Google TV soll demnächst auch Fernsehgeräte mit wenig RAM erobern

Google plant die Einführung günstigerer Smart-TVs mit Google TV. Trotz bisheriger Performance-Probleme bei Low-End-Hardware will der Konzern gemeinsam mit Partnern aus der Hardware-Branche Geräte mit begrenztem Arbeitsspeicher erobern.
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Neue Strategie für den TV-Markt

Google will seinen Marktanteil bei TV-Betriebssystemen mit einer überraschenden Strategie ausbauen: Das Unternehmen plant Partnerschaften mit ausgewählten Herstellern, um "erschwingliche und zuverlässige" Fernseher mit wenig RAM auf den Markt zu bringen, wie man im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O bekannt gegeben hat. Kenner der bisherigen Google-TV-Resultate dürfte das überraschen, denn die bisherigen Erfahrungen mit ressourcenschwacher Hardware waren durchwachsen.

Trotz jahrelanger Optimierungen konnte Google nämlich bislang keine durchweg gute Android-Erfahrung auf günstiger Hardware bieten. Geräte mit 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher zeigten vielfach bereits nach ein bis zwei Jahren deutliche Leistungsprobleme. Zum Vergleich: Der aktuelle Google TV Streamer verfügt über 4 GB RAM, was man für eine flüssige Bedienung als Minimum ansehen kann.


Wie 9to5Google berichtet, gibt es auch weitere neue Entwicklungen im Google TV-Ökosystem. Der Konzern aus Mountain View arbeitet daran, Android bzw. Google TV auf mehr Formfaktoren zu bringen. Es ist bereits auf TVs, Smartphones, Tablets, Projektoren und Smart Monitoren verfügbar, dazu sollen künftig auch XR-Headsets dazukommen.

Mit Android 16 für TV kommen zudem neue Funktionen: Das System erhält Unterstützung für 64-Bit-Kernel, auch wenn Google empfiehlt, 32-Bit-Plattformen noch für viele Jahre zu unterstützen. Diese Doppelstrategie soll sicherstellen, dass sowohl ältere als auch neue Geräte optimal unterstützt werden.

Verbesserte Bildqualität

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Bildqualität: Eine neue standardisierte MediaQuality-API ermöglicht besseres Profil-Management. Filme und Serien können im Filmmaker-Mode dargestellt werden, während ein spezielles Kino-Profil feine Details und Schatten betont. Für Sport-Übertragungen, die oft bei Tageslicht geschaut werden, steht ein für Helligkeit optimiertes Profil zur Verfügung.

Historisch betrachtet ist Googles Vorstoß in den TV-Markt nicht neu. Bereits 2010 startete Google mit Google TV, damals noch basierend auf Android und Chrome OS. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde das Konzept mehrfach überarbeitet und 2014 durch Android TV ersetzt, bevor 2020 das heutige Google TV als Benutzeroberfläche eingeführt wurde.

Was haltet ihr von Googles Strategie, auf günstige TV-Geräte zu setzen? Teilt eure Erfahrungen mit Google TV in den Kommentaren - wir sind besonders gespannt, ob ihr Performance-Probleme bei euren Geräten beobachtet habt.
Zusammenfassung
  • Google plant günstigere Smart-TVs mit wenig RAM trotz bisheriger Probleme
  • Neue Partnerschaften sollen 'erschwingliche und zuverlässige' Fernseher bringen
  • Aktuelle Geräte mit 1,5 GB RAM zeigen nach kurzer Zeit Leistungsprobleme
  • Google TV soll auf weitere Formfaktoren wie XR-Headsets ausgeweitet werden
  • Android 16 für TV bringt 64-Bit-Kernel-Unterstützung und neue Bildprofile
  • Neue MediaQuality-API ermöglicht spezialisierte Profile für Filme und Sport
  • Google TV entwickelte sich seit 2010 mehrfach weiter bis zur heutigen Form

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