Faszinierend: Forscher erschaffen erste 3D-Hologramme zum Anfassen

Forscher haben die erste holografische 3D-Anzeige entwickelt, die echte Berührung ermöglicht. Durch die innovative Apparatur können Projektionen mit den Händen direkt erfühlt und manipuliert werden. Damit rücken Science-Fiction-Fantasien ein Stück näher.
3d, Hologramm, Haptik, Projektion, Display-Technik, FlexiVol, Volumetrisches Display
Universidad Pública de Navarra

Anfassbare 3D-Hologramme werden Realität

Wer sich noch an den Film Minority Report von 2002 erinnert, dem ist vielleicht eine Szene im Gedächtnis geblieben, in der Hauptcharakter John Anderton, gespielt von Tom Cruise, vor einer holografischen Darstellung von Akten steht und sich mit seinen Händen hindurchwühlt. Dabei verschiebt er die Projektionen direkt mit seinen Händen, als wären sie physische Gegenstände. Auch in vielen anderen Filmen sind solche Hologramme 'zum Anfassen' gang und gäbe. Doch jetzt gibt es sie nicht länger nur in Hollywood-Streifen.

Denn ein Forscherteam hat jetzt einen technologischen Durchbruch erzielt. Sie haben das weltweit erste interaktive 3D-Hologramm entwickelt, das tatsächlich angefasst und auf diesem Weg manipuliert werden kann. Die als "FlexiVol" bezeichnete Technologie ermöglicht es Nutzern, dreidimensionale Projektionen direkt mit den Händen zu greifen, zu drehen und zu bewegen.

Traditionelle volumetrische Displays, projizieren Bilder auf eine schnell oszillierende starre Oberfläche, einen sogenannten Diffusor. Diese Projektionen erfolgen um die 2900 Mal pro Sekunde auf verschiedenen Höhen, wodurch für das menschliche Auge der Eindruck eines dreidimensionalen Objekts entsteht. Das Problem ist jedoch, dass man Verletzungen oder Beschädigungen am Gerät riskiert, sobald man versucht, mit diesen Projektionen zu interagieren.

Elastische Bänder als innovative Lösung

Dr. Elodie Bouzbib und ihr Team an der Universidad Pública de Navarra in Spanien haben dieses Problem mit einer überraschend einfachen, aber wirkungsvollen Lösung überwunden. Statt eines starren Diffusors verwenden sie elastische Bänder, die nebeneinander angeordnet sind. Diese Konstruktion erlaubt es Nutzern, ihre Finger zwischen die Streifen zu stecken und mit den 3D-Grafiken zu interagieren, während der Diffusor oszilliert.

FelxiVol: 3D-Hologramme zum Anfassen

FelxiVol: 3D-Hologramme zum AnfassenFelxiVol: 3D-Hologramme zum AnfassenFelxiVol: 3D-Hologramme zum AnfassenFelxiVol: 3D-Hologramme zum Anfassen

Die Entwicklung war jedoch nicht trivial. So testete das Team sechs verschiedene elastische Materialien, darunter Projektionsschirmmaterial und Silikon. Die Herausforderung bestand darin, ein Material zu finden, das nicht nur ausreichend elastisch ist und seine ursprüngliche Form nach dem Dehnen beibehält, sondern auch die richtigen optischen Eigenschaften besitzt. Silikon beispielsweise reflektierte zu viel Licht und überbelichtete das Bild.

Zukunftsanwendungen

Die Technologie könnte vielfältige Anwendungen finden - von Bildungseinrichtungen bis hin zu Museen, wo Besucher ohne spezielle Ausrüstung direkt mit dreidimensionalen Inhalten interagieren könnten. Dr. Bouzbib plant bereits Verbesserungen, etwa durch fokussierten Ultraschall oder leitfähige Fäden für ein verbessertes haptisches Feedback. Die Forschungsergebnisse werden auf der CHI 2025-Konferenz in Yokohama, Japan, vorgestellt, die vom 26. April bis zum 1. Mai stattfindet. Wie Spock aus Star Trek sagen würde: Faszinierend.

Was haltet ihr von dieser Technologie? Könntet ihr euch vorstellen, dass sie in Zukunft das Verwenden von Hologrammen wie in Science-Fiction-Filmen ermöglicht? Oder handelt es sich nur um eine Spielerei? Teilt eure Gedanken dazu in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Forscher entwickeln erstes interaktives 3D-Hologramm zum Anfassen
  • 'FlexiVol' ermöglicht Manipulation von Projektionen mit bloßen Händen
  • Elastische Bänder ersetzen starren Diffusor für sichere Interaktion
  • Materialauswahl war Herausforderung für optische Eigenschaften
  • Nutzer empfanden direkte Interaktion als natürlicher und schneller
  • Technologie könnte in Bildung und Museen Anwendung finden
  • Ergebnisse werden auf CHI 2025-Konferenz in Yokohama vorgestellt

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