Supercomputer-Rekord: AMD vervielfacht Simulations-Leistung

Der Einsatz neuer AMD-Hardware in einem Supercomputer hat es möglich gemacht, einen neuen Rekord bei einer extrem komplexen Simulation aufzustellen. Die Leistungssteigerung belief sich hier nicht im Bereich einiger Prozente - es wurde das 25-Fache geschafft.
Amd, Supercomputer, Epyc, Cray, Frontier, Oak Ridge
ORNL

Enormer Zuwachs

Am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) wurde auf dem Supercomputer Frontier eine Strömungssimulation mit der Software Ansys Fluent durchgeführt. Im Auftrag des Energietechnologieunternehmens Baker Hughes ging es darum, eine komplexe CFD-Simulation einer Axialturbine mit 2,2 Milliarden Zellen zu absolvieren. Ziel war es, die Effizienz künftiger Gasturbinen zu verbessern.

Während dieselbe Simulation zuvor rund 38,5 Stunden auf 3700 CPU-Kernen in Anspruch nahm, wurde sie auf Frontier in nur 1,5 Stunden abgeschlossen, berichtete das US-Magazin Toms Hardware. Möglich machte das der Einsatz von 1024 AMD Instinct MI250X-GPUs in Kombination mit EPYC-Prozessoren.


Frontier war bis in jüngster Vergangenheit der schnellste Supercomputer der Welt und der erste mit Exascale-Leistung. Inzwischen hat der El Capitan-Supercomputer am Lawrence Livermore National Laboratory diese Spitzenposition übernommen - ebenfalls mit AMD-GPUs, allerdings den moderneren MI300A-Beschleunigern. Während Frontier mit 9408 AMD EPYC-Prozessoren und über 37.000 MI250X-GPUs arbeitet, setzt El Capitan auf mehr als 44.000 MI300A-GPUs.

Bemerkenswert ist, dass die aktuelle Ansys-Simulation lediglich einen Bruchteil der Gesamtleistung von Frontier nutzte. Dies zeigt nicht nur das enorme Potenzial des Supercomputers, sondern auch AMDs Leistungsfähigkeit im High-Performance-Computing-Bereich.

Nicht perfekt

"Diese Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, wie moderne Supercomputer mit AMD-GPUs komplexeste technische Herausforderungen lösen können", erklärte Brad McCredie, AMD-Verantwortlicher für Rechenzentren. Die Fortschritte könnten laut des Unternehmens entscheidend zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit beitragen.

Trotz dieser beeindruckenden Hardware-Leistung hat AMD vor allem im KI-Markt noch mit Herausforderungen zu kämpfen - insbesondere bei der Softwareunterstützung. Diese führten dazu, dass sich potenzielle Kunden zuletzt für Konkurrenzprodukte von Nvidia entschieden. Wenn AMD seine Softwareprobleme in den Griff bekommt, könnte sich das Unternehmen stärker im KI-Segment positionieren und langfristig mehr Marktanteile von Nvidia zurückerobern.

Zusammenfassung
  • AMD-Hardware ermöglicht 25-fache Leistungssteigerung bei Simulation
  • Frontier-Supercomputer führt komplexe CFD-Simulation in 1,5 Stunden durch
  • 1024 AMD Instinct MI250X-GPUs und EPYC-Prozessoren kommen zum Einsatz
  • El Capitan übernimmt Spitzenposition mit moderneren MI300A-Beschleunigern
  • Simulation nutzt nur Bruchteil der Gesamtleistung von Frontier
  • AMD zeigt Potenzial im High-Performance-Computing-Bereich
  • Softwareunterstützung bleibt Herausforderung für AMD im KI-Markt

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
AMDs Aktienkurs
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!