge hochgeladener Daten doch vergleichsweise überschaubar. Die begrenzten Upstream-Bandbreiten der meisten Zugangstechnologien spielten hierbei sicher auch eine Rolle.
Während allerdings die BitTorrent-Nutzung über die Jahre immer weiter abnahm und inzwischen unter die 10-Prozent-Marke beim Upload-Traffic fiel, kamen zunehmend andere Dienste auf, bei denen die User auch große Datenmengen hochladen. Ein wesentlicher Teil sind hier unter anderem Social-Media-Plattformen, auf die entweder fertige Videodateien oder gar lange Livestreams geladen werden. Dazu gehören letztlich auch die Streams von Video-Chats - insbesondere Apples FaceTime ist eine wesentliche Quelle.
Komplett verschwinden wird BitTorrent in den kommenden Jahren aber wohl nicht. Zwar hat die Bedeutung des Protokolls für die Verbreitung von Filmen und Serien aufgrund der preiswerten Zugänge zu den Streamingdiensten massiv abgenommen, es gibt aber auch Bereiche, in denen es für den Austausch großer Datenmengen quasi der Standard ist - dies gilt beispielsweise für verschiedene wissenschaftliche Anwendungen.
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Zwei Jahrzehnte an der Spitze
Ursprünglich wurde BitTorrent im Jahr 2001 vom Programmierer Brian Cohen entwickelt und bot ein äußerst effektives Peer-to-Peer-Protokoll (P2P) für den Versand von Dateien an. Vor zwanzig Jahren machte BitTorrent daraufhin etwa 35 Prozent des gesamten Internetverkehrs aus. Filesharing und Peer-to-Peer-Anwendungen waren damals die Haupttreiber des Traffics - auch weil es quasi keine anderen potenziellen Quellen gab, die eine ähnliche Menge an Datenverkehr erzeugen konnten.Das hat sich inzwischen deutlich geändert, trotzdem hielt BitTorrent weiter den Spitzenplatz beim Upload-Traffic. Denn während viele User zwar mittlerweile auch Online-Angebote nutzen, bei denen sie große Datenmengen auf ihre Geräte ziehen - vor allem das HD-Streaming ist hier zu nennen - blieb die Menge hochgeladener Daten doch vergleichsweise überschaubar. Die begrenzten Upstream-Bandbreiten der meisten Zugangstechnologien spielten hierbei sicher auch eine Rolle.
Während allerdings die BitTorrent-Nutzung über die Jahre immer weiter abnahm und inzwischen unter die 10-Prozent-Marke beim Upload-Traffic fiel, kamen zunehmend andere Dienste auf, bei denen die User auch große Datenmengen hochladen. Ein wesentlicher Teil sind hier unter anderem Social-Media-Plattformen, auf die entweder fertige Videodateien oder gar lange Livestreams geladen werden. Dazu gehören letztlich auch die Streams von Video-Chats - insbesondere Apples FaceTime ist eine wesentliche Quelle.
Cloud und Video übernehmen
Die schnelleren Upstreams der Internetanschlüsse sorgen aber auch dafür, dass die verschiedenen Cloud-Anwendungen enorm an Bedeutung gewonnen haben. Das gilt vornehmlich dort, wo sie eng in Betriebssystem und Anwendungen integriert sind, was vor allem bei Apples iCloud der Fall ist.Komplett verschwinden wird BitTorrent in den kommenden Jahren aber wohl nicht. Zwar hat die Bedeutung des Protokolls für die Verbreitung von Filmen und Serien aufgrund der preiswerten Zugänge zu den Streamingdiensten massiv abgenommen, es gibt aber auch Bereiche, in denen es für den Austausch großer Datenmengen quasi der Standard ist - dies gilt beispielsweise für verschiedene wissenschaftliche Anwendungen.
Zusammenfassung
- BitTorrent dominierte lange den Upload-Traffic
- Entstanden 2001, war es ein effektives P2P-Protokoll
- Machte einst 35 Prozent des Internetverkehrs aus
- Nutzung sank unter 10 Prozent beim Upload-Traffic
- Social Media und Video-Chats treiben Daten-Upload
- Cloud-Anwendungen gewinnen durch schnellere Upstreams
- BitTorrent bleibt in Wissenschaftsbereichen relevant
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