MARBEL-Projekt vorgestellt:
Europas Antwort auf die Wegwerfbatterie
Ein neues EU-gefördertes Batterieprojekt stellt ein zerlegbares System für Fahrzeugbatterien in Elektroautos vor - entwickelt für Reparatur, Recycling und Zweitnutzung. Ein zentrales Merkmal: Die Batteriearchitektur reduziert die interne Verkabelung um über 95 %.
Zentrale strukturelle Neuerung ist das schraubbare Verbindungssystem der Module. Anstelle von Laserschweißung oder Klebetechnik setzt MARBEL auf mechanische Schraubverbindungen mit einem Layout, das Vibrationen gut widersteht. Diese technische Entscheidung senkt die Anforderungen an Spezialwerkzeug bei Wartung und Demontage und erhöht die Austauschbarkeit einzelner Komponenten.
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Neben der physischen Struktur spielt die Datenebene eine Schlüsselrolle: Ein drahtloses Batteriemanagementsystem überwacht alle Zellen über einen sogenannten "intelligent Smart Cell Manager". Die Verkabelung wird dadurch massiv reduziert - von über 20 Metern auf 80 Zentimeter bei einem 16-Zellen-Pack. Gekoppelt ist das System mit einem digitalen Zwilling, der mithilfe von KI den Zustand, die Restkapazität und die Einsatzfähigkeit der Batterie prognostiziert.
Europäische Lösung ...
... für Recycling-Problem
Auch beim Laden setzt der MARBEL-Prototyp auf technische Anpassbarkeit: Ein überarbeitetes Kühlsystem sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabfuhr sowohl aus den Zellen als auch aus den Busbars (stromführende Sammelschienen), ergänzt durch Optimierungsalgorithmen für den Ladevorgang. Eine schaltbare Junction Box (Verteiler für Spannungsebenen) erlaubt zudem den Wechsel zwischen 400- und 800-Volt-Systemen. Damit unterstützt die Batterieplattform unterschiedliche Fahrzeugklassen - von kompakten Modulen bis zu größeren Packs mit höherem Energiebedarf.
Mit MARBEL liegt ein konkreter Prototyp vor, der auf Zerlegbarkeit, digitale Überwachung und den Wiedereinsatz nach dem Fahrzeugbetrieb ausgerichtet ist. Herkömmliche Batterien gelten häufig als schwer zugänglich, aufwendig verklebt und schlecht wiederverwertbar - viele Komponenten lassen sich kaum recyceln oder weiterverwenden. Die MARBEL-Architektur begegnet dieser Problematik mit modularen Einheiten, verschraubten Verbindungen und einem Design, das gezielt auf Reparatur und Demontage ausgelegt ist.
Liste der am MARBEL-Projekt beteiligten Organisationen
Siehe auch:
Zerlegbare E-Auto-Batterien: Innovation aus Europa
Im Rahmen des EU-Projekts MARBEL wurde ein Prototyp für Fahrzeugbatterien vorgestellt, der gezielt für ein zweites Leben ausgelegt ist. Das System ist vollständig modular aufgebaut und so konstruiert, dass alle Hauptkomponenten - Zellmodule, Gehäuse, Verbindungen - einfach demontiert werden können. Nach Projektangaben besteht das Trägersystem zu 60 % aus recyceltem Aluminium. Das spare bis zu 777 kg CO₂-Äquivalent pro Batteriepack.Zentrale strukturelle Neuerung ist das schraubbare Verbindungssystem der Module. Anstelle von Laserschweißung oder Klebetechnik setzt MARBEL auf mechanische Schraubverbindungen mit einem Layout, das Vibrationen gut widersteht. Diese technische Entscheidung senkt die Anforderungen an Spezialwerkzeug bei Wartung und Demontage und erhöht die Austauschbarkeit einzelner Komponenten.
Auf YouTube ansehenNeben der physischen Struktur spielt die Datenebene eine Schlüsselrolle: Ein drahtloses Batteriemanagementsystem überwacht alle Zellen über einen sogenannten "intelligent Smart Cell Manager". Die Verkabelung wird dadurch massiv reduziert - von über 20 Metern auf 80 Zentimeter bei einem 16-Zellen-Pack. Gekoppelt ist das System mit einem digitalen Zwilling, der mithilfe von KI den Zustand, die Restkapazität und die Einsatzfähigkeit der Batterie prognostiziert.
Europäische Lösung ...
... für Recycling-Problem
Auch beim Laden setzt der MARBEL-Prototyp auf technische Anpassbarkeit: Ein überarbeitetes Kühlsystem sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabfuhr sowohl aus den Zellen als auch aus den Busbars (stromführende Sammelschienen), ergänzt durch Optimierungsalgorithmen für den Ladevorgang. Eine schaltbare Junction Box (Verteiler für Spannungsebenen) erlaubt zudem den Wechsel zwischen 400- und 800-Volt-Systemen. Damit unterstützt die Batterieplattform unterschiedliche Fahrzeugklassen - von kompakten Modulen bis zu größeren Packs mit höherem Energiebedarf.
Batterielösung Made in EU
"Der Fokus auf Kreislauffähigkeit ebnet den Weg zu einer nachhaltigeren Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig gehen wir zentrale Hemmnisse bei der Verbreitung von E-Autos an - etwa begrenzte Reichweite und lange Ladezeiten -, indem wir die Batterieperformance gezielt optimieren", sagt Eduard Piqueras, Projektkoordinator von MARBEL und European Program Manager beim Technologiezentrum Eurecat. Die Initiative wird von einem Konsortium aus 16 Partnern getragen, darunter Forschungseinrichtungen, Automobilzulieferer und Komponentenhersteller aus acht europäischen Ländern.Mit MARBEL liegt ein konkreter Prototyp vor, der auf Zerlegbarkeit, digitale Überwachung und den Wiedereinsatz nach dem Fahrzeugbetrieb ausgerichtet ist. Herkömmliche Batterien gelten häufig als schwer zugänglich, aufwendig verklebt und schlecht wiederverwertbar - viele Komponenten lassen sich kaum recyceln oder weiterverwenden. Die MARBEL-Architektur begegnet dieser Problematik mit modularen Einheiten, verschraubten Verbindungen und einem Design, das gezielt auf Reparatur und Demontage ausgelegt ist.
Liste der am MARBEL-Projekt beteiligten Organisationen
- Forschungseinrichtungen:
- Eurecat (Spanien)
- Catalonia Institute for Energy Research (IREC)
- SINTEF (Norwegen)
- Institute of Communication and Computer Systems (ICCS), Nationale Technische Universität Athen
- Technische Hochschule Ingolstadt (Deutschland)
- Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
- Automobiltechnik und OEM:
- Applus IDIADA (Spanien)
- Centro Ricerche Fiat (CRF), Teil von Stellantis (Italien)
- Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU):
- PowerTech Systems (Frankreich)
- OTC Engineering (Italien)
- Komponentenhersteller:
- FICOSA (Spanien)
- AVL Thermal and HVAC (Österreich)
- AVL Italia (Italien)
- ASAS Aluminyum (Türkei)
- Agrati (Italien)
- TES-AMM (Singapur)
Zusammenfassung
- EU-Projekt MARBEL stellt modulares Batteriesystem für E-Autos vor
- Fokus auf Reparierbarkeit, Recycling und Zweitnutzung der Batterien
- Innovative Verbindungstechnik ermöglicht einfache Demontage
- Drahtloses Batteriemanagementsystem reduziert interne Verkabelung
- KI-gestützter digitaler Zwilling zur Zustandsüberwachung der Batterie
- Anpassbares Kühlsystem und schaltbare Spannungsebenen integriert
- 16 Partner aus acht europäischen Ländern an MARBEL-Projekt beteiligt
Siehe auch:
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Thema:
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