Frankreich wirft Russland seit 10 Jahren andauernde Hackerangriffe vor
Frankreich hat erstmals konkrete Vorwürfe gegen Russland erhoben, was von staatlichen Stellen durchgeführte Cyberangriffe über das Internet angeht. Der russische Militärgeheimdienst soll damit seit 2021 auf verschiedenen Wegen versucht haben, Frankreich zu destabilisieren.
Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters wirft Frankreichs Außenministerium dem russischen Militärgeheimdienst GRU und konkret dessen Abteilung APT28 aufgrund eigener Geheimdiensterkenntnisse vor, seit mindestens 2021 in großem Umfang Angriffe auf französische Ziele durchzuführen.
Die russischen Geheimdienst-Hacker hätten es seit Jahren auf dutzende Stellen abgesehen, darunter zum Beispiel Ministerien, Rüstungsunternehmen und Denkfabriken, um mit ihren Attacken Frankreich zu destabilisieren, so das Außenministerium. Die Angriffe würden von der Gruppe APT28 ausgehen, die von der südrussischen Stadt Rostow am Don aus operiere, hieß es weiter.
Das Gleiche soll im Fall eines E-Mail-Leaks aus dem Jahr 2017 gelten, mit dem die in diesem Jahr durchgeführte Präsidentschaftswahl in Frankreich beeinflusst werden sollte. Die jüngsten Angriffe auf französische Organisationen durch APT28 sollen im Dezember 2024 erfolgt sein, wobei allein 2024 etwa 4000 Online-Attacken von Russland ausgegangen sein sollen.
Auch Deutschland hat APT28 bereits illegale Angriffe auf hiesige Firmen, Behörden und andere Organisationen vorgeworfen. So war im Mai 2024 nachgewiesen worden, dass die Hacker des russischen Militärgeheimdiensts es auf Rüstungsfirmen, Luftfahrtunternehmen und die in der Bundesregierung vertretenen Parteien abgesehen hatten.
Massive Zunahme von Angriffen seit 2021
Dass russische Stellen seit Jahren praktisch unaufhörlich versuchen, sich mit Hilfe von "Hackergruppen" Vorteile zu verschaffen und westliche Länder negativ zu beeinflussen, ist im Grunde ein offenes Geheimnis. Dass ein Land wie Frankreich aber konkrete Vorwürfe gegen Russland äußert, war aufgrund der vermeintlichen Bemühungen, den dortigen Machthaber Putin nicht zu verärgern, bisher unüblich.Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters wirft Frankreichs Außenministerium dem russischen Militärgeheimdienst GRU und konkret dessen Abteilung APT28 aufgrund eigener Geheimdiensterkenntnisse vor, seit mindestens 2021 in großem Umfang Angriffe auf französische Ziele durchzuführen.
Die russischen Geheimdienst-Hacker hätten es seit Jahren auf dutzende Stellen abgesehen, darunter zum Beispiel Ministerien, Rüstungsunternehmen und Denkfabriken, um mit ihren Attacken Frankreich zu destabilisieren, so das Außenministerium. Die Angriffe würden von der Gruppe APT28 ausgehen, die von der südrussischen Stadt Rostow am Don aus operiere, hieß es weiter.
Geheimdienst soll auch hinter Ausfall von TV-Sender stecken
Die Attacken durch APT28 auf Frankreich würden teilweise schon seit 2015 erfolgen, als der Fernsehsender TV5 Monde vorübergehend den Betrieb einstellen musste. Dieser Angriff wurde damit einer islamistischen Terrororganisation zugeschrieben. Das französische Außenministerium geht nun aber davon aus, dass Russland auch hinter dieser Attacke steckt.Das Gleiche soll im Fall eines E-Mail-Leaks aus dem Jahr 2017 gelten, mit dem die in diesem Jahr durchgeführte Präsidentschaftswahl in Frankreich beeinflusst werden sollte. Die jüngsten Angriffe auf französische Organisationen durch APT28 sollen im Dezember 2024 erfolgt sein, wobei allein 2024 etwa 4000 Online-Attacken von Russland ausgegangen sein sollen.
Auch Deutschland hat APT28 bereits illegale Angriffe auf hiesige Firmen, Behörden und andere Organisationen vorgeworfen. So war im Mai 2024 nachgewiesen worden, dass die Hacker des russischen Militärgeheimdiensts es auf Rüstungsfirmen, Luftfahrtunternehmen und die in der Bundesregierung vertretenen Parteien abgesehen hatten.
Zusammenfassung
- Frankreich beschuldigt Russland erstmals offiziell der Cyberspionage
- Russischer Militärgeheimdienst GRU soll seit 2021 Angriffe durchführen
- Hackertruppe APT28 aus Rostow am Don greift französische Ziele an
- Attacken auf Ministerien, Rüstungsfirmen und Denkfabriken seit 2015
- Angriff auf TV5 Monde und E-Mail-Leak 2017 Russland zugeschrieben
- Allein 2024 ca. 4000 russische Online-Attacken auf französische Ziele
- Deutschland ebenfalls von APT28-Angriffen auf Behörden betroffen
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