PopUp-Werbung nicht zu stoppen
Die Programmierer von PopUp-Werbung werden immer kreativer und viele Blocker versagen. Wie News.com berichtet wird beispielsweise der in Googles Toolbar eingebaute Blocker immer häufiger von den Vermarktern ausgetrickst.
Bisher ging man davon aus, dass mit der immer populärer werdenden Benutzung eines Werbeblockers die Anzahl der PopUps abnehmen würde. Dem war allerdings nicht so - die Werbefirmen entwickelten einfach Verfahren mit denen sie die üblichen Block-Methoden umgehen können.
Normalerweise fahndet Block-Software im Code einer Internetseite nach dem HTML-Befehl "openwin", der dafür benutzt wird ein neues Fenster zu öffnen. Dennoch umgehen einige Vermarkter dies und die Werbung öffnet sich erst wenn der Benutzer ein bestimmtes Objekt auf der Seite mit der Maus streift. So löst der User das Öffnen des Fensters mit diesem sog. "mouseover" selbst aus. Die Technik verwendet JavaScript und umgeht so Werbeblocker (z.B. Google/Yahoo) weil sie den gesuchten Befehl "openwin" nicht verwendet.
Im Jahr 2002 wurden sechs mal mehr PopUps ausgeliefert als im Jahr davor - trotz der Block-Software. PopUps sind angeblich immer noch die für den Vermarkter und seine Kunden beste Werbeform. Immerhin zwei bis fünf Prozent der Menschen die ein PopUp sehen, klicken auch darauf. Ganz im Gegensatz zur beinahe traditionellen Bannerwerbung die mit durchschnittlichen Klickraten von 0,35 Prozent kaum sinnvoll erscheint.
Erst wenn mit dem nächsten Update für Windows XP auch ein eingebauter PopUp-Blocker für den Microsoft Internet Explorer kommt, wird es eine kurze Entspannung geben - bis auch dieser Blocker wieder umgangen wird.
Immer mehr Websites setzen auch auf PopUps, die kein neues Fenster öffnen, sondern wie im Augenblick bei Telefonbuch.de, über der eigentlichen Internetseite 'schweben'.
Heute verwenden ungefähr 30 Prozent der Internet-Bevölkerung Werbeblocker. Kaum ein Mensch klickt - zum Leidwesen vieler Webseiten - auf normale Banner. Da ist ein PopUp mit seiner vergleichsweise hohen Klickrate oft der "letzte Ausweg".
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