El Capitan: Mit 11 Mio. AMD-Kernen an die Spitze des Supercomputings
Der Supercomputer El Capitan, entwickelt von Cray Computing und betrieben im Lawrence Livermore National Laboratory, hat mit einer Leistung von 1,742 Exaflops den Spitzenplatz im aktuellen TOP500-Ranking der leistungsstärksten Supercomputer erobert.
Die anderen beiden Exascale-Systeme, Frontier (Platz 2) und Aurora (Platz 3), befinden sich ebenfalls in staatlichen Forschungseinrichtungen der USA: Frontier am Oak Ridge National Laboratory und Aurora am Argonne National Laboratory. Cray Computing war dabei an der Entwicklung aller drei Systeme beteiligt.
El Capitan verfügt über mehr als 11 Millionen kombinierte CPU- und GPU-Kerne, die auf AMDs 4. Generation der EPYC-Prozessoren basieren. Diese 24-Kern-Prozessoren laufen mit einer Taktfrequenz von 1,8 GHz und nutzen AMD Instinct M1300A APUs. Trotz seiner enormen Rechenleistung beeindruckt El Capitan auch durch seine Effizienz: Er erreicht rund 58,89 Gigaflops pro Watt. Aufgrund seiner Größe summiert sich der Stromverbrauch letztlich aber trotzdem auf beachtliche 29,6 Megawatt.
Die neueste Supercomputer-Liste macht neben den Fortschritten im Computing aber auch ein Stück weit die geopolitische Entwicklung deutlich: China gehörte lange mit zur Spitzengruppe der Supercomputer-Entwickler, jetzt taucht das Land mit dem schon länger bestehenden Sunway TaihuLight erstmals auf Rang 15 auf. Ob neuere Systeme nur nicht gemeldet wurden oder China aufgrund des Technologie-Embargos der USA nicht vorangekommen ist, bleibt vorerst unklar - an Exascale-Rechnern hat man aber auch dort schon vor einiger Zeit gearbeitet.
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Höhere Leistung als geplant
Damit übertrifft er die ursprünglich geplanten 1,5 Exaflops deutlich und setzt einen neuen Maßstab in der Welt der Hochleistungsrechner. El Capitan spielt aktuell ohnehin noch fast in einer eigenen Liga: Es ist erst der dritte Exascale-Computer. Diese Geräteklasse zeichnet sich dadurch aus, dass sie mehr als eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde durchführen kann.Die anderen beiden Exascale-Systeme, Frontier (Platz 2) und Aurora (Platz 3), befinden sich ebenfalls in staatlichen Forschungseinrichtungen der USA: Frontier am Oak Ridge National Laboratory und Aurora am Argonne National Laboratory. Cray Computing war dabei an der Entwicklung aller drei Systeme beteiligt.
El Capitan verfügt über mehr als 11 Millionen kombinierte CPU- und GPU-Kerne, die auf AMDs 4. Generation der EPYC-Prozessoren basieren. Diese 24-Kern-Prozessoren laufen mit einer Taktfrequenz von 1,8 GHz und nutzen AMD Instinct M1300A APUs. Trotz seiner enormen Rechenleistung beeindruckt El Capitan auch durch seine Effizienz: Er erreicht rund 58,89 Gigaflops pro Watt. Aufgrund seiner Größe summiert sich der Stromverbrauch letztlich aber trotzdem auf beachtliche 29,6 Megawatt.
China abgeschlagen
El Capitan steht in erster Linie in Diensten des US-Atomwaffenprogramms. Dabei bieten Exascale-Systeme noch ganz andere Möglichkeiten: Sie sollen beispielsweise für wesentlich genauere Berechnungen von Klimamodellen sorgen, da sie sehr viel höhere Auflösungen bei den Datenpunkten über die gesamte Erde hinweg nutzen können. Aber auch in der Biomedizin erwartet man enorme Fortschritte.Die neueste Supercomputer-Liste macht neben den Fortschritten im Computing aber auch ein Stück weit die geopolitische Entwicklung deutlich: China gehörte lange mit zur Spitzengruppe der Supercomputer-Entwickler, jetzt taucht das Land mit dem schon länger bestehenden Sunway TaihuLight erstmals auf Rang 15 auf. Ob neuere Systeme nur nicht gemeldet wurden oder China aufgrund des Technologie-Embargos der USA nicht vorangekommen ist, bleibt vorerst unklar - an Exascale-Rechnern hat man aber auch dort schon vor einiger Zeit gearbeitet.
Zusammenfassung
- El Capitan erreicht mit 1,742 Exaflops Spitzenplatz im TOP500-Ranking
- Dritter Exascale-Computer mit über einer Trillion Rechenoperationen/Sekunde
- Ausgestattet mit über 11 Millionen AMD CPU- und GPU-Kernen der 4. Generation
- Beeindruckende Effizienz von 58,89 Gigaflops pro Watt bei 29,6 MW Verbrauch
- Primär für US-Atomwaffenprogramm, aber auch für Klimamodelle und Biomedizin
- Chinas Supercomputer fallen im Ranking zurück, möglicherweise durch Embargo
- Cray Computing an Entwicklung aller drei US-Exascale-Systeme beteiligt
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