Qualcomm mit schweren Vorwürfen:
ARM soll Wettbewerb behindern
Eigentlich sollten die Chipschmiede ARM und der US-Chiphersteller Qualcomm beste Freunde sein. Der Streit zwischen den beiden Partnern geht nun aber in die nächste Runde. Qualcomm wirft ARM vor, mit illegalen Methoden den Wettbewerb zu behindern.
Qualcomm hat seine Beschwerden sowohl bei der US Federal Trade Commission (FTC) in den Vereinigten Staaten als auch bei der EU-Kommission und der Korea Fair Trade Commission in Südkorea eingereicht, heißt es. Hintergrund des Ganzen ist ARMs Versuch, sein Geschäftsmodell von der einfachen Lizenzierung von CPU-Architekturen auf die Vermarktung einzelner CPU-Designs umzustellen.
Die britische Chipschmiede versuche den Zugang zu seinen Architekturen einzuschränken, um sich so Vorteile bei der Vermarktung von sogenannten Compute Subsystem Reference Designs für Prozessoren für die Nutzung in Client- und Data-Center-Szenarien verschaffen. Gleichzeitig entwickelt ARM sogar angepasste Chips auf Basis dieser Referenz-Designs für große Kunden.
Weil ARM damit aber selbst zum Anbieter von angepassten ARM-Designs wird, behindere das Unternehmen durch die Beschränkung des Zugriffs auf seine Chipdesigns durch Kunden wie Qualcomm den freien Wettbewerb, heißt es. ARM dementiert die Vorwürfe und erklärte, dass man sich der Erfüllung bestehender Verträge mit seinen Kunden verschrieben habe und ebenso für Wettbewerb und Innovation einstehen wolle.
Qualcomm fürchtet offenbar, den Zugriff auf modernste Chiparchitekturen zu verlieren, wenn ARM sich verstärkt auf den Vertrieb eigener Chipdesigns konzentriert. Die Argumentation aus den Wettbewerbsbeschwerden gegen ARM hatte Qualcomm auch schon in dem seit Jahren schwelenden Rechtsstreit um die angebliche Verletzung von ARMs Lizenzbedingungen durch den Vertrieb von Prozessoren auf Basis angepasster Designs des Startups Nuvia angeführt, welches Qualcomm vor geraumer Zeit aufgekauft hatte.
Siehe auch:
Qualcomm geht in USA, EU & Korea gegen ARM vor
Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg hat Qualcomm eine ganze Reihe von Wettbewerbsbeschwerden gegen ARM eingereicht. Der aus San Diego stammende Chipriese, dessen Prozessoren und Modems in einer Vielzahl von Smartphones und mittlerweile auch PCs zum Einsatz kommen, wirft Qualcomm wettbewerbswidriges Geschäftsgebahren vor.Qualcomm hat seine Beschwerden sowohl bei der US Federal Trade Commission (FTC) in den Vereinigten Staaten als auch bei der EU-Kommission und der Korea Fair Trade Commission in Südkorea eingereicht, heißt es. Hintergrund des Ganzen ist ARMs Versuch, sein Geschäftsmodell von der einfachen Lizenzierung von CPU-Architekturen auf die Vermarktung einzelner CPU-Designs umzustellen.
ARM schwenkt um, Qualcomm fürchtet Nachteile
In seinen Beschwerden behauptet Qualcomm laut dem Bericht, dass ARM mit seinem bisherigen Konzept einer offenen Lizenzierung die Erschaffung eines vielfältigen Hardware- und Software-Ökosystem ermöglicht hat. Genau dieses offene Ökosystem gerate nun aber in Gefahr, weil ARM sein Geschäftsmodell ändert.Die britische Chipschmiede versuche den Zugang zu seinen Architekturen einzuschränken, um sich so Vorteile bei der Vermarktung von sogenannten Compute Subsystem Reference Designs für Prozessoren für die Nutzung in Client- und Data-Center-Szenarien verschaffen. Gleichzeitig entwickelt ARM sogar angepasste Chips auf Basis dieser Referenz-Designs für große Kunden.
Weil ARM damit aber selbst zum Anbieter von angepassten ARM-Designs wird, behindere das Unternehmen durch die Beschränkung des Zugriffs auf seine Chipdesigns durch Kunden wie Qualcomm den freien Wettbewerb, heißt es. ARM dementiert die Vorwürfe und erklärte, dass man sich der Erfüllung bestehender Verträge mit seinen Kunden verschrieben habe und ebenso für Wettbewerb und Innovation einstehen wolle.
Qualcomm fürchtet offenbar, den Zugriff auf modernste Chiparchitekturen zu verlieren, wenn ARM sich verstärkt auf den Vertrieb eigener Chipdesigns konzentriert. Die Argumentation aus den Wettbewerbsbeschwerden gegen ARM hatte Qualcomm auch schon in dem seit Jahren schwelenden Rechtsstreit um die angebliche Verletzung von ARMs Lizenzbedingungen durch den Vertrieb von Prozessoren auf Basis angepasster Designs des Startups Nuvia angeführt, welches Qualcomm vor geraumer Zeit aufgekauft hatte.
Zusammenfassung
- Qualcomm reicht Wettbewerbsbeschwerden gegen ARM in mehreren Ländern ein
- ARM ändert Geschäftsmodell von Lizenzierung zu Vermarktung von CPU-Designs
- Qualcomm wirft ARM vor, den Zugang zu Chiparchitekturen einzuschränken
- ARM entwickelt angepasste Chips für Großkunden und wird zum Konkurrenten
- Qualcomm befürchtet, Zugriff auf modernste Chiparchitekturen zu verlieren
- ARM weist Vorwürfe zurück und betont Erfüllung bestehender Verträge
- Streit basiert auf langjährigem Rechtskonflikt um Nuvia-Prozessoren
Siehe auch:
- Windows 11 für ARM: Google Drive als native Version final verfügbar
- ARM-Problem? Amazon meldet hohe Rücklaufraten für Surface Laptop 7
- Science-Fiction-Problem: Dyson-Schwarm würde die Erde massiv aufheizen
- Fortnite wird zum Wegbereiter für Gaming auf Windows ARM-PCs
- Falscher Alarm bei Microsoft: Doch keine Malware in beliebten Add-ons
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Videos zum Thema
- Microsoft Surface Pro: Die 12. Generation zeigt im Test, was sie kann
- Seitenhieb: Apples 'I'm a Mac'-Schauspieler bewirbt Windows ARM PC
- Xiaomi Book S 12.4: Tablet mit ARM-Chip und Windows 11 im Test
- Xiaomi Book S 12.4: Eindrücke zum Windows-Tablet mit ARM-Chip
- Lenovo Yoga 5G: ARM-Notebook mit 5G-Modem im Hands-On
Raspberry Pi 5 Modell B im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Trump macht Ernst und benennt "Künstliche Intelligenz" offiziell um
- Neue KI-Seite des Weißen Hauses bestätigt: Trump verlor die Wahl 2020
- Google Fotos erhält lange ersehntes Feature: Verpixeln direkt in App
- Statt spezialisierter Systeme: Schlichtes ChatGPT fährt einen Toyota
- F/A-XX: Boeing gewinnt Auftrag, baut Next-Gen-Stealth-Kampfjet
- McDonald's: KI bestimmt, wie viel Kunden für Burger zahlen sollen
- WSL Containers ist fertig: Linux-Container jetzt direkt unter Windows
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen