Frech: Apple erhöht Preise für RAM-SSD-Upgrades gegen Branchentrend

Apple senkt zwar den Einstiegspreis des MacBook Air M4 um 100 Euro und spendiert 16 GB RAM, doch wer aufrüsten will, zahlt mehr als je zuvor. Die Speicher-Upgrades werden trotz fallender Markt­preise teurer - aber nur in Europa.
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Höhere Preise trotz fallender Hardware-Kosten

Das neue MacBook Air M4 kommt mit einer guten und einer schlechten Nach­richt: Der Einstiegspreis sinkt um 100 Euro auf 1200 Euro, und die Basisaus­stattung enthält nun standardmäßig 16 GB RAM. Doch wer mehr Speicher benötigt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen.

Für RAM- und SSD-Upgrades verlangt Apple jetzt pauschal 250 Euro pro Aus­bau­stufe, 20 Euro mehr als bisher. Diese Erhöhung gilt sowohl für den Sprung von 16 auf 24 GB Arbeitsspeicher als auch für die Verdopplung des SSD-Speichers von 256 auf 512 GB.


Die Preiserhöhung betrifft nicht nur das neue MacBook Air, sondern wurde zeit­gleich auch bei Mac mini und MacBook Pro eingeführt.

Die neuen Preise gelten im gesamten Euroraum. In den USA bleiben die Upgrade-Kosten hingegen unverändert bei 200 Dollar. Der Preisunterschied zwischen Europa und Nordamerika wächst damit weiter. Doch das ist nicht alles, was bei Apple-Nutzern jetzt böse aufstoßen könnte.

Fragwürdige Strategie

Apples Preispolitik fällt schon deshalb besonders negativ auf, weil die Komponentenpreise in der Branche seit Monaten fallen. Während andere Hersteller diese Entwicklung an ihre Kunden weitergeben, geht Apple den entgegengesetzten Weg.

Preisentwicklung von Speicher und RAM

  • 2023
    Q1
    Signifikanter Preisrückgang für DRAM um bis zu 20% im ersten Quartal
  • 2023
    Q2-Q3
    Stabilisierung der Preise, jedoch schwache Nachfrage führt zu weiteren Preisrückgängen
  • 2023
    Q4
    Preise für DRAM, insbesondere DDR5, beginnen zu steigen, mit einer Erwartung von 3-8% Anstieg gegenüber dem Vorquartal
  • 2024
    Anfang
    SSD-Preise steigen um 15-35% aufgrund gestiegener Nachfrage nach NAND und DRAM
  • 2024
    1. Halbjahr
    Volatile Preise für Speicher und RAM mit Preissteigerungen aufgrund von Nachfrage und Lieferkettenproblemen
  • 2024
    2. Halbjahr
    Schwache Nachfrage führt zur Stabilisierung der Preise. Einige Hersteller reduzieren die Produktion, um Preise zu stabilisieren
  • 2024
    Q4
    Verlangsamung der Preissteigerungen mit einer Erwartung von nur 0-5% Anstieg für konventionelle DRAM
  • 2025
    Q1
    Erwartete Preisrückgänge von 8-13% für PC-DRAM und 5-10% für Server-DRAM aufgrund schwacher Nachfrage und Überangebot
  • 2025
    Q2
    Erwartete Preissteigerungen für DRAM und NAND aufgrund steigender Nachfrage durch die AI-Industrie
  • 2025
    Gesamtjahr
    TrendForce erwartet fallende Preise für DDR4 und DDR5 aufgrund von Überangebot und zunehmender Konkurrenz aus China

Keine Alternativen für Nutzer

Die Speicherkomponenten sind bei den meisten Mac-Modellen fest verlötet und können somit nach dem Kauf nicht mehr erweitert werden. Ein Blick auf den PC-Markt zeigt die Preisdifferenz zwischen Windows/Linux-PCs und Macs sehr deut­lich: Ein 96-GB-DDR5-Speicherriegel von Crucial kostet etwa aktuell unter 200 Euro, eine 4-TB-NVMe-SSD ist für 230 Euro erhältlich.

Wie bewertet ihr Apples neue Preisstrategie? Ist der günstigere Einstiegspreis die höheren Upgrade-Kosten wert? Teilt eure Einschätzung in den Kommentaren!

Wie stark steigen die Upgrade-Preise?
Apple hat die Preise für RAM- und SSD-Upgrades im Euroraum deutlich angehoben. Ein Upgrade-Schritt (etwa von 16 GB auf 24 GB RAM oder von 256 GB auf 512 GB SSD) kostet jetzt 250 Euro statt bisher 230 Euro.

Diese Preiserhöhung gilt für das gesamte Mac-Portfolio - vom MacBook Air über den Mac Mini bis zum MacBook Pro. Die Grundpreise der Geräte bleiben dabei unverändert. In den USA bleiben die Upgrade-Preise interessanterweise bei 200 Dollar pro Schritt.
Lohnt sich das neue MacBook Air M4?
Das neue MacBook Air M4 bietet einen attraktiveren Einstiegspreis und ist 100 Euro günstiger als sein Vorgänger (1.200 statt 1.300 Euro). Zudem kommt es standardmäßig mit mindestens 16 GB RAM, was eine deutliche Verbesserung darstellt.

Allerdings wird dieser Preisvorteil durch die erhöhten Upgrade-Kosten relativiert.
Kann ich später RAM/SSD nachrüsten?
Nein, bei den meisten aktuellen Mac-Modellen ist dies nicht möglich. Die Hardware ist fest verlötet, weshalb Sie sich vor dem Kauf auf eine Konfiguration festlegen müssen.

Dies macht die Kaufentscheidung besonders wichtig, da spätere Upgrades ausgeschlossen sind.
Welche Mac-Modelle sind betroffen?
Die Preiserhöhungen betreffen das komplette aktuelle Mac-Portfolio im Euroraum. Dazu gehören MacBook Air, MacBook Pro, Mac Mini, Mac Studio und iMac.

Wichtig zu wissen: Die Preisanpassungen gelten nur für Speicher-Upgrades, nicht für die Grundkonfigurationen. Andere Apple-Produkte wie iPads und iPhones sind von den Preiserhöhungen für Speicher-Upgrades nicht betroffen.
Wann gelten die neuen Preise?
Die neuen Preise gelten bereits seit der Ankündigung des MacBook Air M4 und betreffen sowohl Neubestellungen als auch die Konfiguration bestehender Mac-Modelle

Es ist davon auszugehen, dass Apple diese Preisstruktur auch bei künftigen Mac-Modellen beibehalten wird. Die Grundpreise der Geräte bleiben vorerst unverändert.
Zusammenfassung
  • Apple senkt den Einstiegspreis des MacBook Air M4 um 100 Euro auf 1200 Euro
  • Standardausstattung enthält nun 16 GB RAM statt bisher 8 GB
  • RAM- und SSD-Upgrades werden um 20 Euro pro Ausbaustufe teurer
  • Preiserhöhung gilt für MacBook Air, Mac mini und MacBook Pro
  • Upgrade-Kosten in den USA bleiben unverändert bei 200 $
  • Preisdifferenz zwischen Europa und Nordamerika wächst weiter
  • Komponentenpreise fallen, Apple erhöht trotzdem die Upgrade-Kosten

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