PS6: Erstes Spiel schon gecancelt - Der Grund ist mehr als enttäuschend
Ein für die PlayStation 6 geplantes Blade-Runner-Spiel von Supermassive Games wurde eingestellt. Nicht etwa technische Probleme oder Budget-Engpässe sind schuld. Der Grund ist viel banaler und für Fans der Sci-Fi-Franchise besonders ernüchternd.
"Time To Live" war als charakterorientiertes, filmisches Action-Adventure konzipiert. Spieler hätten in die Rolle von So-Lange schlüpfen sollen, eines Nexus-6-Replikanten, der im Jahr 2065 als einziger Blade Runner aktiv ist. Die Geschichte sollte etwa zehn bis zwölf Spielstunden umfassen und die philosophischen Themen der Blade-Runner-Reihe mit dynamischem Action-Adventure-Gameplay verbinden.
Die Handlung hätte Spieler von der Unterwelt des futuristischen New Zürich im Jahr 2065 bis zu den unheimlichen Überresten einer vergessenen Welt geführt. Als Blade Runner wäre man beauftragt worden, Rev, den mysteriösen und rücksichtslosen Anführer eines Untergrund-Replikantennetzwerks, zu "pensionieren". Man würde jedoch verraten und in einer lebensfeindlichen Umgebung zurückgelassen.
Alcon Entertainment ist kein Unbekannter, wenn es um die rigorose Verteidigung seiner Rechte geht. Erst kürzlich verklagte das Unternehmen Tesla und Elon Musk wegen der Verwendung von KI-generierten Bildern bei der Präsentation des Tesla-Robotaxis. Die Bilder erinnerten stark an Szenen aus "Blade Runner 2049", obwohl Alcon zuvor ausdrücklich die Erlaubnis verweigert hatte, Bildmaterial aus dem Film für die Veranstaltung zu nutzen.
Das Blade-Runner-Original...
...und die Tesla-KI-Fälschung
Die Einstellung des Projekts von Supermassive Games ist besonders bedauerlich, da die Blade-Runner-Franchise mit ihrer dystopischen Zukunftsvision und den komplexen Fragen zur Natur des Menschseins perfektes Material für ein tiefgründiges Videospiel bietet. Das letzte große Blade-Runner-Spiel von Command & Conquer-Entwickler Westwood Studios erschien 1997 und gilt bis heute als Klassiker des Abenteuer-Genres. Es zeichnete sich durch eine nicht-lineare Handlung aus, bei der zufällig bestimmt wurde, welche Charaktere Replikanten waren, was jeden Durchgang einzigartig machte.
Was haltet ihr von der Einstellung des Blade-Runner-Spiels wegen des Lizenzstreits? Hättet ihr euch auf ein neues Spiel im Blade-Runner-Universum gefreut? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Erstes PS6-Spiel bereits gestrichen
Ein ambitioniertes Blade-Runner-Spiel mit dem Titel "Blade Runner: Time To Live", das für die kommende PlayStation 6 und die nächste Xbox-Generation geplant war, wurde eingestellt. Wie aus mehreren Berichten hervorgeht, arbeitete Supermassive Games, bekannt für Erfolge wie "Until Dawn" und "The Quarry", seit September 2024 an dem Projekt. Das Spiel sollte ursprünglich im September 2027 für PC, PS5, Xbox Series X|S sowie die nächste Konsolengeneration erscheinen."Time To Live" war als charakterorientiertes, filmisches Action-Adventure konzipiert. Spieler hätten in die Rolle von So-Lange schlüpfen sollen, eines Nexus-6-Replikanten, der im Jahr 2065 als einziger Blade Runner aktiv ist. Die Geschichte sollte etwa zehn bis zwölf Spielstunden umfassen und die philosophischen Themen der Blade-Runner-Reihe mit dynamischem Action-Adventure-Gameplay verbinden.
Vielversprechendes Konzept mit hohem Budget
Das Budget für "Blade Runner: Time To Live" war mit rund 45 Millionen Dollar (etwa 40 Millionen Euro) veranschlagt, wovon etwa neun Millionen Dollar für Motion-Capture und Schauspieltalent vorgesehen waren. Das Spiel sollte in vier Gameplay-Säulen unterteilt sein: Schleichen, Kampf, Erkundung und Ermittlung.Die Handlung hätte Spieler von der Unterwelt des futuristischen New Zürich im Jahr 2065 bis zu den unheimlichen Überresten einer vergessenen Welt geführt. Als Blade Runner wäre man beauftragt worden, Rev, den mysteriösen und rücksichtslosen Anführer eines Untergrund-Replikantennetzwerks, zu "pensionieren". Man würde jedoch verraten und in einer lebensfeindlichen Umgebung zurückgelassen.
Lizenzstreit als Ursache für das Aus
Laut Insider Gaming wurde das Projekt Ende letzten Jahres jedoch eingestellt. Die Ursache liegt aber nicht in dem hohen Budget, Zweifel an der Spiel-Idee oder internen Unstimmigkeiten im Entwicklerteam. Der Grund ist deutlich enttäuschender. Denn offenbar ist ein Konflikt mit Alcon Entertainment, dem Inhaber der Blade-Runner-Rechte schuld daran, dass das Spiel niemals erscheinen wird. Details zu den genauen Umständen des Streits wurden nicht öffentlich gemacht. Supermassive Games bestätigte auf Anfrage lediglich, dass man "nicht in der Lage sei, dies zu kommentieren". Alcon Entertainment hat bisher noch gar keine Stellungnahme abgegeben.Alcon Entertainment ist kein Unbekannter, wenn es um die rigorose Verteidigung seiner Rechte geht. Erst kürzlich verklagte das Unternehmen Tesla und Elon Musk wegen der Verwendung von KI-generierten Bildern bei der Präsentation des Tesla-Robotaxis. Die Bilder erinnerten stark an Szenen aus "Blade Runner 2049", obwohl Alcon zuvor ausdrücklich die Erlaubnis verweigert hatte, Bildmaterial aus dem Film für die Veranstaltung zu nutzen.
Das Blade-Runner-Original...
...und die Tesla-KI-Fälschung
Fans warten seit Jahrzehnten
Laut einer Quelle, die mit der Entwicklung des eingestellten Videospiels vertraut war, sei das Projekt "beeindruckend" gewesen. Fans der Blade-Runner-Reihe müssen sich nun mit "Blade Runner 2033: Labyrinth" begnügen. Der von Annapurna Interactive entwickelte Titel ist das erste angekündigte Blade-Runner-Spiel seit 25 Jahren. Seit dem Sommer 2023 gab es allerdings keine weiteren Informationen mehr dazu.Die Einstellung des Projekts von Supermassive Games ist besonders bedauerlich, da die Blade-Runner-Franchise mit ihrer dystopischen Zukunftsvision und den komplexen Fragen zur Natur des Menschseins perfektes Material für ein tiefgründiges Videospiel bietet. Das letzte große Blade-Runner-Spiel von Command & Conquer-Entwickler Westwood Studios erschien 1997 und gilt bis heute als Klassiker des Abenteuer-Genres. Es zeichnete sich durch eine nicht-lineare Handlung aus, bei der zufällig bestimmt wurde, welche Charaktere Replikanten waren, was jeden Durchgang einzigartig machte.
Was haltet ihr von der Einstellung des Blade-Runner-Spiels wegen des Lizenzstreits? Hättet ihr euch auf ein neues Spiel im Blade-Runner-Universum gefreut? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Geplantes PS6-Spiel 'Blade Runner: Time To Live' wurde eingestellt
- Supermassive Games arbeitete seit September 2024 an dem Projekt
- Konflikt mit Rechteinhaber Alcon Entertainment führte zur Einstellung
- Spiel sollte 2065 spielen und einen Nexus-6-Replikanten als Protagonist haben
- Budget von ca. 45 Millionen Dollar war für das Projekt vorgesehen
- Fans müssen sich mit 'Blade Runner 2033: Labyrinth' von Annapurna begnügen
- Letztes großes Blade-Runner-Spiel erschien 1997 von Westwood Studios
Siehe auch:
- Comeback: Sony PS6-Handheld in Arbeit - Erste Details zur Leistung
- Ex-PS-Manager erklärt, warum Sony auch die PS6 mit Blu-Ray bringt
- PlayStation 6: Intel verliert Rennen um PS6-CPU an AMD & TSMC
- Sony: Müssten bei Übernahme Activision viele PS6-Details vorenthalten
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